Wintersemester 2026/27 Münchner Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Naher und Mittlerer Osten
Über die Kooperation der Mitglieder des Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrums (4MZ) steht den Studierenden in München im Bereich Naher und Mittlerer Osten ein ungewöhnlich breites Lehrangebot zur Verfügung:
- A. Institut für den Nahen und Mittleren Osten (LMU): Lehrstühle für Arabistik und Islamwissenschaft und für Turkologie, Professuren für Iranistik und für Judaistik
- B. Lehrstuhl für spätantike und arabische Philosophie (LMU)
- C. Professur für Islamische Kunstgeschichte (LMU)
- D. Lehrstuhl für Kirchenrecht, insbesondere für Theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Allgemeine Normen und Verfassungsrecht sowie für Orientalisches Kirchenrecht (LMU)
- E Historisches Seminar (LMU): Lehrstühle für Byzantinistik, für Geschichte des Frühen und Hohen Mittelalters und für Jüdische
Geschichte und Kultur, Professur für Mittelalterliche Jüdische Geschichte; Junior-Professur für Papyrologie - F. Institut für Ägyptologie und Koptologie (LMU)
- G. Institut für Kulturwissenschaften (UniBW): Professuren für internationale Politik und Konfliktforschung, für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Islam und für Neue und Neueste Kulturgeschichte Nordafrikas
- H. Juristische Fakultät (LMU): Honorarprofessur für Antike Rechtsgeschichte, insbesondere das Recht des Christlichen Orients
- I. Evangelisch-Theologische Fakultät (LMU: Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte
sowie
Dieses Lehrangebot wird vom Münchner Kommentierten Vorlesungsverzeichnis Naher und Mittlerer Osten erschlossen. Möchten Sie Veranstaltungen außerhalb Ihres Studienganges belegen, wenden Sie sich direkt an die Dozierenden. Möchten Sie Veranstaltungen außerhalb Ihres Studiengangs in Ihrem eigenen Studiengang anrechnen lassen, besprechen Sie das mit Ihrer eigenen Studiengangskoordination.
A. Institut für den Nahen und Mittleren Osten (LMU)
0. ALLGEMEINES: 0.1. Einführungsveranstaltung - 0.2. Raumangaben
1.BA-MODULE: 1.1. BA-PFLICHTMODULE - 1.1.1. Grundlagen/Vertiefung - 1.1.2. Ausgewählte Themen I-II - 1.2. BA-WAHLPFLICHTMODULE - 1.2.1. BA-Sprachkurse: 1.2.1.1. Grundkurse (Stufe I und II) - 1.2.1.2. Aufbaukurse (Stufe III und IV) - 1.2.2. BA-Grundlagen- und Anwendungsmodule: 1.2.2.1. Grundlagenmodule (Stufe III) - 1.2.2.2. Anwendungsmodule (Stufe V) - 1.2.2.3. Eigenständige Lektüre - 1.2.3. BA-Praktikum und Auslandssprachkurs
2. MA-MODULE: 2.1. MA-SPRACHKURSE: 2.1.1. Grundkurse (Stufe I und II) - 2.1.2. Aufbaukurse (Stufe III und IV) - 2.1.3. Studienkurse und Sprachpraxis für Fortgeschrittene (Stufe V und VI) - 2.2. MA-SEMINARE UND SEMINARÜBUNGEN
0.Allgemeines
0.1.SEMESTERANFANGSTAG am Institut für den Nahen und Mittleren Osten
Am Donnerstag vor Semesterbeginn, 8. Oktober 2026, 10-15 Uhr: Semesteranfangstag mehr
0.2. RAUMANGABEN sind über LSF zu erfahren.
1. BA-MODULE
1.1. BA-PFLICHTMODULE:
1.1.1. Grundlagen und Vertiefung
12552 Vorlesung: Grundlagen: Der Nahe und Mittlere Osten von der Spätantike bis heute - Prof. Dr. Andreas Kaplony
Mi. 08:15 bis 10:00
Diese Vorlesung bietet eine Einführung in die Islamwissenschaft (die Kulturwissenschaft von der Vergangenheit und Gegenwart der Islamischen Welt). Einleitend denken wir darüber nach, wo die Möglichkeiten und Grenzen einer Kulturwissenschaft liegen. Anschließend lernen wir die vier Perioden und etwa fünfzehn Großräume der islamischen Vergangenheit und Gegenwart kennen. Das Schwergewicht liegt auf den islamischen Gesellschaften der Arabischen Halbinsel, Ägyptens, Syrien-Palästinas, des Iraks, Irans und Zentralasiens. Wir behandeln ausgewählte Fallbeispiele wie den ersten islamischen Staat der Umayyaden von Damaskus, das Weltbild der schiitischen Faṭimiden Ägyptens und die Gelehrtengesellschaft der 12er-Schiiten Irans. Die einzelnen Vorlesungen haben je einen längeren Vorlesungsteil, und einen kürzeren Vertiefungsteil mit Diskussion in Kleingruppen. Die Kenntnis orientalischer Sprachen wird nicht vorausgesetzt.
Nach der Vorlesung können Sie aktuelle und historische Phänomene des Nahen und Mittleren Ostens zeitlich, örtlich und in ihrer Bedeutung einordnen. Sie können Ihren eigenen Fragen mithilfe der wichtigsten Handbücher nachgehen. Und Sie können wissenschaftliche Artikel nutzen und für sich aufbereiten.
Literatur: Literatur zur Anschaffung und zur Vorbereitung der Prüfung:
- Bauer, Thomas, Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient, München 2018
- Brunner, Rainer (Hg.), Islam: Einheit und Vielfalt einer Weltreligion, Stuttgart 2016
- Elger, Ralf und Stolleis, Friederike (Hgg.): Kleines Islam-Lexikon. Geschichte - Alltag - Kultur, 6. Auflage München 2018 (Beck Paperback), online unter: http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/islam-lexikon/
Weitere Literatur:
- Krämer, Gudrun, Geschichte des Islam, 5. Auflage München 2016
- Kaplony, Andreas (Hg.), Geschichte der arabischen Welt, München 2024
- van Steenbergen, Jo, A History of the Islamic World, 600-1800. Empire, Dynastic Formations, and Heterogeneities in Pre-Modern Islamic West-Asia, London 2020
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Nachweis: Modulprüfung von Vorlesung und Propädeutikum zusammen: Klausur
12577 Übung: Grundlagen: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 1 - Nataliia Berezovska
Di. 10:15 bis 12:00
Die Veranstaltung ist gegliedert in einen einführenden Teil und einen praktischen Teil. Im praktischen Teil werden die Studierenden in kleinere Gruppen aufgeteilt und von Tutor/innen aus den vier Fachbereichen betreut. Der Charakter der Veranstaltung soll dem eines Workshops gleichen, in dem mit flachen Hierarchien und in konstruktivem Austausch zwischen Dozentin, Tutor/innen und Studierenden grundlegende Themen des wissenschaftlichen Arbeitens, Fach- und Institutsgeschichte sowie die Werkzeuge der Arabistik und Islamwissenschaft, Iranistik, Judaistik und Turkologie vermittelt werden sollen.
Die Tutorien dienen der direkten Anwendung des Gelernten in Form von Übungsaufgaben und bieten die Möglichkeit Fragen zu beantworten und mit den Studierenden in Austausch zu kommen.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Modulprüfung von Vorlesung und Übung zusammen: Übungsmappe
1.1.2. Ausgewählte Themen
12553 Vorlesung: Ausgewählte Themen 1 (Sprache und Literatur): Grundzüge des rabbinischen Judentums - Prof. Dr. Ronny Vollandt
Do. 08:15 bis 10:00
Diese Vorlesung bietet eine Einführung in die zentralen Entwicklungen und Prinzipien des rabbinischen Judentums, das sich im Vorderen Orient zwischen der Zerstörung des Zweiten Tempels und der islamischen Eroberung formierte. Dieser Zeitraum war entscheidend für die Ausgestaltung der jüdischen Religion und prägte das Judentum nachhaltig. Die Vorlesung untersucht, warum und inwiefern diese Epoche als formativ gilt, insbesondere durch die Neuorientierung der jüdischen Gemeinschaft nach dem Ende des Tempelkults und die Entstehung eines textbasierten Glaubenssystems.
Im Zentrum des Kurses steht ein historischer Überblick über die zentralen Ereignisse und Entwicklungen dieser Zeit. Dabei wird besonders die politische und kulturelle Wechselwirkung zwischen Judentum und den beherrschenden Mächten der Region beleuchtet: dem Hellenismus, der römischen Herrschaft und den persischen Sassaniden. Die Vorlesung zeigt auf, wie diese äußeren Einflüsse und Machtverhältnisse das rabbinische Denken und die religiöse Praxis beeinflussten, während gleichzeitig die jüdische Tradition in dieser Zeit eine eigenständige theologische und rechtliche Identität entwickelte.
Besonderer Fokus wird auf eine Einführung in die wichtigsten literarischen Werke dieser Epoche gelegt (Mischna, Talmud, Midraschim), die nicht nur als theologische, sondern auch als rechtliche und ethische Texte die jüdische Tradition tiefgreifend beeinflussten. Diese Werke werden im historischen Kontext ihrer Entstehung betrachtet, wobei auch immer wieder Bezüge zu gegenwärtigen Diskursen und der fortwährenden Relevanz dieser Texte für das heutige Judentum hergestellt werden.
Literatur (zur Anschaffung empfohlen):
- Schäfer, Peter, Geschichte der Juden in der Antike (Tübingen: Mohr Siebeck, 2010)
- Stemberger, Günter, Einleitung in Talmud und Midrasch (München: Beck, 2011)
- Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12554 Vorlesung: Ausgewählte Themen 1 (Sprache und Literatur): Sprachen, Kulturen und Literaturen des nahöstlichen Christentums - Dr. Sophia Dege-Müller, Dr. Joseph Faragalla, Dr. Peter Tarras
Di. 08:15 bis 10:00
Viele wichtige kulturelle, historische, sprachliche und literarische Entwicklungen des Nahen Osten und der angrenzenden Regionen sind ohne die dort seit Jahrhunderten einheimischen Christentümer nicht zu verstehen. Mit ihnen beschäftigte sich vormals die Wissenschaft des christlichen Orients, die jedoch heute kaum noch universitär repräsentiert ist. Das Interesse am Christentum im Nahen Osten hat deshalb aber keineswegs nachgelassen und seine Kulturzeugnisse werden intensiv in der Byzantinistik, Philosophiegeschichte, Islamwissenschaft, Afrikanistik usw. Studiert.
Ziel dieser Vorlesung ist es, anhand der sechs „klassischen“ sprachgebundenen Christentümer in die Sprachen, Kulturen und Literaturen des nahöstlichen Christentums einzuführen. Diese sind das arabische, armenische, äthiopische, georgische, koptische und syrische Christentum. Jede Tradition wird in zwei Sitzungen von Expertinnen und Experten vorgestellt. Diese Vorstellungen sind gerahmt von allgemeineren Sitzungen zur Geschichte der orientalischen Kirchen, den Charakteristika der prägenden Sprachen sowie der Geschichte ihrer Erforschung.
Literatur:
- Baum, Wilhelm, Dietmar W. Winkler, Die Apostolische Kirche des Ostens: Geschichte der sogenannten Nestorianer (Klagenfurt: Kitab, 2000).
- Bausi, Alessandro (Hg.), Languages and Cultures of Eastern Christianity: Ethiopian (Surrey/Burlington: Ashgate, 2012).
- Binyam, Yonatan, “Ethiopia” and the World, 330–1500 CE, Cambridge Elements (Cambridge: Cambridge University Press, 2024).
- Briquel Chatonnet, Françoise, Muriel Debié (Hgg.), The Syriac World: In Search of a Forgotten Christianity (Yale University Press, 2023)
- Brunner-Traut, Emma, Die Kopten: Leben und Lehre der ägyptischen Christen in Geschichte und Gegenwart (München: Eugen Diedrichs Verlag, 1982).
- Cannuyer, Christian, Coptic Egypt: The Christians of the Nile (2001).
- Dalrymple, William, From the Holy Mountain: A Journey Among the Christians of the Middle East (New York: Vintage Books, 1997).
- Hage, Wolfgang, Das orientalische Christentum, Die Religionen der Menschheit, 29 (Kohlhammer, 2007).
- Heyer, Friedrich, Die Kirche Äthiopiens (Berlin: De Gruyter, 1971).
- Keshishian, Aram I., Die armenische Kirche: Eine Einführung in das armenische Christentum, Edition Cardo, 200 (Trier: Paulinus Verlag, 2022).
- King, Daniel (Hg.), The Syriac World (Taylor & Francis, 2018).
- Klein, Wassilios (Hg.), Syrische Kirchenväter (Stuttgart: Kohlhammer, 2004).
- Lange, Christian, Karl Pinggéra (Hgg.), Die altorientalischen Kirchen: Glaube und Geschichte (Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2011).
- Kaufhold, Hubert (Hg.), Kleines Lexikon des Christlichen Orients (Wiesbaden: Harrassowitz, 2007).
- Rapp, Stephen H. Jr, Early Christian Georgian Literature (Cambridge: Cambridge University Press, 2026).
- Rapp, Stephen H. Jr, Paul Crego (Hgg.), Languages and Cultures of Eastern Christianity: Georgian (Surrey/Burlington: Ashgate, 2012).
- -amcke, Martin, Christen in der islamischen Welt: Von Mohammed bis zur Gegenwart (München: C.H. Beck, 2008).
- Walters, Edward (Hg.), Eastern Christianity: A Reader (Grand Rapids: Eerdmans, 2021).
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12555 Vorlesung: Ausgewählte Themen 1 (Geschichte und Kultur): Einführung in die osmanisch-türkische Geschichte - Prof. Dr. Mehmet Hacɩsalihoğlu
Do. 14:15 bis 16:00
Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Geschichte der Türken von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Behandelt werden die Ursprünge der Türken, die türkische Sprache und die Turksprachen, Zentralasien und die Turkvölker des Mittelalters sowie die Geschichte der Seldschuken (11.–13. Jahrhundert), der Mongolenherrschaft (13.–16. Jahrhundert), der anatolischen Seldschuken und Beyliks (12.–16. Jahrhundert), des Osmanischen Reiches (14.–20. Jahrhundert) und der Republik Türkei. Besonderes Augenmerk gilt der historischen Geographie, den politischen Herrschaftsformen sowie den Beziehungen zu den Nachbarregionen und -gesellschaften. Darüber hinaus bietet die Vorlesung eine Einführung in die Entwicklung der türkischen Literatur, Kunst und Kultur und ordnet diese in ihren historischen Kontext ein.
Die Studierenden erwerben grundlegende Kenntnisse der türkischen Geschichte sowie ein Verständnis für die historischen, politischen und kulturellen Entwicklungen der turksprachigen Welt. Sie entwickeln die Fähigkeit, historische Ereignisse und Prozesse in ihren regionalen und überregionalen Zusammenhängen einzuordnen, zentrale Entwicklungen der türkischen Geschichte kritisch zu analysieren und diese mit allgemeinen Fragestellungen der Geschichts- und Kulturwissenschaft zu verknüpfen.
Literatur: Klaus Kreiser, Christoph K. Neumann: Geschichte des Osmanischen Reichs und der modernen Türkei, 3. Ed., Reclams Universal-Bibliothek 14028 (Ditzingen: Reclam, 2020).
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12558 Vorlesung: Ausgewählte Themen 1 (Geschichte und Kultur): Einführung in die Iranische Geschichte: Modernes Iran im 20. Jahrhundert - Gastprof. Dr. Leila Rahimi-Bahmany
Mo. 14:15 bis 16:00
This course examines the dynamic history of modern Iran—a period defined by revolutions, coups, foreign interventions, wars, resistance, and profound cultural change. Students will engage with major turning points, including the Constitutional Revolution, the rise of Reza Shah and the Pahlavi state, the Allied occupation during World War II, the autonomous government in Iranian Azerbaijan, debates over centralisation and Persianization, the oil nationalisation movement, the 1953 coup, the Islamic Revolution of 1979, the Iran-Iraq War and more. The course aims to offer insight into the forces that have shaped Iran’s modern identity.
The students are expected to read the assigned texts and follow the course in English; however, they are welcome to discuss, write their final exam, and correspond with me in German.
Literatur:
- Ervand Abrahamian. A History of Modern Iran. 2nd Edition. Cambridge University Press, 2018.
Arbeitsaufwand: 2 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
1.2. BA-WAHLPFLICHTMODULE
1.2.1. BA-Sprachkurse
1.2.1.1. Grundkurse (Stufe I) (alphabetisch nach Sprachen geordnet)
13059 Sprachunterricht: Arabisch 1, Gruppe 1 - Prof. Dr. Andreas Kaplony / Dr. Julia Singer / Sabrina Deininger
Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / Do. 10:15 bis 12:00
13060 Sprachunterricht: Arabisch 1, Gruppe 2 - Prof. Dr. Andreas Kaplony / Dr. Julia Singer / Sabrina Deininger
Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 (sic!) / Do. 12:15 bis 14:00
Der Kurs Arabisch 1 setzt keine Vorkenntnisse voraus. In den ersten drei Wochen erlernen Sie das arabische Alphabet und die Lautlehre. Anschließend widmen wir uns wichtigen Grundlagen wie Substantiven und Adjektiven, deren Numerus, Genus und Deklination. Sie lernen, Verben in der Gegenwart zu konjugieren, die Wortstruktur des Arabischen zu verstehen, Zahlen von 1 bis 100 zu verwenden und Verbal- und Nominalsätze zu bilden. Zur Unterstützung stehen Ihnen digitale Lerneinheiten und vielfältige Übungen zur Verfügung. Sie bauen einen Grundwortschatz von etwa 400 Wörtern auf.
Ziel des Kurses ist es, Ihnen ein solides grammatikalisches Fundament und ein erstes Sprachgefühl für das Arabische zu vermitteln. Besonders im Fokus steht die sichere Beherrschung der Schrift und eine deutliche Aussprache. Bereits nach dem ersten Semester können Sie einfache Texte lesen, verstehen und selbst verfassen sowie sich in Alltagssituationen auf Arabisch vorstellen und unterhalten.
Lehrmittel:
- Arabisch intensiv: Grundstufe (2017). ISBN: 978-3-87548-834-0
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Mündliche Prüfung (20 Minuten)
12546 Sprachunterricht: Hebräisch 1 - Dr. Yossi Brill
Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00
Der Kurs Hebräisch 1 bietet einen Einstieg in die hebräische Sprache und vermittelt die grundlegenden Grammatikstrukturen und typologischen Merkmale der hebräischen Sprache. Im ersten Schritt werden der allgemeine Sprachaufbau, die Struktur der Sprache, das hebräische Alphabet und die Aussprache behandelt.
Ziel des Hebräischkurses ist es, den Studierenden das Grundgerüst und die Prinzipien der hebräischen Sprache zu vermitteln, damit sie diese für ihre Studien oder auch für Auslandsaufenthalte in Israel nutzen können. Sie werden befähigt, einfache Texte zu verstehen und kurze Dialoge zu führen. Zu den Texten und Übungen aus dem Lehrbuch werden Sie sich sowohl mit Midrashim, hebräischer Lyrik und israelischen Liedern als auch mit häufigen Begriffen und gegenwärtigen Ausdrücken des Alltags beschäftigen.
Tutorium: Wir empfehlen den Besuch des Tutoriums.
Lehrmittel: Chayat, Shlomit, et al. Hebrew from Scratch – Part 1. Jerusalem: Academon, 2019.
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
13092 Sprachunterricht: Persisch 1 - Dr. Christl Catanzaro / Martin Naimi, M.A.
Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / Do. 10:15 bis 12:00
Persisch 1 ist ein Kurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse. Wir widmen uns zunächst dem Erlernen des persischen Alphabets, um dann zunehmend komplexere Konversationen zu führen sowie Texte zu lesen und zu verfassen.
Lernziele sind aktive Sprachkenntnisse in Wort und Schrift ebenso wie die Beherrschung der wichtigsten grammatikalischen Eigenheiten des Persischen, die es erlauben, mit Hilfe eines Wörterbuches einfache Texte selbständig zu erfassen und zu übersetzen.
Tutorium: Wir empfehlen den Besuch des Tutoriums.
Lehrmittel: Anousha Sedighi, Persisch Aktiv, Wiesbaden 2022 - weitere Unterrichtsmaterialien werden im Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt.
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Portfolio
13095 Sprachunterricht: Türkisch 1 - Dr. Nevra Lischewski
Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00
Der Kurs Türkisch 1 ermöglicht einen Einstieg in die türkische Sprache. Die Zielgruppe dieser Lehrveranstaltung sind Studierende, die keine oder sehr geringe Vorkenntnisse in der türkischen Sprache haben. Das Ziel ist es, im ersten Schritt den allgemeinen Sprachaufbau, die Struktur, das türkische Alphabet, die Aussprache und die Orthographie der modernen türkischen Sprache zu vermitteln. Im zweiten Schritt werden die grundlegenden Grammatikstrukturen und typologischen Merkmale der türkischen Sprache behandelt. Während des Semesters werden die verschiedenen Sprachfertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen und Übersetzen anhand von praktischen Übungen aufgebaut.
Dieser Kurs basiert auf dem Blended Learning-Ansatz und bietet eine effektive Kombination aus Präsenz- und Online-Lernphasen. Alle weiteren Kursinformationen, Materialien und Ressourcen werden im zugehörigen Moodle-Kurs bereitgestellt. Sobald die Teilnehmerliste finalisiert ist, wird der Zugangslink sowie der Einschreibschlüssel für den Moodle-Kurs bereitgestellt. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man eingeschrieben ist, um auf alle Kursmaterialien und Aktualisierungen zugreifen zu können.
Lehrmittel: Der Kurs konzentriert sich auf die grammatikalischen Inhalte des Lehrbuchs „Türkisch mit System“ von Langenscheidt (Lektionen 1-4). Der Unterrichtsinhalt wird zusätzlich durch abwechslungsreiche Lehrmaterialien, wie z.B. kurze Dialoge, Texte, Liedtexte, Kochrezepte usw., den Studierenden zur Verfügung gestellt, um den praktischen Umgang mit der türkischen Sprache zu üben.
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Schriftliche Klausur
Anmeldung: Für DaZ-Studierende gilt: Die Anmeldung zu dieser Lehrveranstaltung findet während der Hauptbelegfrist über LSF statt. Die Termine für die Hauptbelegfrist finden Sie stets im Vorlesungsverzeichnis in LSF direkt unter den einzelnen Überschriften auf den Seiten für das Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ).
1.2.1.2. Aufbaukurse (Stufe III) (alphabetisch nach Sprachen geordnet)
13096 Aufbaukurs Arabisch 1 (= Arabisch 3) - Dr. Sarah El Bulbeisi / Dr. Julia Singer
Di. 10:15 bis 12:00 / Fr. 10:15 bis 12:00
Im Kurs Arabisch 3 vertiefen Sie Ihre Sprachkenntnisse durch neue grammatikalische Strukturen: Sie erlernen verschiedene Arten der Verneinung, Temporalsätze, den Komparativ und Superlativ sowie Sätze mit kāna („sein“ in der Vergangenheit). Sie können sich auch mittelschwere unbekannte Texte mithilfe eines Wörterbuchs erschließen und gewinnen an Sicherheit im aktiven wie passiven Sprachgebrauch. Ihr Wortschatz wächst auf ca. 1370 Wörter (davon 570 Wörter neu).
Ziel des Kurses ist es, aufbauend auf Ihren Basiskenntnissen der Sprache, Ihr Verständnis arabischer Texte zu verbessern und Ihre Kenntnisse der Grammatik und der Strukturen der arabischen Sprache systematisch zu vertiefen. Grammatik und Syntax werden intensiv behandelt und anhand von Beispielen und Texten analysiert. Am Ende des Semesters verfügen Sie über gefestigte Kenntnisse, die es Ihnen ermöglichen, arabische Texte differenziert zu verstehen und sprachliche Strukturen sicher zu erkennen und zu analysieren.
Voraussetzung: Im Rahmen der Arabischkurse 1-2 haben Sie sich zahlreiche grammatikalischen Themen angeignet, zudem können Sie sich mündlich auf Arabisch artikulieren. Das ganz grobe Niveau sollte mindestens A2 betragen.
Lehrmittel:
- Arabisch intensiv: Aufbaustufe (2018) In Kommission für das Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität Bochum. 408 Seiten. 2., durchgesehene und korrigierte Auflage - 978-3-87548-874-6. kartoniert [obligatorisch]
Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz, 3 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Schriftliche Klausur oder Übungsmappe
12549 Aufbaukurs Hebräisch 1 (= Hebräisch 3) - Dr. Yossi Brill
Di. 12:15 bis 14:00 / Fr. 12:15 bis 14:00
Der Aufbaukurs Hebräisch 1 (= Hebräisch 3) setzt den Sprachkurs Hebräisch I fort und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf komplexere Satzkonstruktionen. Im Aufbaukurs erhalten die Studenten die grammatikalischen Mittel, die sie bei der Arbeit mit komplizierteren Texten über wissenschaftliche Themen nutzen können. Anhand von Texten und Dialogen wird der Fachwortschatz erarbeitet und ausgebaut. Die aktiven und passiven Sprachfertigkeiten in mündlicher und schriftlicher Form (Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen und Übersetzen) werden weiter ausgebaut. Um die Übungen aus dem Lehrbuch zu ergänzen, werden sie sich sowohl mit alltäglichen Phrasen und Midrashim, hebräischer Lyrik und israelischen Liedern beschäftigen. Für den Lernerfolg ist es wichtig, dass die Studenten die gestellten Hausaufgaben machen und sich aktiv an den sprachlichen Übungen im Unterricht beteiligen.
Wer diesen Kurs erfolgreich abschließt, wird die grundlegenden sprachlichen Erscheinungen kennen, Verben im Präsens, Präteritum und Futur konjugieren können und eine gute Beherrschung der verschiedenen Sprachfertigkeiten – Schreiben, Sprechen, Leseverstehen und Hörverstehen – erreichen.
Tutorium: Wir empfehlen den Besuch des Tutoriums.
Lehrmittel: Shlomit Chayat et. al.: Hebrew from Scratch - Part 2. Academon 2004
Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz, 9 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung:Schriftliche Prüfung
13097 Aufbaukurs Persisch 1 (= Persisch 3) - Dr. Mehr Newid / Dr. Christl Catanzaro
Di. 12:15 bis 14:00 / Di. 14:15 bis 16:00
In Persisch 3 steht die Mediensprache im Mittelpunkt: von den ersten Presseerzeugnissen aus dem 19. Jahrhundert über Zeitungen und Zeitschriften bis hin zu Radio, Fernsehen und Kinofilm lernen wir unterschiedliche Medien aus unterschiedlichen Epochen der neueren iranischen Geschichte bis in die Gegenwart kennen. Die Themen sind dabei so vielfältig wie die Medien selbst und können von den Teilnehmern teilweise selbst bestimmt werden.
Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz, 3 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Lehrmittel: wird im Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt
Prüfung: Je nach Prüfungsordnung, nach der Sie studieren, bildet Persisch 3 ein eigenständiges Modul oder wird zusammen mit Persisch 4 modularisiert. Bitte informieren Sie sich nach Möglichkeit vorab. Egal, nach welcher Prüfungsordnung Sie studieren, die Modulprüfung besteht aus einer Übungsmappe - d.h. dass Sie im Laufe des Semesters verschiedene Hausaufgaben bekommen, die zu einer Prüfungsleistung gebündelt werden.
12551 Aufbaukurs Türkisch 1 (= Türkisch 3) - Dr. Nevra Lischewski
Mo. 14:15 bis 16:00 / Mi. 14:15 bis 16:00
Der Kurs Aufbaukurs Türkisch 1 (= Türkisch 3) baut inhaltlich auf den Kursen Türkisch 1 und 2 auf. Die Zielgruppe dieser Lehrveranstaltung sind Studierende, die bereits die ersten beiden Türkisch-Kurse besucht und abgeschlossen haben oder über das Niveau A2 verfügen. In diesem Kurs werden die Grammatikkenntnisse vertieft und der Wortschatz erweitert. Während des Semesters werden die verschiedenen Sprachfertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen und Übersetzen in der türkischen Sprache in den unterschiedlichen Kommunikationssituationen des Alltags sowie in der Wissenschaft anhand von praktischen Übungen weiter ausgebaut.
Lehrmittel: Der Kurs konzentriert sich auf die grammatikalischen Inhalte des Lehrbuchs "Türkisch mit System" von Langenscheidt (Lektionen 9-12). Der Unterrichtsinhalt wird zusätzlich durch abwechslungsreiche Lehrmaterialien, wie z.B. Dialoge, Texte, Zeitschriften- und Zeitungsartikel, Karikaturen usw., den Studierenden zur Verfügung gestellt, um den praktischen Umgang mit der türkischen Sprache zu üben.
Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz, 3 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Portfolio
1.2.2. Grundlagen- und Anwendungsmodule (Stufe III)
1.2.2.1. Grundlagenmodule (alphabetisch nach Sprachen geordnet)
12519 GM Arabistik (PS): Arabische Welt Grundlagen (Proseminar): Wenn aus Texten Traditionen werden: Schlüsseltexte in der arabisch-islamischen Welt - Dr. Julia Singer
12520 GM Arabistik (Ü): Arabische Welt Grundlagen (Übung): Schlüsseltexte der arabisch-islamischen Welt - Prof.Dr. Andreas Kaplony
Di. 14:15 bis 16:00 (Proseminar) / Di. 16:15 bis 18:00 (Übung)
Einige zentrale Textgattungen (Koran, Hadithe, Fatwas, Adad-Literatur usw.) prägen die Arabisch-Islamische Welt über Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart. Im Seminar beschäftigen wir uns mit ausgewählten Schlüsseltexten und hinterfragen, wie aus einzelnen Texten überlieferte Traditionen werden, wie diese Texte inhaltlich funktionieren und welche Bedeutung sie damals und heute haben. Im Proseminar nähern wir uns diesen Texten über die Lektüre und die Diskussion von Sekundärliteratur. In der dazugehörigen Übung beschäftigen wir uns mit ausgewählten Originalquellen.
Im Proseminar steht der Umgang und die Analyse der Sekundärliteratur im Fokus. Sie lernen Literatur zu recherchiere und wie Sie (Zeit-)effizient wissenschaftliche Texte lesen und dabei den Überblick behalten (Stichwort: Literaturdatenbank). Sie erhalten einen Überblick über die wichtigsten Textgattungen und Sie können – neben den Gattungen - auch zentrale Begriffe (zum Beispiel Matn, Isnad, Mufti, Muṣḥaf) erklären. In der Übung geht es um den Umgang mit Quellen: das Konzeptualisieren, Gliedern und Analysieren.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle, die Sprachgeschichte aktiv und kritisch erkunden wollen. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung. Neugier genügt.
Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz und 9 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (= 6 ECTS-Punkte)
Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung
12521 GM Judentum (PS) und 12522 GM Judentum (Ü): Judentum im Nahen Osten Grundlagen (Proseminar und Übung) - Gemeinde-Recht-Handel: eine komparatistische Perspektive auf die jüdische Geschichte Europas und des Nahen Ostens - Prof. Dr. Eva Haverkamp-Rott / Prof. Dr. Ronny Vollandt
Mi. 14:15 bis 16:00 (Proseminar) / Mi. 16.15 bis 18:00 (Übung)
Dieses Seminar wird von Prof. Eva Haverkamp-Rott und Prof. Ronny Vollandt gemeinsam unterrichtet und möchte Studierende der europäischen Geschichte mit jenen des Nahen und Mittleren Ostens ins Gespräch bringen. Ziel ist die Erarbeitung einiger zentraler Themen in der Jüdischen Geschichte mit großer Relevanz für die allgemeine Geschichte, die vergleichend für Europa und den Nahen Osten diskutiert werden. Im Fokus stehen ausgewählte Quellen vom 8.-11. Jahrhundert, die zu folgenden Themen aussagekräftig sind: Ansiedlung, Leben in und außerhalb der Gemeinde, Gemeindestrukturen, rechtliche Grundlagen und Entwicklungen für Jüdinnen und Juden untereinander als auch im Verhältnis zu verschiedenen Herrschaften und Rechtsräumen sowie über verschiedene Formen der Partizipation in der Wirtschaft. Das Seminar ist für Studierende des Fachs Geschichte dreistündig und für jene im Studiengang Naher und Mittlerer Osten vierstündig.
In der Übung werden die Themen und Fragestellungen des gleichnamigen Proseminars vertieft und das wissenschaftliche Arbeiten eingeübt.
Arbeitsaufwand für Proseminar und Übung zusammen: 3 Stunden/Woche Präsenz, 9 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung
12523 GM Iranistik (PS) und 12524 GM Iranistik (Ü): Zwischen Monarchie und Republik. Iran im langen 20. Jahrhundert - Dr. Christl Catanzaro
Mo. 16:15 bis 18:00 (Proseminar) / Do. 14:15 bis 16:00 (Übung)
Im Mittelpunkt des Proseminars steht die Lektüre und Diskussion wissenschaftlicher und literarischer Texte zu ausgewählten Stationen in der Geschichte des langen 20. Jahrhunderts (von der Tabakrevolte 1891 bis zur aktuellen Protestbewegung "Frau, Leben, Freiheit"). Welche politischen, religiösen und zivilgesellschaftlichen Gruppen waren Akteure der Ereignisse und Entwicklungen? Welche Gruppen waren von politischer Teilhabe ausgeschlossen? Wie entwickelten sich Kunst und Kultur? Das sind nur einige (potentielle) Fragen, denen wir uns zu nähern versuchen (können). Bringen Sie gerne eigene Fragestellungen und Themen mit - es wird in der zweiten Hälfte des Seminars (nach den Weihnachtsferien) auch Raum dafür geben.
In der Begleitveranstaltung zum Seminar ‚Persische Welt Grundlagen‘ üben wir Schreibtechniken ein und beschäftigen uns intensiv mit Formen des wissenschaftlichen Schreibens: von A wie Abstract bis Z wie Zusammenfassen. Nicht nur theoretisch, sondern eben auch – schreibend! Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen des Seminars.
Literatur: Bitte bringen Sie zur ersten Sitzung ein Notizbuch (gerne DIN A4 oder DIN A5) mit, das Sie in der Übung über das Semester hinweg begleiten wird.
Arbeitsaufwand für Proseminar und Übung zusammen: 3 Stunden/Woche Präsenz, 9 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Modulprüfung: Hausarbeit oder Essay
12581 GM Turkologie (Proseminar) und GM Turkologie 12525 (Übung): Das Osmanische Reich im Wandel: Moderne neu denken (Empire in Transition: Rethinking Ottoman Modernity) - Sarp Kalay, M.A. / Zeynep Öztürk, M.A.
Di. 14:15 bis 16:00 (Proseminar) / Di. 16:15 bis 18:00 (Übung)
Dieser Kurs untersucht den Wandel des späten Osmanischen Reiches durch eine kritische Bewertung der klassischen Geschichtsschreibung und geht dabei über traditionelle Niedergangsnarrative hinaus, um die Moderne als einen dynamischen, umkämpften und facettenreichen Prozess zu analysieren. Durch die Auseinandersetzung mit zentralen analytischen Rahmenkonzepten – die von der staatlich gelenkten administrativen und militärischen Zentralisierung bis hin zur Schaffung neuer öffentlicher Sphären, Verfassungsdebatten und fiskalischer Umstrukturierungen reichen– führt der Lehrplan die Studierenden durch die strukturellen Veränderungen, die die imperiale Regierungsführung neu definierten. Der Kurs beleuchtet lokale Anpassungen ebenso wie Einflüsse von außen, Strategien der Selbstpositionierung und die komplexen Verhandlungen zwischen der Zentralgewalt, Akteuren in den Provinzen und verschiedenen sozialen Schichten im gesamten Reich, anstatt die Modernisierung als passiven Prozess der Verwestlichung darzustellen.
Der Kurs behandelt zentrale gesellschaftspolitische Dynamiken wie Massenvertreibungen, städtische Raumplanung, Geschlechterdynamiken, visuelle Kultur und Bevölkerungspolitik in Kriegszeiten; dabei zeigt der Kurs auf, wie die gesellschaftspolitischen Instrumente und ideologischen Projekte des Staates das Alltagsleben und die Subjektivität neu prägten. Anhand einer umfangreichen Auswahl an Primärquellen, visuellem Archivmaterial und zeitgenössischer historiografischer Literatur analysieren die Studierenden die Kontinuitäten und Brüche, die die spätimperiale Ordnung mit dem modernen Nahen Osten und der Türkischen Republik verbanden. Abschließend befasst sich der Kurs mit dem Fortleben der osmanischen Vergangenheit in der Erinnerungspolitik, im Kulturerbe und in der digitalen Kultur und bietet einen ganzheitlichen Ansatz dafür, wie die imperiale Moderne bis heute in Erinnerung bleibt, hinterfragt und neu interpretiert wird.
Nach Abschluss des Seminars können Sie:
- Debatten rund um die „moderne“ Periodisierung der osmanischen Geschichte kritisch bewerten
- zentrale analytische Konzepte wie Modernisierung, Säkularisierung, Zentralisierung der Öffentlichkeit, Massenvertreibung und Subjektivität/Staatsbürgerschaft anwenden
- die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wandlungsprozesse im Osmanischen Reich im Kontext der Globalisierung und Modernisierung des 19. Jahrhunderts einordnen
- historiografische Narrative, einschließlich der „Modernisierungsthese“, kritisch bewerten
- komplexe wissenschaftliche Texte selbstständig analysieren und zur wissenschaftlichen Diskussion beitragen
- eigenständige Forschungsfragen entwickeln und formulieren sowie diese in einer fundierten Forschungsarbeit präsentieren
Literatur:
Auswahl zentraler Literatur:
-
Berkes, Niyazi. The Development of Secularism in Turkey. Originally published Montreal: mcgill University Press, 1964. Reprint, London: Routledge, 1999.
-
Zürcher, Erik J. Turkey: A Modern History. London: I.B.Tauris, 2004.
-
Kreiser, Klaus und Christoph K. Neumann. Geschichte des Osmanischen Reiches und der modernen Türkei, 2. Auflage, Stuttgart: Reclam, 2008.
- Inalcik, Halil. Devlet-i ‘Aliyye: Osmanli imparatorlugu Üzerine Arastirmalar IV – Âyânlar, Tanzimat, Mesrutiyet. Istanbul: Türkiye is Bankasi Kültür Yayinlari, 2016.
- Shaw, Stanford J., and Ezel Kural Shaw. History of the Ottoman Empire and Modern Turkey. Vol. 2, Reform, Revolution, and Republic: The Rise of Modern Turkey, 1808–1975. Cambridge: Cambridge University Press, 2002.
- Lewis, Bernard. The Emergence of Modern Turkey. 3rd ed. Studies in Middle Eastern History. New York: Oxford University Press, 1968.
- Faroqhi, Suraiya. The Ottoman Empire and the World Around It. The Library of Ottoman Studies 7. London: I.B. Tauris, 2004.
- Aksin, Sina. Turkey: From Empire to Revolutionary Republic: The Emergence of the Turkish Nation from 1789 to the Present. London: Hurst, 2007.
- Hammer-Purgstall, Joseph von. Geschichte des Osmanischen Reiches. Pesth: C. A. Hartleben, 1827–1835.
- Davison, Roderic H. Essays in Ottoman and Turkish History, 1774–1923: The Impact of the West. Austin: University of Texas Press, 1990.
- Inalcik, Halil and Donald Quataert eds. An Economic and Social History of the Ottoman Empire, 1300–1914. Cambridge: Cambridge University Press, 1994.
- Hanioglu, M. Sükrü. A Brief History of the Late Ottoman Empire. Princeton: Princeton University Press, 2008.
- Quataert, Donald. The Ottoman Empire, 1700–1922. 2nd ed. Cambridge: Cambridge University Press, 2005.
Eine ausführliche Literaturliste wird zu Semesterbeginn bereitgestellt.
Arbeitsaufwand: 2 Stunden/Woche Präsenz, 5-6 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte-mit Proseminar)
Modulprüfung: Hausarbeit (ca. 15-20 Seiten)
1.2.2.2. Anwendungsmodule (Stufe V)
12713 Sprachpraxis Arabisch 1: Der Alltag in Israel, in der Westbank und im Gazastreifen: die Perspektive des Palästinensischen Fernsehens - Prof. Dr. Andreas Kaplony
Fr. 8:15 bis 10:00 - online. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
Im Rahmen einer Reorganisation der Dialektausbildung bieten wir dieses Jahr als Sprachpraxis (im 5.-6. Semester) ausnahmsweise Palästinensisch 3-4 an. Dies schließt direkt an Palästinensisch 1-2 (im 3.-4. Semester) an, wo wir das Lehrbuch von Moïn Halloun, Lehrbuch des Palästinensisch-Arabischen 1, Bethlehem 2016 verwendet hatten.
In diesem Kurs betrachten wir die tagesaktuelle Berichterstattung des Palästinensischen Fernsehens (Hayʾat al-Iḏāʿa wa-t-Talafiziyūn al-Filasṭīnīya, The Palestinian Broadcasting Corporation) über den Alltag in Israel, in der Westbank und im Gazastreifen. Im Vordergrund steht die Sprachbeherrschung, konkret: das Hören und das Sprechen, dazu wollen wir die Berichte kontextualisieren und die dahinterstehenden Narrative in der Tiefe verstehen. Die Berichterstattung ist über https://www.pbc.ps/ und https://www.youtube.com/channel/UC1xAKR0vwwrHeorDesok6vw leicht zugänglich.
Zur Vorbereitung erhalten Sie im Voraus ein Video. Dieses (1) hören Sie mehrfach an, (2) transkribieren es mithilfe von WhisperAI, (3) schauen die Ihnen unbekannten Wörter in Living Arabic und im Wörterbuch von Seeger nach, (4) lesen die Wörter in eine Anki-Datei ein und lernen sie, (5) übersetzen das Video, (6) sprechen es mehrfach nach und (7) beantworten zur Vorbereitung der Diskussion eine Anzahl von Fragen. In der Stunde wollen wir das Video dann in der Tiefe diskutieren.
Unser Augenmerk liegt auf dem Hören und Verstehen, auf dem Aufbau Ihres Wortschatzes und auf dem Sprechen.
Literatur:
- Seeger, Ulrich, Wörterbuch Palästinensisch – Deutsch, 2 Teile Wiesbaden 2023
- The Living Arabic Project: the Beauty of al-Fusha and Dialects (livingarabic.com) [Wörterbuch]
- Whisper Transcription Online (whispertranscribe.ai/)
- Halloun, Moïn und Seeger, Ulrich, Lehrbuch des Palästinensisch-Arabischen, 2 Bände [mit Kass.] Heidelberg 2001-2006 [Grammatik]
- Vieweger, Dieter, Streit um das heilige Land. Was jeder vom israelisch-palästinensischen Konflikt wissen sollte, 9. Auflage Göttingen 2025
- Muriel Asseburg und Busse, Jan, Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven, 14. Auflage München 2026 (Beck Wissen 2858)
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Modulprüfung: Klausur
12526 Studienkurs Arabisch 1: Gewalt im SWANA (Southwest Asia and North Africa)-Raum - Dr. Sarah El Bulbeisi
Mo. 10:15 bis 12:00. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
Gewalt im SWANA-Raum wird öffentlich meist als Dauerzustand wahrgenommen – ohne Blick darauf, wie die Betroffenen selbst über sie sprechen. Dieser Studienkurs führt anhand arabischsprachiger Quellen und Sekundärliteratur in Erfahrungen und Deutungen von Gewalt ein: staatliche Repression, strukturelle und geschlechtsspezifische Gewalt, koloniale und militärische Gewalt sowie ihre Nachwirkungen – Trauma, Erinnerung, Schweigen. Wir lesen Vertiefungstexte zum Texte und lesen und hören arabischsprachige Texte, Zeugnisse, (soziale) Medien und filmisches Material und diskutieren sie gemeinsam.
Nach Abschluss des Kurses haben Sie Ihren arabischen Wortschatz im Bedeutungsfeld Gewalt und Konflikt erweitert; können Sie arabische Texte und Hörmaterial zum Thema besser verstehen.
Literaturangaben:
- Mikdashi, M. (2022) Sextarianism. Sovereignty, Secularism, and the State in Lebanon. Stanford University Press.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
12528 Sprachpraxis Hebräisch 1: Mizrahische Medien: Geschichte, Identität und Diskurs - Dr. Yossi Brill
Di. 10:15 bis 12:00. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
Der Kurs bietet einen Überblick über die Entwicklung mizrahischer Medien in Israel. Im Verlauf des Kurses werden Texte aus unterschiedlichen journalistischen Gattungen gelesen und diskutiert. Besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie die Sprache mizrahischer Medien gesellschaftliche und kulturelle Prozesse widerspiegelt und zugleich aktiv mitgestaltet. Dabei werden Dynamiken von Identität, politischer Zugehörigkeit und sozialem Wandel beleuchtet, um ein vertieftes Verständnis für die Rolle mizrahischer Medien in der gegenwärtigen israelischen Öffentlichkeit zu entwickeln.
Die Studentin / der Student erwirbt analytische Werkzeuge zur Untersuchung von journalistischen Texten unterschiedlicher Gattungen kritisch zu lesen und diskursanalytische zu Texten sowohl in Printmedien als auch in elektronischen Medien. Darüber hinaus entwickeln Sie ein vertieftes Verständnis dafür, wie Sprache mediale Identitätskonstruktionen, politische Zugehörigkeiten und Prozesse sozialen Wandels widerspiegelt und aktiv mitgestaltet.
Literatur:
- Arie Kizel, The New Mizrahi Narrative in Israel. Tel Aviv: Resling, 2014.
- Hannan Hever, Yehouda Shenhav, Pnina Motzafi-Haller (Hgg.). Mizrahim in Israel: A Critical Observation into Israel’s Ethnicity. Jerusalem: The Van Leer Jerusalem Institute, 2002.
- Yigal Nizri. Eastern Appearance / Mother Tongue: The Present that Moves in the Thickets of Its Arab Past. Tel Aviv: Babel Publishing, 2004.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Online, 2 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (2 ECTS-Punkte)
Prüfungsform: Hausarbeit
12527 Studienkurs Hebräisch 1/ Studienkurs Persisch 1, Gruppe 3: Judäo-Arabisch: Einführung und Lektürekurs - Dr. Lea Gzella
Do. 10:15 bis 12:00 - Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
Das Arabische ist die zentrale Verkehrs-, Umgangs- und Wissenschaftssprache der Juden in der islamischen Welt und wird gemeinhin als Judäo-Arabisch bezeichnet. Als das sichtbarste Kennzeichen gilt die Schreibung mit hebräischen Buchstaben.
Im Mittelpunkt des Kurses steht die gemeinsame Lektüre ausgewählter Texte verschiedener Genres. Die Textauswahl soll eine möglichst breite Palette der intellektuellen, wirtschaftlichen und literarischen Tätigkeiten jüdischer Akteure abbilden, richtet sich aber natürlich auch nach den Interessen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Ein besonderes Augenmerk gilt Textgattungen, die sich im Austausch mit der arabischsprachigen Umwelt entwickelten. In diesem Zusammenhang stellt sich außerdem die Frage, inwiefern die Bezeichnung „Judäo-Arabisch“ historisch und linguistisch gerechtfertigt ist: ob und in welchem Ausmaß unterschied sich das Arabische, das Juden schrieben und sprachen, von dem der Muslime (und Christen)? Und wie lässt es sich am sinnvollsten definieren?
Die Beschäftigung mit dem Judäo-Arabischen eröffnet deshalb nicht nur Einblicke in das intellektuelle, kulturelle und wirtschaftliche Leben jüdischer Gemeinschaften in der islamischen Welt, sondern ermöglicht auch einen breiteren Blick auf das Zusammenleben von Muslimen, Juden und Christen und auf die Geschichte und Entwicklung der arabischen Sprache insgesamt.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen das Judäo-Arabische in seinen verschiedenen Facetten kennen. Ziel des Kurses ist, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich selbstständig (bereits edierte) judäo-arabische Texte erarbeiten können.
Arabischkenntnisse werden vorausgesetzt; Hebräischkenntnisse werden ausdrücklich nicht vorausgesetzt (sind aber natürlich immer willkommen).
Literatur:
- Blau, Joshua. The Emergence and Linguistic Background of Judeo-Arabic. A Study of the Origins of Middle Arabic. Jerusalem: Ben-Zvi Institut, 1999.
- A Dictionary of Mediaeval Judaeo-Arabic Texts. Jerusalem: The Academy of Hebrew Language; The Israel Academy of Sciences and Humanities, 2006.
- Khan, Geoffrey. “Middle Arabic.” Seiten 817–835 in The Semitic Languages. An International Handbook. Herausgegeben von Stefan Weninger. Berlin: De Gruyter Mouton, 2012.
- “Judeo-Arabic.” Seiten 22–63 in Handbook of Jewish Languages. Herausgegeben von Lily Kahn und Aaron D. Rubin. Leiden: Brill, 2017.
- „Judaeo-Arabic.“ Seiten 148–169 in Arabic Historical Dialectology. Linguistic and Sociolinguistic Approaches. Herausgegeben von Clive Holes. Oxford University Press, 2018.
- Maman, Aharon. „What is a Jewish Language?“ Seiten 11–57 in Jewish Languages. Text Specimens, Grammatical, Lexical, and Cultural Sketches. Herausgegeben von Lutz Edzard and Ofra Tirosh-Becker. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 2021.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfungsform: mündliche Prüfung
12532 Sprachpraxis Persisch 1: Aktuelle persische Zeitungslektüre - Dr. Christl Catanzaro
Do. 16:15 bis 18:00
Wir lesen und übersetzen tagesaktuelle Artikel aus diversen iranischen Zeitungen und werden dabei verschiedene Ressorts wie Politik, Kunst und Kultur, Wirtschaft, Lokales etc. kennenlernen. Die Themen richten sich vor allem nach den Interessen der Teilnehmer, wobei wir diese nach Möglichkeit über mehrere Wochen verfolgen und die Berichterstattung in den iranischen Zeitungen mit der in deutschsprachigen, englischsprachigen u.a. (je nach Kenntnis der Teilnehmer) Zeitungen vergleichen.
Im B.A. bilden Studienkurs und Sprachpraxis ein Modul. Sie müssen beide Kurse belegen und in einem der beiden eine Hausarbeit schreiben. Auch im M.A. ist dieser Kurs Teil eines Moduls, allerdings müssen Sie im Gegensatz zu den B.A.-Studierenden denselben Kurs über zwei Semester belegen. Modulprüfungsleistung ist auch hier eine Hausarbeit.
Voraussetzung: Persischkenntnisse auf Niveau Persisch IV
Literatur: Unterrichtsmaterial wird wird im Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte).
Prüfung: Hausarbeit
12530 Studienkurs Persisch 1, Gruppe 2: Persische Paläographie – Dr. Christl Catanzaro / Dr. Mehr Newid
Di. 10:15 bis 12:00. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
Keine Paläographie im engeren Sinne, eher eine Einführung in das Lesen persischer Handschriften: von Steindruck über Glückwunschkarten und Manuskripte bis hin zu handschriftlichen Dokumenten aus unterschiedlichen Jahrhunderten und in verschiedenen Handschriften, die in den verschiedenen Regionen der persophonen Welt geschrieben wurden und werden. M.A.-Studierende und Doktorand:innen können in den Unterricht gerne auch handschriftliche Texte mitbringen, mit denen sie sich im Rahmen Ihrer Forschungsarbeiten gerade beschäftigen
Voraussetzung: Persischkenntnisse (mindestens Persisch 2, besser Persisch 4)
Literatur: Wird im Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt
Arbeitsaufwand: 2 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Hausarbeit im Umfang von 20.000 Zeichen
12531 Studienkurs Persisch 1, Gruppe 1: Quellen der iranischen Geschichte: Azeri Turkish Voices: Stories, Memories, and Politics in 20th-Century Iran - Gastprof. Dr. Leila Rahimi-Bahmany
Mi. 12:15 bis 14:00. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
This course explores the emergence of modern Azeri Turkish prose narratives in Iran, focusing on their development after the Second World War amidst ideological movements such as Aryanism, centralism, nationalism, and archaism—all of which sought to suppress minority languages, especially Azeri Turkish. We will examine the politics of Persianization and cultural homogenization, and engage with the concept of “kleine Literatur” (in Franz Kafka’s sense), or “minority literature.” Through excerpts from short stories, novels, and memoirs in Azeri Turkish, we will situate these works in their historical and political contexts, analysing forced monolingualism, institutionalised assimilation, and centre–periphery relations.
Literatur: Primary Text:
- Leila Rahimi Bahmany, Azeri Turkish Narratives in Twentieth-Century Iran: Resisting Monolingualism (Edinburgh University Press, 2025).
- Excerpts in Azeri Turkish (in the Arabic alphabet) will be provided for those familiar with Turkish.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung Pro Woche (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Hausarbeit
12536 Sprachpraxis Türkisch, Gruppe 1: Osmanisch 1: Einführung in die osmanische Schriftsprache und historische Textlektüre - Dr. Ergün Özsoy
Do. 10:15 bis 12:00. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
In dieser Übung werden die Grundlagen der osmanischen Schriftsprache systematisch vermittelt und anhand ausgewählter Texte praktisch eingeübt. Im Mittelpunkt stehen zunächst die osmanische Schrift, grundlegende Lese- und Transkriptionsregeln sowie zentrale sprachliche Strukturen des Osmanischen Türkisch. Anhand einfacher osmanisch-türkischer Texte aus unterschiedlichen historischen und thematischen Kontexten werden Wortschatz, Morphologie und grundlegende syntaktische Strukturen erarbeitet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den arabischen und persischen Elementen des Osmanischen Türkisch sowie grundlegenden Wortbildungsmechanismen.
Die Übung verbindet Sprachpraxis mit textnaher Arbeit. Durch regelmäßige Lektüre-, Transkriptions- und Übersetzungsübungen entwickeln die Studierenden schrittweise ihre Lesekompetenz und gewinnen zugleich ein besseres Verständnis für die historische Entwicklung des Türkischen sowie für die Beziehung zwischen Osmanischem und modernem Türkisch.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch; osmanische Texte werden transkribiert und ins moderne Türkisch bzw. Teilweise ins Deutsche übertragen.
Nach erfolgreicher Teilnahme an der Übung können die Studierenden:
- die osmanische Schrift lesen und grundlegende Transkriptionsregeln anwenden,
- einfache osmanisch-türkische Texte lesen und transkribieren,
- grundlegende morphologische und syntaktische Strukturen erkennen und analysieren,
- zentrale arabische und persische Elemente des osmanischen Wortschatzes und der Wortbildung erkennen,
- ausgewählte historische Textausschnitte ins moderne Türkisch bzw. Deutsche übertragen,
- das Osmanische Türkisch in Grundzügen in die historische Entwicklung der türkischen Sprache einordnen.
Literatur:
- Kurt, Yilmaz: Osmanlica Dersleri I–II.
- Ergin, Muharrem: Osmanlica Dersleri.
- Ak, Mahmut / Basar, Fahamettin: Osmanli Türkçesi.
- Timurtas, Faruk Kadri: Osmanli Türkçesine Giris.
- Timurtas, Faruk Kadri: Osmanli Türkçesi Metinleri.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur (90 Minuten)
12534 Sprachpraxis Türkisch, Gruppe 2: Türkische historisch-literarische Texte im Kontext - Dr. Ergün Özsoy
Di. 16:15 bis 18:00. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
In dieser Übung steht die Lektüre, sprachliche Analyse und kontextuelle Deutung historischer türkischsprachiger Texte im Mittelpunkt. Es werden ausgewählte Quellen aus verschiedenen Epochen – z. B. Osmanische Prosa, politische Reden, Reiseberichte, juristische oder literarische Texte – im Original gelesen und gemeinsam erschlossen. Dabei sollen sowohl sprachliche Strukturen und stilistische Besonderheiten als auch die kulturhistorischen Kontexte der Texte untersucht werden.
Die Studierenden entwickeln so ein vertieftes Verständnis für den historischen Wandel türkischer Textformen sowie für ihre Funktion innerhalb gesellschaftlicher Diskurse. Durch textbasierte Diskussionen, schriftliche Kommentare und analytische Aufgaben wird zugleich die Ausdrucksfähigkeit im Türkischen gestärkt.
Literatur:
- Tanpinar, A. H.: 19. Asir Türk Edebiyati Tarihi
- Atay, Falih Rifki: Zeytindagi
- Karaosmanoglu, Y. K.: Yaban
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Übungsmappe (bestehend aus drei Prüfungsaufgaben)
12537 Sprachpraxis Türkisch, Gruppe 3: Übersetzungsübung Kasachisch-Deutsch - Dr. Phil. Gulsum Massakowa
Do. 16:15 bis 18:00. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
12533 Studienkurs Türkisch 1, Gruppe 1: Osmanisch 1: Grammatik - Dr. Nevra Lischewski
Mi. 10:15 bis 12:00. Im Hauptfach BA müssen Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegt werden.
Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer zu befähigen, ältere türkische Texte in arabischer Schrift zu entziffern, zu analysieren und forschungsnah zu diskutieren.
Im ersten Schritt vermittelt dieser Kurs einen Überblick über die Schriftkultur im Osmanischen Reich ab der Mitte des 19. Jahrhundert. Im zweiten Schritt liegt der Schwerpunkt auf dem Lesen von osmanischen Texten wie älteren Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Dokumenten oder Briefen. Weiterhin werden im Kurs die Besonderheiten der Grammatik, der Wortstellung und des Wortschatzes sowie arabische und persische grammatikalische und lexikalische Elemente, die die osmanischen Texte prägen, behandelt. Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Kurses ist es, die Studenten mit der Verwendung von Hilfsmitteln vertraut zu machen, damit sie selbstständig mit diesen Texten umgehen können.
Vorkenntnisse im Türkeitürkischen und in der arabischen Schrift sind für die Teilnahme an diesem Kurs von Vorteil.
Literatur: Die Dozentin stellt die Unterrichtsinhalte und abwechslungsreiche Lehrmaterialien zur Verfügung.
Folgende Quellen, die in der Institutsbibliothek vorhandeln sind, werden als Hilfsmittel empfohlen:
- Redhouse Türkçe / Osmanlıca /İngilizce Sözlük
- Türkçe-Almanca / Almanca Türkçe Sözlük von Karl Steuerwald
- Develioğlu, Ferit. Osmanlıca Türkçe Ansiklopedik Lûgat
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Schriftliche Klausur (90 min)
1.2.2.3. Eigenständige Lektüre
Das Modul Eigenständige Lektüre beinhaltet keine Lehrveranstaltungen. Wenn Sie es belegen wollen, kontaktieren Sie bitte spätestens zu Beginn der Vorlesungszeit den Ihrer Hauptsprache zugeordneten Betreuer.
1.2.3. BA-PRAKTIKUM UND AUSLANDSSPRACHKURS
Ausführliche Informationen hier.nach oben
2. MA-MODULE
2.1. MA-SPRACHKURSE
2.1.1. Grundkurse (Stufe I)
Nähere Angaben unter BA
13059 Sprachunterricht: Arabisch 1, Gruppe 1 - Prof. Dr. Andreas Kaplony / Dr. Julia Singer / Sabrina Deininger
Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / Do. 10:15 bis 12:00
13060 Sprachunterricht: Arabisch 1, Gruppe 2 - Prof. Dr. Andreas Kaplony / Dr. Julia Singer / Sabrina Deininger
Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 (sic!) / Do. 12:15 bis 14:00
12546 Sprachunterricht: Hebräisch 1 - Dr. Yossi Brill
Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00
13092 Sprachunterricht: Persisch 1 - Dr. Christl Catanzaro / Martin Naimi, M.A.
Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / Do. 10:15 bis 12:00
13095 Sprachunterricht: Türkisch 1 - Dr. Nevra Lischewski
Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00
12599 Sprachunterricht: Kasachisch 1 - Dr. Gulsum Massakowa
Mi. 16:15 bis 18:00
Kasachisch I bietet einen Einstieg in die kasachische Sprache und vermittelt die Grundstrukturen der Sprache. Der Kurs fängt mit dem Erlernen des Alphabets, der Vokal- und Konsonantenharmonie sowie der kyrillischen Schrift an. Das Hauptziel des Kurses ist die Vermittlung von Grundstrukturen der Grammatik und interkulturellen Kompetenzen. Die Themen beziehen sich auf Alltagssituationen, die durch landeskundliche Informationen abgerundet werden. Der Kurs ist für die Studierenden, die über keine oder geringe Kasachischkenntnisse verfügen, geeignet.
Literatur:
- Z.Kuzekova & B. Akbuzauova: Kasachisch A1. Astana, 2018
- G. Dosmagambetova & A. Balabekov: Kasachisch I. Astana, 2016
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
2.1.2. Aufbaukurse (Stufe III und IV)
Nähere Angaben unter BA
13096 Aufbaukurs Arabisch 1 (= Arabisch 3) - Dr. Sarah El Bulbeisi / Dr. Julia Singer
Di. 10:15 bis 12:00 / Fr. 10:15 bis 12:00
12549 Aufbaukurs Hebräisch 1 (= Hebräisch 3) - Dr. Yossi Brill
Di. 12:15 bis 14:00 / Fr. 12:15 bis 14:00
13097 Aufbaukurs Persisch 1 (= Persisch 3) - Dr. Mehr Newid / Dr. Christl Catanzaro
Di. 12:15 bis 14:00 / Di. 14:15 bis 16:00
12551 Aufbaukurs Türkisch 1 (= Türkisch 3) - Dr. Nevra Lischewski
Mo. 14:15 bis 16:00 / Mi. 14:15 bis 16:00
2.1.3. Studienkurse und Sprachpraxis für Fortgeschrittene (Stufe V und VI)
Nähere Angaben unter BA
12713 Sprachpraxis Arabisch 1: Der Alltag in Israel, in der Westbank und im Gazastreifen: die Perspektive des Palästinensischen Fernsehens - Prof. Dr. Andreas Kaplony
Fr. 8:15 bis 10:00 - online.
12526 Studienkurs Arabisch 1: Gewalt im SWANA (Southwest Asia and North Africa)-Raum - Dr. Sarah El Bulbeisi
Mo. 10:15 bis 12:00.
12528 Sprachpraxis Hebräisch 1: Mizrahische Medien: Geschichte, Identität und Diskurs - Dr. Yossi Brill
Di. 10:15 bis 12:00.
12527 Studienkurs Hebräisch 1/ Studienkurs Persisch 1, Gruppe 3: Judäo-Arabisch: Einführung und Lektürekurs - Dr. Lea Gzella
Do. 10:15 bis 12:00 - Online.
12532 Sprachpraxis Persisch 1: Aktuelle persische Zeitungslektüre - Dr. Christl Catanzaro
Do. 16:15 bis 18:00
12530 Studienkurs Persisch 1, Gruppe 2: Persische Paläographie – Dr. Christl Catanzaro / Dr. Mehr Newid
Di. 10:15 bis 12:00.
12531 Studienkurs Persisch 1, Gruppe 1: Quellen der iranischen Geschichte: Azeri Turkish Voices: Stories, Memories, and Politics in 20th-Century Iran - Gastprof. Dr. Leila Rahimi-Bahmany
Mi. 12:15 bis 14:00.
12536 Sprachpraxis Türkisch, Gruppe 1: Osmanisch 1: Einführung in die osmanische Schriftsprache und historische Textlektüre - Dr. Ergün Özsoy
Do. 10:15 bis 12:00.
12534 Sprachpraxis Türkisch, Gruppe 2: Türkische historisch-literarische Texte im Kontext - Dr. Ergün Özsoy
Di. 16:15 bis 18:00.
12537 Sprachpraxis Türkisch, Gruppe 3: Übersetzungsübung Kasachisch-Deutsch - Dr. Phil. Gulsum Massakowa
Do. 16:15 bis 18:00.
12533 Studienkurs Türkisch 1, Gruppe 1: Osmanisch 1: Grammatik - Dr. Nevra Lischewski
Mi. 10:15 bis 12:00.
2.2. MA-SEMINARE UND SEMINARÜBUNGEN
12699/12700 Großes Forschungsseminar A / Studienseminar A (Arabistik, Islamwissenschaft): Revolution und Gegenrevolution: Ägypten seit dem Arabischen Frühling - Dr. Sarah El Bulbeisi / Dr.des. Simon Weiser
12701/12702 Begleitübung zum Großen Forschungsseminar A / Begleitübung zum Studienseminar A (Arabistik, Islamwissenschaft): Revolution und Gegenrevolution: Ägypten seit dem Arabischen Frühling - Dr. Sarah El Bulbeisi / Dr.des. Simon Weiser
Mo. 14:15 bis 16:00 Uhr (Seminar) / Mo. 16:15 bis 18:00 Uhr (Übung)
Wie kommt es zu Revolutionen? Wann sind erfolgreich und wann werden sie im Rahmen einer Gegenrevolution niedergeschlagen? Diese zwei zentrale Leitfragen wollen wir in diesem Seminar am Fallbeispiel der Revolution von 2011 in Ägypten beantworten. Anhand der Lektüre von Forschungsliteratur sowie verschiedenen arabischsprachiger Quellengattungen werden wir Einblicke in die zeitgenössische Geschichte Ägyptens gewinnen und die (gegen)revolutionären Ereignisse rekonstruieren. Behandelt werden dabei u. a. literarische Texte, Zeitzeugenberichte und filmisches Material. Neben der Frage, wie (Gegen)Revolutionen entstehen, diskutieren wir auch, wie die Ereignisse in Ägypten in einen größeren globalen Kontext eingebunden sind und wie über revolutionäre Geschehnisse überhaupt berichtet und geforscht werden kann.
Nach diesem Seminar und Übung können Sie arabische Quellen kritisch analysieren, Sekundärliteratur diskutieren und bewerten und eigene Forschungsfragen formulieren.
Literatur:
- Clarke, K. (2025) Return of Tyranny. Why Counterrevolutions Emerge and Succeed. Cambridge University Press.
- Elhamalawy, H. (2026) Counterrevolution in Egypt. Sisi's New Republic. Verso.
- Herrera, L. (2014) Revolution in the Age of Social Media. The Egyptian Popular Insurrection and the Internet. Verso.
- Kandil, H. (2012) Soldiers, Spies, and Statesmen. Verso.
- Korany & El-Mahdi (2013) Arab Spring in Egypt. AUC University Press.
Arbeitsaufwand für Seminar und Seminarübung zusammen: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)
Prüfung für Seminar und Seminarübung zusammen: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung Klausur
12703/12704 Großes Forschungsseminar A / Studienseminar A (Judaistik, Arabistik, Islamwissenschaft): Prophetie und Propheten im Judentum, Christentum und Islam - Dr. Joseph Faragalla, Dr. Gregor Schwarb
12705/12706 Begleitübung zum Großen Forschungsseminar A / Begleitübung zum Studienseminar A (Judaistik, Arabistik, Islamwissenschaft): Prophetie und Propheten im Judentum, Christentum und Islam - Dr. Joseph Faragalla, Dr. Gregor Schwarb
Di. 14:15 bis 16:00 (Seminar) / Di. 16:15 bis 18:00 (Übung)
Was macht einen Propheten zum Propheten? Wie wird aus einer Vision oder Botschaft ein Text – und wie werden solche Texte zu heiligen Schriften? Das Seminar untersucht Prophetie als ein Thema, das Judentum, Christentum und Islam verbindet und zugleich die Unterschiede zwischen ihren Traditionen sichtbar macht. Ausgehend von grundlegenden Fragen nach Formen und Medien prophetischer Botschaften – Stimme, Vision, Traum oder Bote – geht es um Offenbarung, Inspiration und Tanzil sowie um die Entstehung und Autorität heiliger Schriften. Im Zentrum stehen Figuren wie Adam, Abraham, Mose, Jesus und Muhammad. An ihnen wird untersucht, wie unterschiedliche Texte dieselben Gestalten erzählen, neu deuten und in eigene historische und kulturelle Zusammenhänge einbetten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Apokalyptik und Endzeitvorstellungen: Visionen, Zeichen, Enthüllungen und Gericht sowie die Figuren von Messias, Mahdi und Antichrist. Dabei wird auch das Verhältnis von Prophetie und Apokalyptik thematisiert. Zum Abschluss geht es um Polemik, Kritik und philosophische Auseinandersetzungen: Wer kann glaubwürdig als Prophet auftreten? Wie wird zwischen wahrer und falscher Prophetie unterschieden? Und wie lässt sich prophetische Autorität philosophisch hinterfragen?
Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, prophetische Figuren und Schriften im Judentum, Christentum und Islam im Umgang mit Primärtexten miteinander zu vergleichen. Sie verstehen, wie Visionen zu heiligen Schriften werden, wie dieselben Gestalten in verschiedenen Kulturen neu gedeutet werden und wie Ansprüche auf prophetische Autorität kritisch zu hinterfragen sind.
Die Begleitübung vertieft die Themen des Seminars durch die intensive Lektüre und Analyse ausgewählter Primärtexte aus jüdischen, christlichen und islamischen Traditionen. Die Textauswahl orientiert sich an den jeweiligen Themen und Fragestellungen des Seminars und ermöglicht eine unmittelbare Auseinandersetzung mit den Quellen.
Die Texte liegen vorwiegend in hebräischer oder arabischer Sprache vor; sofern vorhanden, werden Übersetzungen ergänzend herangezogen. Die gemeinsame Lektüre schult den philologischen und komparativen Umgang mit Primärquellen und berücksichtigt dabei sprachliche, literarische und historische Kontexte. Zugleich bietet die Übung Raum für die Klärung offener Fragen und die vertiefte Diskussion ausgewählter Textstellen.
Literatur:
- Moritz Steinschneider, Polemische und apologetische Literatur in arabischer Sprache zwischen Muslimen, Christen und Juden, nebst Anhängen verwandten Inhalts, Leipzig 1877 (Nachdruck Hildesheim 1966).
- Simone Rosenkranz, Die jüdisch-christliche Auseinandersetzung unter islamischer Herrschaft: 7.-10. Jahrhundert (Judaica et Christiana, Band 21), Bern, Berlin, Bruxelles u. a. 2004.
Arbeitsaufwand für Seminar und Seminarübung zusammen: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)
Prüfung für Seminar und Seminarübung zusammen: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung Klausur
12715/12825 Großes Forschungsseminar A / Studienseminar A (Türkische Studien): Regionen und Identität im post-osmanischen Raum: Naming, Mapping und Nation-Building - Prof.Dr. Mehmet Hacisalihoglu
12714/12711 Begleitübung zum Großen Forschungsseminar A / Begleitübung zum Studienseminar A (Türkische Studien): Regionen und Identität im post-osmanischen Raum: Naming, Mapping und Nation-Building - Prof.Dr. Mehmet Hacisalihoglu
Mi. 14:15 bis 16:00 (Seminar) / Mi. 16:15 bis 18:00 (Übung)
Das Seminar untersucht die Entstehung von Regionen, Identitäten und Nationalstaaten im post-osmanischen Raum. Im Mittelpunkt stehen das osmanische Millet-System, die Nationalbewegungen des langen 19. Jahrhunderts sowie Prozesse des Nation-Buildings in Südosteuropa und der Türkei. Behandelt werden unter anderem nationale und revolutionäre Organisationen, Publikationen der nationalen Wiedergeburtsbewegungen, Aufstände, die Entwicklung der Nationalstaaten, der Osmanismus als politische Idee sowie die türkische Nationalbewegung und die Gründung der Republik Türkei. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, inwieweit frühere Nationalbewegungen auf dem Balkan – insbesondere die griechische – spätere Nation-Building-Prozesse, vor allem in der Türkei, beeinflusst haben. Ausgewählte Quellen und wissenschaftliche Texte werden gemeinsam gelesen und diskutiert.
Die Studierenden erwerben vertiefte Kenntnisse zu den historischen Prozessen der Nationsbildung und Identitätskonstruktion im post-osmanischen Raum sowie die Fähigkeit, historische Quellen und wissenschaftliche Forschungsliteratur kritisch zu analysieren, vergleichend einzuordnen und aktuelle Forschungsdebatten eigenständig zu reflektieren.
Literatur zum Seminar:
- Bernard Lewis, The Emergence of Modern Turkey. London: Oxford University Press, 1961.
- Barbara Jelavich, History of the Balkans, Vol. 1: Eighteenth and Nineteenth Centuries, Cambridge: Cambridge University Press, 1983.
- Edgar Hösch, Geschichte der Balkanländer. Von der Frühzeit bis zur Gegenwart (1. Auflage 1988), 2. Auflage, München: C.H. Beck, 1993.
- Kemal Karpat, An Inquiry Into the Social Foundations of Nationalism in the Ottoman State: From Social Estates to Classes, From Millets to Nations, Princeton: Princeton University, 1973.
- Niyazi Berkes, The Development of Secularism in Turkey, (1. Aufl. 1964), London: Hurst and Company, 1998.
Arbeitsaufwand für Seminar und Seminarübung zusammen: Bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)
Prüfung für Seminar und Seminarübung zusammen: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: Research Proposal, Referat und Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung: Referat und Klausur bzw. Response Paper
12707/12708 Großes Forschungsseminar A / Studienseminar A (Iranistik): Narrating Modern Iran: Society, Identity, and Gender in Simin Daneshvar’s Fiction - Gastprof. Dr. Leila Rahimi-Bahmany
12709/12710 Begleitübung zum Großen Forschungsseminar A / Begleitübung zum Studienseminar A (Iranistik): Narrating Modern Iran: Society, Identity, and Gender in Simin Daneshvar’s Fiction - Gastprof. Dr. Leila Rahimi-Bahmany
Do. 14:15 bis 16:00 (Seminar) / Do. 16:15 bis 18:00 (Übung)
In this course, we will get familiar with one of the prominent narrative writers of modern Iran, Simin Daneshvar (1921–2012). Inspired by social realism and drawing heavily on personal experience, Daneshvar’s stories offer a vivid portrait of post-Second World War Iran, from the tumultuous period of the 1979 Islamic Revolution to the end of the century. We will read her novels and short stories closely (in translation and in the original), looking for the ideological tensions driving her stories. Finally, we will analyse how the author orients herself towards the ideas of tradition and modernity, east and west and women’s issues, among others.
The primary reading materials are chosen from the English translations (or German, if available) of the works originally written in Persian. The students are expected to read the assigned texts and follow the discussions in English; however, they are welcome to discuss in class and write their papers and correspondence in German.
In Übung session, we closely read the Persian texts of Simin Daneshvar, analysing them linguistically and for their literary merits as well as their significance in presenting Iranian culture and the tensions driving it in the modern era.
Literatur: (provisional)
- Simin Daneshvar, A Persian Requiem, translated by Roxane Zand (London: Peter Halban, 2002); OR: Simin Daneshwar, Drama der Trauer: Savushun, übersetzung von M. H. Allafi, Sabine Allafi, Jutta Himmelreich (Frankfurt am Main: Glaré Verlag, 1997).
- Simin Daneshvar, Island of Bewilderment: A Novel of Modern Iran, translated by Patricia J. Higgins and Pouneh Shabani-jadidi (Syracuse University Press, 2022).
- Simin Daneshvar, The Bewildered Cameleer. A Novel of Modern Iran. Translated by Pouneh Shabani-Jadidi and Patricia J. Higgins (Mazda Publishers, 2025).
- Simin Daneshvar’s Short Stories (will be also provided)
Arbeitsaufwand für Seminar und Seminarübung zusammen: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)
Prüfung für Seminar und Seminarübung zusammen: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: Research Proposal, Referat und Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung Referat und Klausur bzw. Response Paper
12712 Methodenseminar - Prof.Dr. Mehmet Hacisalihoglu
Do. 12:15 bis 14:00
Im Methodenseminar werden Grundfragen der sozialwissenschaftlichen Forschung mit Hilfe der relevanten Literatur behandelt. Dabei werden die Entwicklung in der Geschichtsschreibung, die Quellen- und Literaturrecherche sowie Archive und Bibliotheken, Forschungsmethoden zur Politikgeschichte, Außenpolitik, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Militärgeschichte, oral history research, Gender-Research, Kunst- und Kulturgeschichte, Medien-, Kino- und Literaturforschung, Discourse Analysis sowie Begriffe wie Orientalismus und Balkanismus thematisiert. Von den Teilnehmerinnen/Teilnehmern wird erwartet, die Texte im Reader zu lesen und an den Diskussionen aktiv teilzunehmen. Von ihnen wird außerdem erwartet, ein research proposal über ein in den ersten Wochen festgelegtes Thema zu verfassen und darüber ein Referat zu halten.
Die Studierenden erwerben grundlegende Kenntnisse der sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden und entwickeln die Fähigkeit, Forschungsfragen zu formulieren, Quellen und wissenschaftliche Literatur systematisch zu recherchieren und kritisch auszuwerten sowie unterschiedliche methodische Ansätze auf historische und gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen anzuwenden. Darüber hinaus stärken sie ihre Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben, in der Erstellung eines Research Proposals sowie in der mündlichen Präsentation und Diskussion eigener Forschungsvorhaben.
Von den Teilnehmerinnen/Teilnehmern wird erwartet, die Texte im Reader zu lesen und an den Diskussionen aktiv teilzunehmen. Von ihnen wird außerdem erwartet, ein research proposal über ein in den ersten Wochen festgelegtes Thema zu verfassen und darüber ein Referat zu halten.
Literatur:
- Writing History. Theory and Practice. Eds. Stefan Berger, Heiko Feldner, Kevin Passmore, London: Arnold, 2003.
- Eric Hobsbawm, On History, New York: The New Press, 1997.
- Suraiya Faroqhi, Approaching Ottoman History. An Introduction to the Sources, Cambridge: Cambridge University Press, 2009
- + Reader mit den Texten zu verschiedenen Forschungsfeldern.
Arbeitsaufwand: 1,5 h/Woche Präsenz + 10,5 h/Woche Vor- und Nachbereitung (= 6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Referat+Hausarbeit.
3. WEITERE VERANSTALTUNGEN
Promotionsworkshop Arabistik und Islamwissenschaft - Prof. Dr. Andreas Kaplony
Di.-Mi. 9.-10.02.2027 10.00 bis 14.00
12021 Promotionskolloquium Judaistik - Prof. Dr. Ronny Vollandt
Di. 10:15 bis 12:00 - online
12823 Konversation zur Übung: Hebräisch - Dina Lombardi
Fr. 10.00 bis 12.00
12587 Lesegruppe MUSAPh - Prof. Dr. Ronny Vollandt und Dr. Gregor Schwarb
Do. 10:15 bis 12:00
12584 Lesegruppe Biblia Arabica - Dr. Peter Tarras
Mo. 13:15 bis 14:00
This reading group is open to anyone with an interest in Arabic translations of the Bible, particularly the Hebrew Bible/Old Testament. A basic knowledge of Arabic (as well as other languages such as Aramaic/Syriac, Greek, and Hebrew) is desirable, but no one will be obliged to contribute actively. The meetings are intended to provide an opportunity to practise and develop skills in both language(s) and working with manuscripts. We will read together directly from manuscripts in a relaxed atmosphere, compare versions, and discuss research. This term, we will begin with a Christian Arabic translation of Song of Songs in the manuscript Milan, Biblioteca Ambrosiana, X 200 sup. (10-11th c.). The meetings will be held in English. They will take place online, a Zoom link will be provided.
If you are interested in joining the group, please contact: Peter.Tarras@lmu.de
12586 Wortschatz-Werkstatt - Sabrina Deininger
Fr. 12:00 bis 14:00
In der Wortschatzwerkstatt lernen Sie zum einen Strategien und Methoden zum Aufbau und zur Festigung Ihres arabischen Wortschatzes kennen und zum anderen arbeiten Sie ganz praktisch an Ihrem eigenen Arabisch-Wortschatz. Sie legen sich eigene Vokabelsets (digital) an, üben und erweitern diese während der Werkstattzeit. Kurzum: Arbeit, die Sie in Vor- oder Nachbereitung auf die Arabischkurse machen müssten, erledigen Sie zu einer festen Zeit und gemeinsam mit anderen Studierenden online.
Ziel der Wortschatzwerkstatt ist es, dass Sie eine Routine in der Vokabel- und Wortschatzarbeit entwickeln, mit deren Hilfe Sie auch künftig Ihren arabischen Wortschatz kontinuierlich erweitern und festigen können.
Literatur:
- Nation, Paul, Learning Vocabulary in Another Language, Cambridge 2022.
- Bakker, Barbara, Learning Arabic Vocabulary: The Effectiveness of Teaching Vocabulary and Vocabulary Learning Strategies, Journal of Higher Education Theory and Practice 20 (2020), 190-202.
12026 Oberseminar: Forschungsprobleme der Turkologie und Iranistik - Prof. Dr. Mehmet Hacısalihoğlu / Gastprof. Dr. Leila Rahimi-Bahmany
Mo. 18:15 bis 20:00, alle zwei Wochen
Im Oberseminar werden die Master- und Promotionsstudierenden unseres Faches über ihre Forschungsarbeit berichten. Auf der Grundlage der Themen, die vorgestellt werden, wird über die Methode und Bearbeitung der Quellen sowie über die verschiedenen Forschungsprobleme diskutiert. Außerdem werden auch WissenschaftlerInnen aus den benachbarten Fachrichtungen eingeladen, über ihre Forschungen zu berichten. Dadurch wird den TeilnehmerInnen ermöglicht, die Arbeitsweise von anderen Forscherinnen und Forschern zu sehen und mit ihnen darüber auszutauschen.
Literaturhinweise:
- Suraiya Faroqhi, Approaching Ottoman History. An Introduction to the Sources, Cambridge: Cambridge University Press, 2009.
- Writing History. Theory and Practice. Eds. Stefan Berger, Heiko Feldner, Kevin Passmore, London: Arnold, 2003.
- Skinner, Quentin. “Meaning and Understanding in the History of Ideas”. History and Theory 8, no.1 (1969): 3-53.
- Hallaq, Wael B. Restating Orientalism: A Critique of Modern Knowledge. New York: Columbia University Press, 2018.
Arbeitsaufwand: 2 Stunden jede zweite Woche Präsenz, 3 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung.
12588 Persisch 2 (Farsi) – Für HörerInnen aller Fakultäten - Angela Parvanta, M.A.
Do. 16:00 bis 18:00
Fortsetzung des im Sommersemester begonnenen Kurses, in dem insbesondere die Schrift und im grammatischen Bereich das Präsens des Verbes budan (sein) und das ezafe eingeführt wurden
Literatur: Sedighi, Anousha: Persisch Aktiv. Eine Einführung in Sprache und Kultur. Wiesbaden 2022.
B. Lehrstuhl für spätantike und arabische Philosophie (LMU) (mehr)
10131 Fortgeschrittenenseminar: Ibn Rushd, "Tahafut al-Tahafut" - Dr. Rotraud Hansberger
Mi 12:15 bis 14:00
(English version below)
Der Andalusische Philosoph und Rechtsgelehrte Abu l-Walid Ibn Rushd (Averroes, 1126–98) gehört zu den bekanntesten Philosophen der Islamischen Welt. Aufgrund der zahlreichen Kommentare, die er zur Aristotelischen Philosophie verfasste, war er im Lateinischen Mittelalter unter dem Namen “der Kommentator” bekannt. Sein Werk beinhaltet aber auch andere Schriften, von denen einige religiöse Themen behandeln und das Verhältnis zwischen Religion und Philosophie ausloten. In seinem Buch "Tahafut al-Tahafut" ("Die Inkohärenz der Inkoheränz") reagiert Ibn Rushd auf die vielfältige Kritik, die der Theologe al-Ghazali (d. 1111) in seiner Schrift "Tahafut al-Falasifa" ("Die Inkohärenz der Philosophen)" an bestimmten philosophische Theorien geübt hatte. Problematische Fragen waren hierbei z.B. die, ob die Welt ewig oder erschaffen ist; ob Gott Einzeldinge kennen kann; oder ob eine notwendige Verbindung zwischen Ursache und Wirkung besteht. In unserem Seminar werden wir Auszüge aus "Tahafut al-Tahafut" in englischer Übersetzung lesen und sowohl al-Ghazalis Vorwürfe als auch Ibn Rushds Erwiderungen analysieren und diskutieren.
Kenntnisse des Arabischen sind nicht erforderlich. Studierende, die über Arabischkenntnisse verfügen, sind eingeladen, an der Übung “Philosophisches Arabisch” teilzunehmen, in der Auszüge des Primärtextes im arabischen Original gelesen werden.
Je nach Präferenz der Teilnehmenden wird die Veranstaltung auf Deutsch oder Englisch stattfinden.
Prüfungsform: Hausarbeit
The Andalusian philosopher and jurist Abu l-Walid Ibn Rushd (Averroes, 1126–98) is one of the towering figures of the philosophy of the Islamic world. A staunch defender of Aristotelian philosophy, he was, in the Latin Middle Ages, known as "the Commentator" on account of the many commentaries he composed on Aristotle’s works. However, his oeuvre also includes independent writings, some of which address religious topics and the relation between philosophy and religion. In his "Tahafut al-Tahafut" ("The Incoherence of the Incoherence") Ibn Rushd sets out to reply to the criticisms the theologian al-Ghazali (d. 1111) had raised against certain philosophical ideas and theories in his "Tahafut al-Falasifa" ("The Incoherence of the Philosophers"); notorious examples include the question whether the world is eternal or created; whether God knows individual things; and whether there is a necessary connexion between cause and effect.In class, we will read selected chapters of the "Tahafut al-Tahafut" in English translation and will analyse and discuss both al-Ghazali’s stance and Ibn Rushd’s response.
No knowledge of Arabic is required for participation. Students with knowledge of Classical Arabic may join the tutorial "Philosophical Arabic", where excerpts of the text will be read in the Arabic original.
Depending on the preferences of the participants, the language of instruction will be either English or German.
Credit requirement: term paper
10146 Übung / Tutorial: Philosophisches Arabisch / Philosophical Arabic: Ibn Rushd, "Tahafut al-Tahafut"
We will read excerpts from Ibn Rushd's 'Tahafut al-Tahafut' in the Arabic original. The reading class is not restricted to participants of the advanced seminar on that text but is open to anyone who would like to practice reading Arabic philosophical texts.
Knowledge of Classical Arabic is required. Depending on the preferences of the participants, the language of instruction will be either English or German.
C. Professur für Islamische Kunstgeschichte (LMU) (mehr)
09543 Forschungsseminar Master: Städtebau, Architektur sowie bildende und angewandte Künste in Usbekistan in der frühen Neuzeit - Prof. Dr. Stephan Hoppe (LMU, Kunstgeschichte) / Prof. Dr. Ilse Sturkenboom (LMU, Islamische Kunstgeschichte)
Mitwirkung an der Exkursion: Dr. Mustafa Tupev (Deutsches Archäologisches Institut Kairo), Prof. Dr. Ute Verstegen (FAU Erlangen, Christliche Archäologie)
Mit Exkursion nach Usbekistan: März/April 2027
Mi 14:15 bis 15:45
Im Zentrum dieses Forschungsseminars stehen Usbekistan und die historische Kulturlandschaft Chorasans in der Frühen Neuzeit (d.h. unter den Regierungen der Timuriden und der Schaibaniden/ Abu‘l-Chayriden) als Raum urbaner, architektonischer und künstlerischer Produktion. Untersucht werden Städtebau und Stadträume, Monumentalarchitektur und Bauornamentik sowie bildende und angewandte Künste in ihren materiellen, funktionalen, sozialen, wissenschaftlichen und religiösen Zusammenhängen. Leitend ist die Frage, wie sich frühneuzeitliche Formen von Repräsentation, Wissens- und Stiftungskulturen sowie Werkstatt- und Materialpraktiken in konkreten Orten, Baukomplexen und Objektgruppen fassen lassen und wie diese Befunde in größere Dynamiken von Transfer, Konkurrenz, Aneignung, Innovation und Transmedialität eingebettet sind. Zugleich sollen Ausblicke auf angrenzende Epochen einbezogen werden: mittelalterliche Voraussetzungen des Mongolischen Reiches sowie Sowjet und gegenwartsbezogene Umformungen (aktuelle Stadtplanung, Restaurierung, Rekonstruktion, und Tourismus).
Das Seminar ist als Forschungsformat angelegt. Neben der gemeinsamen Lektüre und Diskussion zentraler Forschungstexte wird an fallbezogenen Fragestellungen gearbeitet, die auf konkrete Orte, Bauaufgaben und Objektgruppen zielen. Ein methodischer Schwerpunkt liegt auf digitalen Verfahren: Grundlagen und Workflows der Photogrammetrie, Visualisierung, Datenmodellierung sowie Fragen der Publikation und Nachnutzbarkeit können bei Interesse behandelt werden. Diese Methoden sollen nicht nur technisch eingeführt, sondern auch kritisch reflektiert werden: Welche Grenzen, Standards, Qualitätskriterien und ethischen Fragen sind zu beachten, insbesondere im Kontext sensibler Heritage-Debatten?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt, bei Interesse, auf die Erforschung von (illustrierten und illuminierten) Handschriften in Sammlungen wie im al-Biruni Institut für Orientalische Studien in Taschkent und in der Universitätsbibliothek der staatlichen Universität in Samarkand. Wie können diese Handschriften erfasst, oder sogar zum ersten Mal katalogisiert und digitalisiert werden? Welche Rollen können einfache naturwissenschaftliche Methoden oder auch KI für das Verständnis der Handschriften bieten?
Ein wichtiger Kernbereich ist die Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Umgangs mit kulturellem Erbe in Usbekistan. Diskutiert werden Institutionen und Akteurskonstellationen (etwa das neue Center for Islamic Civilization in Taschkent und The World Society for the Study, Preservation and Popularization of the Cultural Legacy of Uzbekistan), Denkmalpflegepraxis, Narrative kultureller Identitätsbildung, Zugänglichkeit von Orten und Archiven, sowie Spannungsfelder zwischen wissenschaftlicher Erschließung, Schutz, Nutzung und Präsentation. Die Exkursion im März/April 2027 fungiert als intensives „Feldlabor“, in dem Beobachtung, Dokumentation und Forschungsfragen zusammengeführt werden.
Das Seminar richtet sich besonders an Studierende mit Interesse an einer Masterarbeit (Schwerpunkte im Rahmen der Kunstgeschichte: Architekturgeschichte /Islamische Kunstgeschichte / Digital Humanities). Das Seminar soll eine vertiefte Kommunikation zwischen fortgeschrittenen Studierenden und den beteiligten Lehrenden fördern.
D. Lehrstuhl für Kirchenrecht, insbesondere für Theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Allgemeine Normen und Verfassungsrecht sowie für Orientalisches Kirchenrecht (LMU) (mehr)
E. Historisches Seminar (LMU): Lehrstühle für Byzantinistik, für Geschichte des Frühen und Hohen Mittelalters und für Jüdische Geschichte und Kultur, Professur für Mittelalterliche Jüdische Geschichte; Junior-Professur für Papyrologie (mehr)
09086 Übung : Law and Empire in Transition: The Making of Classical Legal Traditions (3rd–10th cent.) - Martin Vučetić, Nima Jamali, und Hossameldin Ali
The formation and transformation of legal systems in Late Antiquity and the early Islamic centuries were closely tied to the construction of social identities and the regulation of relations between rulers, subjects, and diverse communal groups. In Sasanian and Zoroastrian contexts, law structured hierarchies, obligations, and rights, while Jewish and Syriac legal traditions organized communal life through codified norms, judicial procedures, and mechanisms of dispute settlement, illustrating how legal frameworks both reflected and reinforced social order. Within this broader Mediterranean and Near Eastern legal continuum, Roman and Byzantine law moved from imperial codification to adaptive transmission and reinterpretation, culminating in paraphrased Greek legal forms that reflected changing structures of authority and identity. With the rise of Islamic legal discourse in seventh-century Medina and its expansion under the Umayyad and Abbasid administrations, these broader questions persisted: how should inherited practices, textual reasoning, and social norms be adapted to new religious, political, and cultural contexts? Early sources explore the interplay between juridical practice and textual authority, as well as the regulation of social life. This course aims to examine these processes, tracing the historical development of legal thought, while offering participants guidance to engage critically with early legal sources.
Prüfungsform: Referat
09145 Übung : Jüdische Frauen und solidarische Netzwerke mit Schwarzen und indigenen Frauen im 20. Jahrhundert - Dr. Julia Schneidawind
Di. 15:15–17:00
Ausgehend vom Protest des Yorta-Yorta-Aktivisten William Cooper gegen die nationalsozialistische Gewaltwelle um den 9. November 1938 untersucht die Lehrveranstaltung jüdische Frauen als Akteurinnen transkultureller Solidarität im 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen Intellektuelle, Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen, die Beziehungen zu indigenen und Schwarzen Gemeinschaften entwickelten und koloniale sowie rassistische Herrschaft kritisch reflektierten. Anhand von Fallstudien, darunter Lorna Lippmann und Dina Dreyfus, werden Formen jüdisch-indigener Begegnung analysiert. Die Einbeziehung von Zora Neale Hurston eröffnet zudem Perspektiven auf Beziehungen zwischen jüdischen und Schwarzen Frauen im Feld wissenschaftlicher Wissensproduktion. Die Veranstaltung verbindet Geschlechter-, Religions- und Wissensgeschichte mit Kolonialismus- und Rassismusforschung und fragt nach den Voraussetzungen, Formen und Grenzen solidarischer Allianzen.
Sie lernen in dieser Lehrveranstaltung, Konzepte transkultureller Solidarität historisch zu kontextualisieren und kritisch zu prüfen. Sie können nach der Übung geschlechter-, religions- und wissensgeschichtliche Zugänge mit Ansätzen der Kolonialismus- und Rassismusforschung verbinden, biographische Fallstudien quellenkritisch auswerten und eigene Rechercheergebnisse in einem Referat forschungsnah präsentieren.
Literatur:
- Andrew Markus, „Lippmann, Lorna (1921–2004)", in: Australian Dictionary of Biography, National Centre of Biography, Australian National University, online 2017, https://adb.anu.edu.au/biography/lippmann-lorna-18258
- Terrence L. Johnson und Jacques Berlinerblau, Blacks and Jews in America: An Invitation to Dialogue. Georgetown University Press, 2022.
Arbeitsaufwand: 1,5 Std./Woche Präsenz (2 SWS) plus 4 Stunden Vor- und Nachbereitung; 3 ECTS
Prüfungsform: Referat
09315 Übung: Die Bibel in der jüdischen und israelischen Geschichte 1880–2025 - Dr. Ghilad Shenhav
Mo. 12:15 bis 14:00
Der Kurs untersucht aus verschiedenen Perspektiven das Verhältnis von Nationalismus, Säkularismus und Bibel in der modernen jüdischen und israelischen Geschichte. Im Zentrum stehen drei historische Momente. Zunächst, im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, fragen wir, wie säkulare zionistische Denker wie Theodor Herzl, Ahad Ha'am und Max Nordau auf die Bibel zurückgriffen, um ein Ethos für die neue jüdische Nationalbewegung zu formulieren. Danach wenden wir uns den 1940er und 1950er Jahren zu, als der erste Ministerpräsident Israels, David Ben-Gurion, und der Philosoph Martin Buber sich auf die Schrift beriefen, um konkurrierende Vorstellungen jüdischer Werte, Bildung und Kultur zu artikulieren. Der abschließende Teil richtet den Blick auf die jüngsten Jahrzehnte, in denen die Bibel von religiösen und politischen Akteuren mobilisiert wurde, um konkrete politische und militärische Maßnahmen sowohl zu legitimieren als auch zu kritisieren. Durchgängig verfolgt der Kurs dabei folgende Leitfragen: Lässt sich die Bibel als säkularer oder nationaler Text lesen? Wer besitzt die Deutungshoheit über die Heilige Schrift? Und welche Werte und Vorstellungen vertreten die biblischen Schriften in der jüdischen Moderne?
Nach dieser Übung können Sie die Rolle der Bibel als politischer und kultureller Referenztext in der jüdischen und israelischen Moderne einordnen. Sie lernen, zionistische, religiöse und säkulare Bibelauslegungen zu vergleichen, Quellen des 19. bis 21. Jahrhunderts kontextsensibel zu lesen und Debatten über Deutungshoheit und Traditionsgebrauch selbstständig zu analysieren.
Literatur:
- David Ben-Gurion, Ben-Gurion Looks at the Bible, übers. v. Jonathan Kolatch, Jonathan David Publishers 1972
- Martin Buber, „Der Mensch von heute und die jüdische Bibel", in: Schriften zur Bibelübersetzung, Bd. 14, hg. v. Paul Mendes-Flohr u. a., Martin Buber Werkausgabe, Gütersloher Verlagshaus 2012
- Theodor Herzl, Altneuland, B. Harz 1919;
- Jonathan Boyarin, „Reading Exodus into History", New Literary History 23 (1992), H. 3, S. 523–554
Arbeitsaufwand: 1,5 Std./Woche Präsenz (2 SWS), Std. Vor- und Nachbereitung; 3 ECTS
Prüfungsform: Referat
09103 Übung: Die Wahlen in Israel: Politische und historische Perspektiven - Dr. Ghilad Shenhav
Mo. 17:15 bis 19:00 - online
Ende Oktober 2026 nehmen die israelischen Bürgerinnen und Bürger an Wahlen teil, die von Experten als die wichtigsten in der Geschichte des Landes bezeichnet werden. Drei Jahre nach dem Massaker vom 7. Oktober und den darauf folgenden Kriegen in Gaza, im Libanon und im Iran stehen die Israelis vor einer Richtungsentscheidung über die politische Zukunft des Landes und den Charakter seiner Demokratie. Der Kurs nimmt diese Wahlen zum Ausgangspunkt, um die israelische Gesellschaft und ihre Entwicklung zu beleuchten. Er gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil ist eine Gesprächsreihe mit Journalisten, Historikern, Soziologen und Politikwissenschaftlern, die kurz vor den Wahlen beginnt und deren Ergebnisse in einen breiten historischen, politischen und kulturellen Zusammenhang einordnet. Behandelt werden unter anderem die Struktur des israelischen demokratischen Systems, Israels Militärpolitik, die Auswirkungen der Wahlen auf die arabische Bevölkerung innerhalb und außerhalb Israels, die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen, die Spannungen zwischen religiösen und säkularen Israelis sowie die Zukunft der israelischen Wissenschaft. Der zweite Teil bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der israelischen Gesellschaft und ordnet die behandelten Themen in ihre längerfristigen Zusammenhänge ein.
Sie lernen in dieser Lehrveranstaltung, aktuelle politische Entwicklungen in Israel historisch einzuordnen und die Struktur des israelischen politischen Systems zu erläutern. Sie üben, mediale und wissenschaftliche Deutungen kritisch zu vergleichen, Gespräche mit Expertinnen und Experten vorzubereiten und eigene Beobachtungen in einem Essay argumentativ zu entwickeln.
Literatur:
- Michael Brenner, Israel: Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute, München: C. H. Beck 2016
- Michael Walzer, The Paradox of Liberation: Secular Revolutions and Religious Counterrevolutions, Yale University Press 2015
- Gisela Dachs (Hg.), 7. Oktober. Stimmen aus Israel (Jüdischer Almanach des Leo Baeck Instituts), 1. Aufl., Jüdischer Verlag 2024.
Arbeitsaufwand: 1,5 Std./Woche Präsenz (2 SWS), 4 Stunden Vor- und Nachbereitung, 3 ECTS
Prüfungsform: Essay (ES) im BA und LA
09029 Vorlesung (mit viertägiger Exkursion): Jüdisches Leben in der Habsburgermonarchie (mit Exkursion nach Triest) - Prof. Dr. Martina Niedhammer
Mi. 10:15 bis 12:00
In der Habsburgermonarchie, noch im frühen 19. Jahrhundert aufgrund ihrer zahlreichen, eigenständigen Territorien häufig als „zusammengesetzte Monarchie" beschrieben, lebte eine der größten jüdischen Gemeinschaften Europas. Doch lassen sich so unterschiedliche jüdische Orte wie Czernowitz (Cernivci), Przemyśl, Nikolsburg (Mikulov), Eisenstadt, Triest oder Dubrovnik überhaupt unter einem Oberbegriff subsumieren, oder handelte es sich nicht vielmehr um höchst eigenständige Gemeinden, deren Selbstverständnis bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein weniger die Zugehörigkeit zum habsburgischen Herrschaftsverband als regionale Traditionen und frühneuzeitliche territoriale Organisationsformen prägten? Die Vorlesung wirft ein vergleichendes Licht auf jüdisches Leben in den einzelnen Teilen der Monarchie im langen 19. Jahrhundert, deren polyethnischer und multireligiöser Charakter sowohl in der jüdischen Erinnerungsliteratur als auch in der Forschung eine große Rolle spielt.
Mit der Vorlesung verbunden ist eine viertägige Exkursion nach Triest im Januar 2027; für eine Teilnahme an letzterer ist ein regelmäßiger Besuch der Vorlesung (max. zwei Absenzen) zwingend.
Nach dieser Vorlesung können Sie die Vielfalt jüdischer Gemeinden in der Habsburgermonarchie regional differenziert beschreiben und die Spannung zwischen imperialer Zugehörigkeit, regionaler Tradition und frühneuzeitlichen Organisationsformen erklären. Sie lernen, jüdische Erinnerungsliteratur als Quelle einzuordnen und zentrale Forschungspositionen zur Geschichte der Habsburgermonarchie zu diskutieren; die Exkursion ermöglicht die Anwendung dieser Kenntnisse vor Ort.
Literatur:
- Eveline Brugger u. a., Geschichte der Juden in Österreich, Wien 2006; Felicitas Heimann-Jelinek (Hg.), Die ersten Europäer. Habsburger und andere Juden – eine Welt vor 1914, Wien 2014;
- Jana Osterkamp, Vielfalt ordnen. Das föderale Europa der Habsburgermonarchie (Vormärz bis 1918), Göttingen 2021.
Arbeitsaufwand: 1,5 Std./Woche Präsenz (2 SWS) plus 3 Stunden Vor- und Nachbereitung ; 3 ECTS
Prüfungsform: Klausur
09361 Oberseminar: Oberseminar der Neueren Jüdischen Geschichte - Prof. Dr. Martina Niedhammer
Di. 18:15 bis 20:00 - online
Das Oberseminar richtet sich an Masterabsolventen und Doktoranden, die zu Themen der jüdischen Geschichte und Kultur arbeiten. Im Zentrum steht die Vorstellung und gemeinsame Diskussion aktueller Forschungsprojekte, laufender Qualifikationsarbeiten sowie neuer Ansätze und Publikationen aus dem Feld. Das Seminar bietet einen Raum für fachlichen Austausch, methodische Reflexion und die kritische Diskussion eigener und fremder Forschung.
Arbeitsaufwand: 1,5 Std./Woche Präsenz (2 SWS)
09100 Übung (mit Workshoptag): Krieg und Konflikt im Nahen Osten: Praktische Zugänge für den Unterricht - Emanuel Rüff, Katharina Wagner
Mo. 17:15 bis 19:00
Kaum ein Konflikt prägt öffentliche Debatten und mediale Berichterstattung so nachhaltig wie Krieg und Konflikt im Nahen Osten. Unterschiedliche Deutungen, verkürzte Darstellungen und konkurrierende Narrative stellen insbesondere den schulischen Unterricht vor besondere Herausforderungen. Der Kurs bietet eine strukturierte Auseinandersetzung mit historischen Entwicklungen, politischen Hintergründen sowie unterschiedlichen Perspektiven und fragt nach Möglichkeiten einer reflektierten und multiperspektivischen Vermittlung im Unterricht.
Im Februar 2027 findet in der Woche nach Ende des Semesters zudem ein gemeinsamer Workshoptag mit Lehrkräften statt. Dort werden Unterrichtsmaterialien und praktische Konzepte erprobt und diskutiert. Die Teilnahme am Workshop setzt den Besuch des Kurses während des Semesters voraus, da die dort erarbeiteten theoretischen Grundlagen die Basis für die praktische Arbeit bilden. Anmelden sollten sich daher nur Studierende, die auch an dem Workshop teilnehmen möchten und hierfür verbindlich zur Verfügung stehen.
Sie lernen in dieser Lehrveranstaltung, zentrale historische Entwicklungen und politische Hintergründe des Nahostkonflikts fachlich fundiert darzustellen. Sie können konkurrierende Narrative und mediale Verkürzungen identifizieren, multiperspektivische Zugänge für den Unterricht entwickeln und Unterrichtsmaterialien im Austausch mit Lehrkräften praktisch erproben und kritisch bewerten.
Arbeitsaufwand: 1,5 Std./Woche Präsenz (2 SWS) plus 4 Std. Vor- und Nachbereitung und Workshoptag ; 3 ECTS
Prüfungsform: Referat
09136 Übung: Introduction to Palestinian and Israeli Children’s Literature: Politics, Memory, and Imagination in Comparative Perspective - Dr. Loaay Wattad
Mittwoch, 20.01.2027, 12:00 bis 17:00 Uhr c.t.
Donnerstag, 21.01.2027, 17:00 bis 20:00 Uhr c.t.
Freitag, 22.01.2027, 10:00 bis 16:00 Uhr c.t.
Mittwoch, 27.01.2027, 12:00 bis 17:00 Uhr c.t.
Donnerstag, 28.01.2027, 17:00 bis 20:00 Uhr c.t.
Freitag, 29.01.2027, 10:00 bis 16:00 Uhr c.t.
Die Lehrveranstaltung untersucht palästinensische und israelische Kinderliteratur als einen kulturellen Raum, in dem Politik, Erinnerung, Identität und Imagination aufeinandertreffen. Kinderbücher werden dabei nicht allein als pädagogische Texte betrachtet, sondern als kulturelle Zeugnisse, die Vorstellungen von Nation, Zugehörigkeit und kollektiver Erinnerung vermitteln, hinterfragen und neu gestalten. Ausgehend von literaturwissenschaftlichen, soziologischen und kulturhistorischen Ansätzen beschäftigt sich der Kurs vergleichend mit hebräischen und arabischen Texten. Im Zentrum stehen Themen wie Krieg, Grenzen, Flucht, ökologische Vorstellungen, Folklore, Märchen, Fantasy und kollektive Erinnerung. Besondere Aufmerksamkeit gilt Motiven wie der Trennmauer, politischen Adaptionen von Märchen, Ecopolitics und fantastischen Übergängen zwischen unterschiedlichen Welten. Auf diese Weise untersucht die Lehrveranstaltung, wie Kinderliteratur auf umkämpfte historische und politische Erfahrungen reagiert und alternative gesellschaftliche Zukunftsentwürfe formuliert.
Die Lehrveranstaltung findet auf Englisch statt.
Sie lernen in dieser Lehrveranstaltung,
- palästinensische und israelische Kinderliteratur in ihrem historischen, politischen und kulturellen Kontext zu analysieren,
- literaturwissenschaftliche, kulturhistorische und soziologische Ansätze auf Kinderliteratur anzuwenden,
- hebräische und arabische Narrative zu Nation, Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit vergleichend zu untersuchen,
- wiederkehrende Motive wie Krieg, Grenzen, Folklore, ökologische Fragen und Fantasy kritisch zu interpretieren,
- Kinderliteratur als Quelle für gesellschaftliche und politische Vorstellungen zu lesen,
- unterschiedliche Perspektiven und Narrative vergleichend und quellenkritisch zu diskutieren.
F. Institut für Ägyptologie und Koptologie (LMU) (mehr)
12220 – Tafelübung: Christliches Ägypten – Mag. theol. Florian Rösch, M.A.
Mo, 14:15-15:45
Der Kurs richtet sich an alle, die sich für die historische Entwicklung im antiken Ägypten (Überblick) sowie das Aufkommen und die Ausbreitung des Christentums bis in die moderne Zeit interessieren. Dazu werden verschiedene Themenbereiche, wie z. B. die Voraussetzungen für die Entstehung des Mönchtums und seine unterschiedlichen Ausprägungen und die Kirchenpolitik als Schwerpunkte herausgestellt werden. Sprach- und Kulturentwicklung in christlicher Zeit werden ebenso behandelt.
Literatur (Auswahl):
- Aland,Barbara, Die Gnosis, Stuttgart 2004 (=Reclam).
- Boochs, Wolfgang (Hrsg.), Geschichte und Geist der Koptischen Kirche, Langwaden 2004.
- Brunner-Traut, E., Die Kopten. Lehre und Leben der frühen Christen in Ägypten, München 1993.
- Gerhards, Albert / Brakmann, Heinzgerd (Hrsg.), Die koptische Kirche. Einführung in das ägyptische Christentum, Stuttgart 1994.
- Richter, Siegfried G., Das koptische Ägypten. Schätze im Schatten der Pharaonen, Darmstadt 2019.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12227 – Übung: Koptisch II – Mag. theol. Florian Rösch, M.A.
Do, 14:15-15:45
Der Kurs Koptisch II setzt den erfolgreichen Abschluss von Koptisch I voraus. Grammatikkenntnisse werden ergänzt und anhand von Texten vertieft. Übungstexte sind in Hausarbeit vorzubereiten. Der Kurs schließt mit einer Klausur. Alle Studierenden, die ihre Koptischkenntnisse auffrischen möchten, sind willkommen.
Literatur (Auswahl):
- Eberle, Andrea, Koptisch. Ein Leitfaden durch das Saidische, München 2004.
- Layton, Bentley, Coptic in 20 Lessons. Introduction to Sahidic Coptic with Exercises & Vocabularies, Leuven 2007.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12601– Übung: Koptische Texte zur Auferstehung Jesu – Mag. theol. Florian Rösch, M.A.
Mi, 10:15-11:45
Die Auferstehung Jesu ist das zentrale heilsgeschichtliche Ereignis des Christentums. Im Kurs werden verschiedene koptische Texte übersetzt, die die Auferstehung und das Osterereignis thematisieren und erklären wollen, darunter biblische Texte, Apokryphen, Vertreter des weiten Feldes der Homilien. Einen besonderen Schwerpunkt werden dabei gnostische Werke bilden, die auf ihre Weise die Thematik von Tod und Auferstehung Jesu zu deuten versuchen. Neben der Vertiefung der in Koptisch I-II erworbenen Sprachkenntnisse werden auch andere Dialektvarianten besprochen. Anhand der bislang unpublizierten Predigt "Über den Neuen Sonntag" (clavis coptica 0115) des Ps.-Kyrill von Jerusalem erhalten die Studierenden darüber hinaus Einblicke in die Kodikologie und Editionspraxis eines bis dato unbehandelten Textes.
Literatur (Auswahl):
- Broek, Roelof van den. Pseudo-Cyril of Jerusalem "On the life and the passion of Christ", Leiden 2013.
- Hartenstein, Judith. Die zweite Lehre. Erscheinungen des Auferstandenen als Rahmenerzählung frühchristlicher Dialoge, TU 146, Berlin / Boston 2000.
- Jacobi, Christine. Leiblich vermitteltes Leben. Vorstellungen vom Überwinden des Todes und vom Auferstehen im frühen Christentum, WUNT 501, Tübingen 2023.
- Kreinecker, Christina M. Koptische Zeugen der Auferstehungsberichte, Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung 39, Berlin / Boston 2008.
- Theißen, Gerd / Merz, Anette. Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, Göttingen 2001, 3. Auflg.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Übungsaufgaben
G. Institut für Kulturwissenschaften (UniBW): Professuren für internationale Politik und Konfliktforschung, für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Islam und für Neue und Neueste Kulturgeschichte Nordafrikas Politik und Konfliktforschung (UniBW) (mehr)
H. Juristische Fakultät (LMU): Honorarprofessur für Antike Rechtsgeschichte, insbesondere das Recht des Christlichen Orients (mehr)
I. Evangelisch-Theologische Fakultät: Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte (mehr)
02283 Tafelübung: Was ist Religion? Eine Einführung in die Religionswissenschaft - PD Dr. Matthias Pöhlmann
Mi. 10:15 bis 12:00 (Vorlesung) / Mi. 12:15 bis 13:00 (Übung)
Die Religionswissenschaft beschäftigt sich mit den Verflechtungen von Religion und Kultur, was einen tiefgehenden Einblick in die Geschichte und die heutige Gesellschaft eröffnet. Der Einfluss von Religion auf das Leben von Individuen und Gruppen, auf die Politik, die Medien, die Kunst und die Wirtschaft lässt sich in der Tagesaktualität nicht übersehen. Ob in Kriegen oder Demonstrationen für den Frieden, in Regierungswahlen, in Genderdebatten oder Blockbusterfilmen: Religion spielt stets eine zentrale, häufig ambivalente und mehrdeutige Rolle. Religion ist also ein vielschichtiges Phänomen, das unterschiedliche Weltbilder und Praktiken umfasst. Religion ist herausfordernd und kontrovers. Diese Einführung in die Religionswissenschaft bietet die Möglichkeit, das Phänomen "Religion" jenseits von Werturteilen als wesentlichen Bestandteil von Kulturen kennenzulernen. Dafür werden zentrale Themen, Ansätze und Theorien, mit denen Religion in ihrer Vielfalt und Komplexität wissenschaftlich untersucht wird, vorgestellt und kritisch reflektiert. Die Veranstaltung bietet eine faszinierende Reise in eine Disziplin, in der es sehr viel zu entdecken gibt.
Durch den regelmäßigen Besuch der Vorlesung, des Seminars „Grundlagen religionswissenschaftlichen Arbeitens“ und die Vorbereitung der Lektüre liefert dieses Modul eine solide, weiterführende Einführung in die Breite der Religionswissenschaft.
Literatur: Ausgewählte einflussreiche Texte werden im Verlauf der Veranstaltung gelesen. Eine umfangreiche Literaturliste zur Einführung in die Religionswissenschaft wird in den ersten Sitzungen vorgestellt. Zur Einführung eignet sich der Essay: Daria Pezzoli-Olgiati, Religion in der Kultur erforschen, Zürich: Pano 2019.
Durch den regelmäßigen Besuch der Vorlesung, des Seminars „Grundla-gen religionswissenschaftlichen Arbeitens“ und die Vorbereitung der Lek-türe liefert dieses Modul eine solide, weiterführende Einführung in die Breite der Religionswissenschaft.
Prüfung: Klausur. Der regelmäßige Besuch der Vorlesung und des Seminars ist Voraussetzung für die Klausur.
02043 Seminar: Grundlagen religionswissenschaftlichen Arbeitens - Luise Merkert, M.A.
Mo. 16:15 bis 18:00. Die erste Seminarsitzung findet am 19.10.2026 statt.
Dieser Kurs ist als Begleitveranstaltung zur Vorlesung „Was ist Religion? Einführung in die Religionswissenschaft“ konzipiert. Einerseits vermittelt das Seminar wesentliche Grundkenntnisse religionswissenschaftlichen Arbeitens, die für die Vorlesung relevant sind. Dazu gehören die Recherche und Auswahl von Literatur, der angemessene Umgang mit KI sowie die Planung und der Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten. Andererseits dient das Seminar der Besprechung und gemeinsamen Aufbereitung der für die Vorlesung relevanten Texte.
Die aktive Teilnahme sowie die Vor- und Nachbereitung der Texte sind Voraussetzungen für den Besuch der Veranstaltung.
Literatur: Wird in der ersten Sitzung besprochen.
02044 Seminar: Europäische Religionsgeschichte: Jüdische Traditionen in populären Medien - Dr. Verena Eberhardt
Do. 10:15 bis 12:00
Jüdische Traditionen spielen in der europäischen Religionsgeschichte eine zentrale Rolle. In diesem Seminar werden wir einerseits theoretische Grundkonzepte kennenlernen und reflektieren, die für das Verstehen religiöser Identität und religiösen Austauschs hilfreich sind. Andererseits werden anhand von Quellen und Beispielen aus der Populärkultur wichtige Zusammenhänge jüdischer Geschichte in Europa erarbeitet.
Die aktive Teilnahme sowie die Vor- und Nachbereitung der Texte sind Voraussetzungen für den Besuch der Veranstaltung.
Literatur: Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
02272 Seminar: Demeter im Supermarkt: Die Rezeption der Antike von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart - Dr. Verena Eberhardt
Mo. 14:15 bis 16:00
Die griechisch-römische Antike hat einen nachhaltigen Einfluss auf das kulturelle Selbstverständnis Europas. Wir begeben uns in diesem Seminar auf eine Reise der Rezeption der Antike von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart und erforschen deren Spuren in der Kunst, der Architektur und in populären Medien: Wir untersuchen frühneuzeitliche Kupferstiche, die Merkur als Jesus inszenieren und Minerva als den Mond, reflektieren Körperbilder, die Inszenierung der Antike in Spielen wie Akropolis und Concordia und analysieren das Bild des Römischen Reichs in Historien-filmen wie GLADIATOR (Ridley Scott, UK/US 2000).
Das Seminar umfasst zudem eine theoretisch-methodische Einführung in die Rekonstruktion von Geschichte und einen Besuch der Staatlichen An-tikensammlung/Glyptothek.
Literatur: Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
02032 Interdisziplinäres Seminar: Religionsdefinitionen auf der Spur - Anna Hepting, LAss. / Dr. Mario Berkefeld
Do. 16:15 bis 18:00
Was ist Religion? Gehören Götter, Rituale oder Gemeinschaften notwendig dazu? Und warum fällt es so schwer, den Begriff der Religion wissenschaftlich eindeutig zu bestimmen? Das interdisziplinäre Proseminar geht verschiedenen religionswissenschaftlichen und theologischen Religionsdefinitionen nach und untersucht ihre jeweiligen Voraussetzungen, Erkenntnisinteressen und Konsequenzen. Anhand einschlägiger Literatur aus beiden Disziplinen werden wir unterschiedliche Zugänge zum Phänomen Religion kennenlernen, vergleichen und kritisch diskutieren. Das Seminar bietet damit zugleich eine Einführung in zentrale Fragestellungen der Religionswissenschaft und der Systematischen Theologie.
Literatur: Die Sitzungstexte und weitere Literatur werden im Seminar bekannt gegeben.
J. Gemeinsame Vorlesungsreihe "Basiswissen Islam" (mehr)
Basiswissen Islam 2025 (77-77): Bibliotheken
Di. 18:15 bis 20:00
Eine Vortragsreihe für die breite Bevölkerung: egal, ob christlichen, atheistischen, buddhistischen, jüdischen, muslimischen oder anderen Glaubens, für Handwerkerinnen und Handwerker ebenso wie für Akademiker und Akademikerinnen, für Bayerinnen und Bayern wie für Zugereiste, Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte.
Die Vorträge werden aufgezeichnet und stehen etwa eine Woche später online zur Verfügung.