Sommersemester 2026 Münchner Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Naher und Mittlerer Osten
Über die Kooperation der Mitglieder des Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrums (4MZ) steht den Studierenden in München im Bereich Naher und Mittlerer Osten ein ungewöhnlich breites Lehrangebot zur Verfügung:
- A. Institut für den Nahen und Mittleren Osten (LMU): Lehrstühle für Arabistik und Islamwissenschaft und für Turkologie, Professuren für Judaistik, Gastprofessur für Iranistik
- B. Lehrstuhl für spätantike und arabische Philosophie (LMU)
- C. Professur für Islamische Kunstgeschichte (LMU)
- D. Lehrstuhl für Kirchenrecht, insbesondere für Theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Allgemeine Normen und Verfassungsrecht sowie für Orientalisches Kirchenrecht (LMU)
- E. Historisches Seminar (LMU): Lehrstühle für Byzantinistik, für Geschichte des Frühen und Hohen Mittelalters und für Jüdische
Geschichte und Kultur, Professur für Mittelalterliche Jüdische Geschichte; Junior-Professur für Papyrologie, Kultur - F. Institut für Ägyptologie und Koptologie (LMU)
- G. Institut für Kulturwissenschaften (UniBW): Professuren für internationale Politik und Konfliktforschung, für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Islamund für Neue und Neueste Kulturgeschichte Nordafrikas
- H. Juristische Fakultät (LMU): Honorarprofessur für Antike Rechtsgeschichte, insbesondere das Recht des Christlichen Orient
- I. Evangelisch-Theologische Fakultät (LMU: Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte)
- J. der gemeinsame Forschungstag des Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrums (4MZ)
Dieses Lehrangebot wird vom Münchner Kommentierten Vorlesungsverzeichnis Naher und Mittlerer Osten erschlossen. Möchten Sie Veranstaltungen außerhalb Ihres Studienganges belegen, wenden Sie sich direkt an die Dozierenden. Möchten Sie Veranstaltungen außerhalb Ihres Studiengangs in Ihrem eigenen Studiengang anrechnen lassen, besprechen Sie das mit Ihrer eigenen Studiengangskoordination.
A. Institut für den Nahen und Mittleren Osten (LMU)
1. BA-MODULE: 1.1. DER NAHE UND MITTLERE OSTEN: GRUNDLAGEN UND VERTIEFUNG/AUSGEWÄHLTE THEMEN (STUFE I-II) - 1.2. BA-SPRACHKURSE (STUFE I-VI) - 1.2.3. DIE EINZELNEN WELTEN: GRUNDLAGEN UND VERTIEFUNG/EIGENSTÄNDIGE LEKTÜRE (STUFE III-IV) - 2. MA-MODULE: 2.1. MA-SPRACHKURSE (STUFE I-VI) - 2.2. MA-SEMINARE UND BEGLEITÜBUNGEN - 3. WEITERE VERANSTALTUNGEN
1. BA-MODULE
1.1. DER NAHE UND MITTLERE OSTEN: GRUNDLAGEN UND VERTIEFUNG/AUSGEWÄHLTE THEMEN (STUFE I-II)
12483 Vorlesung: Vertiefung: History of the Middle East: 1500 - present - Gastprof. Dr. Leila Rahimi Bahmany
Mo. 14:15 bis 16:00
This course examines the history of the Middle East from 1500 to the present, with primary emphasis on developments since World War I. It opens with a brief overview of the Ottoman Empire, Safavid Iran, and regional dynamics from the 16th century onward, including imperial structures and early European interactions. The main focus traces the Ottoman collapse, colonial mandates, border redrawing, and the rise of modern nation-states amid imperialism, nationalism, and geopolitics. Dedicated sessions explore Turkey (from Kemalist secularism to recent changes), Egypt (from monarchy and British influence through Nasser, revolutions, and contemporary politics), and Iran (Qajar and Pahlavi eras to the 1979 Islamic Revolution and beyond). We will analyze themes of state-building, modernization, authoritarianism, oil economies, the Cold War’s impact, Islamism, conflicts, and struggles for identity and democracy, providing critical context for understanding the modern Middle East. The students are expected to read the assigned texts and follow the discussions in English; however, they are welcome to discuss, write their Klausur, and correspond with me in German.
*Im Hauptfach müssen Sie die Vorlesung Vertiefung und die Übung Vertiefung zusammen belegen.
Kompetenzen: By the end of the course, students will have gained a grounding in the key moments that shaped the Middle East as it is now. This course is designed for students interested in Middle Eastern history, postcolonial politics, literature, and the question of what defines Middle East in contemporary times.
Main Literature:
The necessary course materials will be provided during the course.
- Provisional:
- William L. Cleveland and Martin Bunton, A History of the Modern Middle East (Boulder, Colo.: Westview Press, 2009)
- Douglass Streusand, Islamic Gunpowder Empires: Ottomans, Safavids, and Mughals (Boulder, Colo.: Westview Press, 2011).
- Ervand Ebrahamian, A History of Modern Iran (Cambridge University Press, 2018).
- Marshall G. S. Hodgson, The Venture of Islam: Conscience and History in a World Civilization: Vol. 3. The Gunpowder Empires and Modern Times (Chicago and London: The University of Chicago Press, 1977).
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Klausur in der letzten Sitzung
12555 Übung: Vertiefung: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 2 - Dr. Sabrina Zahren und Nataliia Berezovska, M.A. (Tutor und Tutorinnen: Lea Poralla, Ezra Stadler, Alice Zanini)
Fr. 14:15 bis 16:00
Der Einführungskurs und die einzelnen Sitzungen gliedern sich in einen einführenden Teil (Propädeutik) und einen praktischen Teil (Tutorien). Im praktischen Teil werden die Studierenden von studentischen Tutor/innen betreut. Der Charakter der Veranstaltung ähnelt einem Workshop, in dem mit flachen Hierarchien und in konstruktivem Austausch zwischen Dozentin, Tutor/innen und Studierenden grundlegende Themen des wissenschaftlichen Arbeitens in der Arabistik und Islamwissenschaft, Iranistik, Judaistik und der Turkologie vermittelt werden sollen. Die Tutorien dienen der direkten Anwendung des Gelernten in Form von Übungsaufgaben und bieten die Möglichkeit, Fragen zu beantworten und mit den Studierenden in Austausch zu kommen.
*Im Hauptfach müssen Sie die Vorlesung Vertiefung und die Übung Vertiefung zusammen belegen.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Modulprüfung der Vorlesung Vertiefung und Übung Vertiefung zusammen: Übungsmappe
12485 Vorlesung: Ausgewählte Themen (Sprache/Literatur): Einführung in die Arabistik - Prof. Dr. Andreas Kaplony
Mi. 08:15 bis 10:00
Die Vorlesung führt in einer Anzahl von didaktischen Einheiten in zentrale Fragen der Arabistik ein. Nach einem Überblick über die Stellung des Arabischen innerhalb der semitischen Sprachen und über die Beziehung zwischen Hocharabisch und den fünf arabischen Dialektfamilien betrachten wir exemplarisch Ausschnitte aus zentralen Quellen bzw. Quellenkorpora. Behandeln werden wir u.a. die vorislamischen Inschriften, den Koran, die Hadith-Sammlungen, die schöne Literatur, die Geographie, historische Romane und palästinensische Filme. - Die einzelnen Vorlesungen haben je einen längeren Vorlesungsteil, und einen kürzeren Vertiefungsteil mit Diskussion in Kleingruppen. Die Kenntnis orientalischer Sprachen wird nicht vorausgesetzt.
Nach der Vorlesung können Sie die wichtigsten Phänomene der arabischen Sprache und der arabischen Literatur zeitlich, örtlich und in ihrer Bedeutung einordnen. Sie können Ihren eigenen Fragen mithilfe der wichtigsten Handbücher nachgehen. Und Sie können wissenschaftliche Artikel nutzen und für sich aufbereiten.
*Im Hauptfach müssen Sie zwei Vorlesungen Ausgewählte Themen II belegen.
Zum Anschaffung empfohlene Literatur:
-
Albers, Yvonne et al., Arabistik. Eine literatur- und kulturwissenschaftliche Einführung, Stuttgart 2021.
-
Weigelt, Frank, Die arabische Sprache, Geschichte und Gegenwart, Hamburg 2021 (Buske Sprachwissen).
-
Kaplony, Andreas (Hg.), Geschichte der arabischen Welt, München 2024.
-
Gätje, Helmut und Fischer, Wolfdietrich (Hgg.), Grundriss der Arabischen Philologie, 3 Bände Wiesbaden 1982-1992;
-
Gaborieau, Marc und Krämer, Gudrun et al. (Hgg.), The Encyclopaedia of Islam, 3. Auflage, Leiden 2007ff.
-
Versteegh, Kees (Hg.), Encyclopedia of Arabic language and linguistics, 5 Bände Leiden 2005-2009.
-
Bosworth, Cliffort Edmund et al. (Hgg.), The Encyclopaedia of Islam, 2. Auflage 13 Bände Leiden 1960-2006.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur in der letzten Sitzung (und Probeklausur in Sitzung 9)
12484 Vorlesung: Ausgewählte Themen II (Sprache/Literatur): Das Judentum im Nahen Osten – Hanna Trauer, M.A.
Do. 08:15 bis 10:00
Die Vorlesung behandelt die Geschichte der jüdischen Gemeinden in der islamischen Welt in den verschiedenen geographischen Räumen rund um das Mittelmeer vom frühen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Vor dem Hintergrund des allgemeinen historischen Rahmens wird als Schwerpunkt die Kultur (insbesondere Literatur) der jüdischen Gemeinden im islamischen Herrschaftsgebiet vorgestellt. Außerdem wird ihre Stellung im Kontext der Rechtsstellung der religiösen Minderheiten in der islamischen Gesellschaft beleuchtet. In den verschiedenen Sitzungen werden zudem Grundzüge der Religion, der inneren Organisation und der Wechselwirkung zwischen Juden und ihren Nachbarn thematisiert.
Kompetenzen: Die Vorlesung führt in die Grundzüge der jüdischen Geschichte im Nahen Osten ein. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit Quellen sowie zentrale Themen wie Rechtsstatus, Gemeindestrukturen und religiöse wie weltliche Autoritäten.
*Im Hauptfach müssen Sie zwei Vorlesungen Ausgewählte Themen II belegen.
Enzyklopädien (nützlich und zur Vertiefung von Themen):
- Encyclopedia Judaica.
- Encyclopedia of Jews in the Islamic World.
- Encyclopedia of Islam.
Einführung (verpflichtend):
- Brenner, Michael, Kleine jüdische Geschichte (München 2008), pp. 72-93.
- Cohen, Mark, "The ‘Golden Age’ of Jewish-Muslim Relations: Myth and Reality", in A History of Jewish-Muslim Relations: From the Origins to the Present Day (Princeton, 2013), pp. 28-38.
- Rustow, Marina, "Jews and the Islamic World: Transitions from Rabbinic to Medieval Contexts", in The Bloomsbury Companion to Jewish Studies (London, 2013) pp. 94-120.
- Rustow, Marina, "Jews and Muslims in the Eastern Islamic World", in A History of Jewish-Muslim Relations: From the Origins to the Present Day (Princeton, 2013), pp. 76-98
Historische Überblickswerke:
- Ben-Sasson, Hillel Haim, Geschichte des jüdischen Volkes: Von den Anfängen bis zur Gegenwart (München, verschiedene Auflagen), Band II.
- Robert Brody, The Geonim of Babylonia and the Shaping of Medieval Jewish Culture (New Haven, 1998).
- Goitein, Shlomo Dov, Jews and Arabs: Their Contacts Through the Ages (New York 1964).
- Goitein, Shlomo, A Mediterranean Society (Berkley 1967-1993).
- Gil, Moshe, The History of Palestine (Cambridge 1992), pp. 490-777.
- Jews in Islamic Countries in the Middle Ages (Leiden and Boston 2004).
Sprache und Literatur:
- Khan, Geoffrey, "Judaeo-Arabic", in Encyclopedia of Arabic Language and Literature, Band II, 526-536.
- Feton, Paul, "Judaeo-Arabic Literature", in M. J. Young, J. D. Latham, and R. B. Serjeant, eds., Religion, Learning and Science in the ʿAbbasid Period, Cambridge 1990, pp. 461–76.
- Stemberger, Günter, Geschichte der jüdischen Literatur (München 1977).
- Hebrew Bible / Old Testament. The History of Its Interpretation, Ed. Magne Sæbø (Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht, 2000), Vol. 2. (verschiedene Kapitel zur jüdischen Bibelauslegung)
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12486 Vorlesung: Ausgewählte Themen II (Geschichte/Kultur): - Die Türkei und die Turkvölker im 20. Jahrhundert - Prof. Dr. Mehmet Hacisalihoglu
Do. 14:15 bis 16:00
Die Vorlesung hat zum Ziel, ein Grundwissen zur Geschichte der Türkei und Turkvölker vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart zu vermitteln. In der Vorlesung werden zuerst die Entstehungsgeschichte der Türkei, dann die einzelnen Turkvölker u.a. Aserbaidschan, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan, die Uiguren, die Tataren (Krimtataren), die Türken in Bulgarien, im Irak und auf Zypern, die Gagausen, die Turkvölker im Nordkaukasus und die türkische Diaspora in Westeuropa thematisiert.
*Im Hauptfach müssen Sie zwei Vorlesungen Ausgewählte Themen II belegen.
Kompetenzen: Die Teilnehmer:innen der Vorlesung werden in der Lage sein, die komplizierten Zusammenhänge zwischen der osmanischen Balkanherrschaft, der islamischen Kultur in Südosteuropa und der besonderen Stellung der Balkanvölker zwischen Orient und Okzident zu verstehen.
Literatur:
- Peter B. Golden, An Introduction to the History of the Turkic Peoples, Wiesbaden: Otto Harrasowitz Velag, 1992.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfungsform: Klausur
1.2. BA-SPRACHKURSE (STUFE I-VI)
12558 Kasachisch 2: siehe unten unter MA
12155 Sprachunterricht: Arabisch 2 - Prof. Dr. Andreas Kaplony, Dr. Julia Singer und Dr. Sarah El Bulbeisi
Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / Do. 10.15 bis 12:00
Der Kurs Arabisch 2 baut inhaltlich auf dem Kurs Arabisch 1 auf. Neben der Erweiterung des Wortschatzes stehen die Verbalstämme sowie die Bildung des Perfekts, des Imperativs und der Zukunft im Zentrum. Darüber hinaus werden die sogenannten schwachen Verben und ihre Konjugation eingeführt. Sie lernen Uhrzeiten und Farben kennen. Ihr Wortschatz wächst auf ca. 800 Wörter (davon 400 Wörter neu).
Ziel des Kurses ist es, Ihr grammatikalisches Fundament auszubauen und Ihr Sprachgefühl für das Arabische zu vertiefen. Besonders im Fokus steht die Flüssigkeit im Lesen und in der einfachen Kommunikation. Sie gewinnen Sicherheit in der Analyse arabischer Texte und verbessern ihre Fähigkeit, grammatikalische Strukturen korrekt anzuwenden. Am Ende des Semesters verfügen Sie über eine solide Grundlage, die es Ihnen ermöglicht, auf Basisniveau aktiv auf Arabisch zu kommunizieren und komplexere sprachliche Strukturen zu verstehen.
Lehrmittel:
- Arabisch intensiv: Grundstufe (2017) In Kommission für das Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität Bochum. 6., durchgesehene und erweiterte Auflage. 322 Seiten. 978-3-87548-834-0
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Mündliche Prüfung (20 Minuten)
12539 Sprachunterricht: Hebräisch 2 - Dr. Yossi Brill
Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00
Der Kurs Hebräisch 2 bietet einen Einstieg in die hebräische Sprache und vermittelt die grundlegenden Grammatikstrukturen und typologischen Merkmale der hebräischen Sprache. Im ersten Schritt werden der allgemeine Sprachaufbau, die Struktur der Sprache, das hebräische Alphabet und die Aussprache behandelt.
Ziel des Hebräischkurses ist es, den Studierenden das Grundgerüst und die Prinzipien der hebräischen Sprache zu vermitteln, damit sie diese für ihre Studien oder auch für Auslandsaufenthalte in Israel nutzen können. Zusätzlich zu den Texten und Übungen aus dem Lehrbuch werden Sie sich sowohl mit Midrashim, hebräischer Lyrik und israelischen Liedern als auch mit häufigen Begriffen und gegenwärtigen Ausdrücken des Alltags beschäftigen.
Lehrbuch:
- Chayat, Shlomit, et al. Hebrew from Scratch – Part 1. Jerusalem: Academon, 2019.
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
13073 Sprachunterricht: Persisch 2 - Dr. Christl Catanzaro
Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / Do. 10.15 bis 12:00
Aufbauend auf den in Persisch 1 erworbenen Kenntnissen werden wir einige grammatikalische Details ergänzen (Konjunktiv II, Futur, Nebensätze) und uns intensiv mit der Wortbildung im Persischen beschäftigen. Außerdem gilt es, anhand verschiedener Textarten eine Übersetzungsstrategie einzuüben, die es erlauben soll, nach dem Besuch dieses Kurses mit Hilfe eines Wörterbuches selbständig Texte zu erarbeiten. Im Fokus der Veranstaltung liegt jedoch wie schon im vergangenen Semester das aktive Erlernen des Persischen anhand von typischen Konversationssituationen (Einkaufen, Restaurantbesuch, Reisen, Beschreibung der Wohnung, Freizeitaktivitäten, ...), wobei die Vermittlung von Landeskunde und interkulturellem Wissen nicht zu kurz kommt. Dabei werden wir uns dieses Semester noch stärker auf die Unterschiede zwischen geschriebener Sprache und Umgangssprache konzentrieren.
Literatur:
Zur Anschaffung empfohlen: Anousha Sedighi, Persisch Aktiv. Eine Einführung in Sprache und Kultur, Wiesbaden 2022
Literatur wird im gleichnamigen Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12482 Sprachunterricht: Türkisch 2 - Dr. Nevra Lischewski
Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12.15 bis 14:00
Der Kurs Türkisch 2 baut inhaltlich auf dem Kurs Türkisch 1 auf. Die Zielgruppe dieser Lehrveranstaltung sind Studierende, die bereits den ersten Türkischkurs besucht und abgeschlossen haben oder über das Niveau (+/-) A1 verfügen.
Im Kurs werden die folgenden Themen behandelt und die im vorherigen Kurs gelernten Grammatikstrukturen vertieft und ergänzt.
Im Kurs werden folgende Themen behandelt und die gelernten Grammatikstrukturen im vorherigen Kurs vertieft und ergänzt.
Die grammatischen Inhalte des Kurses: Der Kurs konzentriert sich auf die Inhalte (Lektion 4 -8) aus dem Lehrbuch "Türkisch mit System" wie z.B.
• Das (bestimmte und unbestimmte) Perfekt
• Wortbildungsstrategien
• Postpositionen
• Das Reflexivpronomen
• Die Notwendigkeitsform
• Der Infinitiv
• Die Wiedergabe von "brauchen", "müssen", "dürfen" und "können"
• Zusammengesetze Tempusformen
• Konditional
Kommunikative Inhalte des Kurses: In dem Kurs werden die Sprachmittel, die zur Bewältigung von verschiedenen kommunikativen Situationen dienen, und interessante und wissenswerte Informationen über Land & Leute erlernt. Ziel ist es, die türkische Sprache in alltäglichen Situationen anwenden zu lernen, sich zu verständigen und Problemstellungen sprachlich zu bewältigen. Anhand unterschiedlichen Lehr-Lernaktivitäten werden z.B. folgende Themen geübt:
• Gesprächsthemen aus dem Alltag z.B. ein Telefonat führen, einen Termin vereinbaren, Einkaufsgespräche führen, Vorschläge machen und auf die Vorschläge reagieren
• Die Weitergabe von Informationen
• Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil geben
• Räumlichkeit und sich orientieren
• Persönliche Bedürfnisse ausdrücken
• Rund um den Verkehr
• Über frühere Gewohnheiten sprechen
• Verpasste Gelegenheiten und ursprüngliche Absichten ausdrücken
• Eine Stadt beschreiben
• Rund ums Wetter
Lernziele des Kurses: Die kommunikativen Fertigkeiten und sprachlichen Mittel zur elementaren Sprachverwendung entsprechen der Stufe A 2. Die Teilnehmer verfügen am Ende des Kurses über grammatikalische und kommunikative Fertigkeiten, die sie zum Handeln in verschiedenen elementaren Alltagssituationen im Vergleich zum ersten Kurs befähigen. Sie können häufig gebrauchte Ausdrücke und einfache Sätze verstehen und auf diese reagieren, solange es um vertraute Themen und um unmittelbare Bedürfnisse handelt. Alltägliche Texte verstehen und selber produzieren.
Lehrmaterial und Literatur:
- Der Unterrichtsinhalt wird durch abwechslungsreiche Lehrmaterialien, wie z.B. Dialoge, Texte, Zeitschriften- und Zeitungsartikel, Karikaturen usw. den Studierenden ergänzt, um den praktischen Umgang mit der türkischen Sprache zu üben.
- Dieser Kurs basiert auf dem Blended Learning-Ansatz und bietet eine effektive Kombination aus Präsenz- und Online-Lernphasen. Alle weiteren Kursinformationen, Materialien und Ressourcen werden im zugehörigen Moodle-Kurs bereitgestellt. Sobald die Teilnehmerliste finalisiert ist, wird der Zugangslink sowie der Einschreibschlüssel für den Moodle-Kurs bereitgestellt. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man eingeschrieben ist, um auf alle Kursmaterialien und Aktualisierungen zugreifen zu können.
Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12556 Aufbaukurs Arabisch 2 (= Arabisch 4) - Dr. Julia Singer, Sabrina Deininger, M.A.
Di. 10:15 bis 12:00 / Fr. 08:15 bis 9:45
Der Kurs Arabisch 4 schließt den Sprachkurs ab. Sie lernen das Plusquamperfekt, die Verwendung und Bildung der Verbalsubstantive, Kausal- und Finalsätze,
Partizipien, die Bildung des Passivs, Bedingungssätze und den Zustandsakkusativ kennen. Im Hinblick auf die Grammatik ist dieser Kurs sehr intensiv, allerdings haben Sie am Ende des Kurses einen umfassenden Überblick auf die gesamte arabische Grammatik erhalten. Mit entsprechenden Wortschatzkenntnissen können Sie sich nun auch anspruchsvolle Texte erschließen.
Ziel des Kurses ist, Ihren Gesamtüberblick der arabischen Grammatik abzuschließen und Sie (mit Hilfe eines Wörterbuchs) in die Lage zu versetzen, auch komplexere arabische Texte (> Originalquellen) grammatikalisch zu analysieren und zu übersetzen.
Lehrmittel:
- Arabisch intensiv: Aufbaustufe (2018) In Kommission für das Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität Bochum. 408 Seiten. 2., durchgesehene und korrigierte Auflage - 978-3-87548-874-6. kartoniert
Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz, 9 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Übungsmappe
12496 Aufbaukurs Hebräisch 2 (= Hebräisch 4) - Dr. Yossi Brill
Di. 12:15 bis 14:00 / Fr. 12:15 bis 14:00
Der Aufbaukurs Hebräisch 4 setzt den Aufbaukurs Hebräisch 3 fort und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf komplexere Satzkonstruktionen. Im Aufbaukurs erhalten die Studenten die grammatikalischen Mittel, die sie bei der Arbeit mit komplizierteren Texten über wissenschaftliche Themen nutzen können. Anhand von Texten und Dialogen wird der Fachwortschatz erarbeitet und ausgebaut. Die aktiven und passiven Sprachfertigkeiten in mündlicher und schriftlicher Form (Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen und Übersetzen) werden weiter ausgebaut. Um die Übungen aus dem Lehrbuch zu ergänzen, werden Sie sich sowohl mit alltäglichen Phrasen und Midrashim wie auch mit hebräischer Lyrik und israelischen Liedern beschäftigen. Für den Lernerfolg ist es wichtig, dass die Studenten die gestellten Hausaufgaben machen und sich aktiv an den sprachlichen Übungen im Unterricht beteiligen.
Wer diesen Kurs erfolgreich abschließt, wird die grundlegenden sprachlichen Erscheinungen kennen, Verben im Präsens, Präteritum und Futur konjugieren können und eine gute Beherrschung der verschiedenen Sprachfertigkeiten – Schreiben, Sprechen, Leseverstehen und Hörverstehen – erreichen.
Literatur:
- Chayat, Shlomit, et al. Hebrew from Scratch – Part 2. Jerusalem: Academon, 2004.
Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz, 9 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12537 Aufbaukurs Persisch 2 (= Persisch 4) - Dr. Christl Catanzaro, Dr. Mehr Newid
Di. 12:15 bis 14:00 und Di. 14:15 bis 16:00
Bei dieser Veranstaltung werden Ausschnitte aus Prosa und Dichtung verschiedener Epochen gelesen und übersetzt sowie grammatikalische und syntaktische Phänomene erläutert. Der Stoff beinhaltet sowohl umgangssprachliche als auch literarische Beispiele des iranischen Farsi und afghanischen Dari.
Literatur:
- Zur Anschaffung empfohlen: Newid, Mehr Ali / Mumm, Peter-Arnold: Persisches Lesebuch: Farsi, Dari, Tajiki - Originaltexte aus zehn Jahrhunderten mit Kommentar und Glossar, Wiesbaden 2007
- Alavi, Bozorg: Geschichte und Entwicklung der modernen persischen Literatur, Berlin 1964
- Arberry, Arthur J.: Classical Persian Literature, London 1958
- Browne, Edward Granville, A Literary History of Persia, 4 Bde., Cambridge 1928 (Neuauflage 1951)
- Geiger, Wilhelm / Kuhn, Ernst: Grundriss der iranischen Philologie, 2 Bde., Strassburg 1895/1904 (auch als Nachdruck)
- Rückert, Friedrich: Grammatik, Poetik und Rhetorik der Perser, Gotha 1874
- Rypka, Jan: Iranische Literaturgeschichte, Leipzig 1959
-
Für die Stunde bei Frau Catanzaro werden die Texte und Materialien im gleichnamigen Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt
Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz, 9 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur
12538 Aufbaukurs Türkisch 2 (= Türkisch 4) - Dr. Nevra Lischewski
Mo. 14:15 bis 16:00 und Mi. 14:15 bis 16:00
Der Kurs Aufbaukurs Türkisch 2 (= Türkisch 4) baut inhaltlich auf den Kursen Türkisch 1-2 und 3 auf. Die Zielgruppe dieser Lehrveranstaltung sind Studierende, die die vorherigen Türkisch-Kurse schon besucht und abgeschlossen haben oder über das Niveau (+/-) A2 oder (+/-) B1 verfügen. Im Kurs werden folgende Themen behandelt und die gelernten Grammatikstrukturen vertieft und ergänzt.
Die grammatischen Inhalte des Kurses: Der Kurs konzentriert sich auf die grammatikalischen Inhalte wie Konverbien, Partizipien und Verbalnomen.
Kommunikative Inhalte des Kurses: In dem Kurs werden die Sprachmittel, die zur Bewältigung verschiedener kommunikativer Situationen dienen, und interessante und wissenswerte Informationen über Land und Leute, erlernt. Anhand unterschiedlicher Lehr-Lernaktivitäten werden Themen wie Geschlechtsrolle und Geschlechtsidentität, Natur und Mensch und Natursportarten geübt.
Lernziele des Kurses: Das Ziel ist es, die türkische Sprache in alltäglichen Situationen sowie in der Wissenschaft anwenden zu lernen, sich zu verständigen und Problemstellungen sprachlich zu bewältigen.
Lehrmaterial und Literatur:
- Der Unterrichtsinhalt wird durch abwechslungsreiche Lehrmaterialien, wie z.B. Dialoge, Texte, Zeitschriften- und Zeitungsartikel, Karikaturen usw. den Studierenden zur Verfügung gestellt, um den praktischen Umgang mit der türkischen Sprache zu üben.
- Dieser Kurs basiert auf dem Blended Learning-Ansatz und bietet eine effektive Kombination aus Präsenz- und Online-Lernphasen. Alle weiteren Kursinformationen, Materialien und Ressourcen werden im zugehörigen Moodle-Kurs bereitgestellt. Sobald die Teilnehmerliste finalisiert ist, wird der Zugangslink sowie der Einschreibschlüssel für den Moodle-Kurs bereitgestellt. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man eingeschrieben ist, um auf alle Kursmaterialien und Aktualisierungen zugreifen zu können.
Art der Prüfung: Schriftliche Klausur (90 Min.)
Arbeitsaufwand und Anzahl der ECTS-Punkte: 3 Stunden/Woche Präsenz, 4 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
12528 Studienkurs Arabisch 2: Geschichten lesen, Sprache entdecken: Wortschatzerweiterungen mit arabischen Kurzgeschichten - Dr. Julia Singer
Fr. 10:15 bis 12:00
Im Studienkurs lesen und analysieren wir ausgewählte arabische Kurzgeschichten und erarbeiten Methoden zur Erschließung unbekannter und anspruchsvoller Texte. Dabei liegt der Fokus auf Lesestrategien (z.B. globales Lesen / selektives Lesen), der Förderung des Leseverstehens und textbezogenen Aufgabenformaten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung Ihres Wortschatzes und der Nutzung digitaler Werkzeuge zur Unterstützung des Lehr- und Lernprozesses: digitale Vokabellernprogramme und Wörterbücher, automatisierte Setzung der Taškīl-Zeichen, die Verwendung arabischer Schrift in Word. Durch den Einsatz digitaler Werkzeuge soll der Zugang zu arabischen Kurzgeschichten erleichtert werden. Gleichzeitig wird der Einsatz dieser Werkzeuge didaktisch reflektiert und Möglichkeiten und Grenzen thematisiert.
Sie lernen in diesem Kurs Strategien, um sich arabische Kurzgeschichten Stück für Stück zu erschließen. Darüber hinaus werden Sie mit den aktuell wichtigsten digitalen Tools und Werkzeugen vertraut und erkennen deren Verwendungsmöglichkeiten in der Lehre/beim Lernen.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur: Die Kurzgeschichten werden im Verlauf des Semesters bekannt gegeben.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfungsform:Übungsmappe.
12527 BA-SprachPrax Arabisch: Geschichten formulieren: auf Arabisch über die eigenen Interessen sprechen - Simon Weiser, M.A.
Mo. 10:15 bis 12:00 online
Über manche Themen können wir stundenlang reden. Bei manchen Themen hingegen wissen wir nach fünf Minuten nicht mehr, was wir sagen sollen. Das gilt unabhängig von der Sprache, die wir sprechen. Doch für das Sprachenlernen bringt das die besondere Herausforderung mit sich, dass die Motivation je nach Thema stark variieren kann. Dementsprechend setzt diese Sprachpraxis bei unseren individuellen Interessen an. Ziel ist es, das für unsere jeweiligen Vorlieben relevante Vokabular aufzubauen und dadurch zu lernen, über unsere persönliche Interessen zu sprechen. Dafür greifen wir auch auf generative künstliche Intelligenz zurück, die dabei helfen kann, Sprachenlernen stärker zu individualisieren. Gleichzeitig wollen wir den Einsatz dieser technischen Werkzeuge auch didaktisch reflektieren und über deren Möglichkeiten und Grenzen diskutieren.
Ziel dieser Übung ist es, den eigenen Wortschatz zu erweitern, grammatikalische Kenntnisse zu festigen sowie die arabische Aussprache zu verbessern.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur:
- Karatas, F., Abedi, F.Y., Ozek Gunyel, F. et al. Incorporating AI in foreign language education: An investigation into ChatGPT’s effect on foreign language learners. Educ Inf Technol 29, 19343–19366 (2024). https://doi.org/10.1007/s10639-024-12574-6
- Son, Jeong-Bae, Natasha Kathleen Ruzic, and Andrew Philpott. "Artificial intelligence technologies and applications for language learning and teaching." Journal of China computer-assisted language learning 5.1 (2025): 94-112.
Arbeitsaufwand: 1,5 Stunden/Woche Präsenz, 4,5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (= 3 ECTS-Punkte)
Prüfungsform: Schriftliche Prüfung in der letzten Sitzung
12645 MA-Sprachpraxis Arabisch 2: Christians in the Middle East: Readings from Past and Present - Dr. Vevian Zaki
Fr. 10:15 bis 12:00 online
Christians in the Middle East are often perceived as a vague and homogeneous group, receiving broader attention primarily in contexts of violence or conflicts, with little regard for their historical depth and internal diversity. This course aims to introduce Arabic-speaking Christian communities in both historical and contemporary contexts, focusing on how they have represented themselves and articulated their beliefs and identities. It also examines how these communities have been perceived and portrayed by their Muslim counterparts and explores the dynamic interactions between Christians and their broader Islamic milieu.
After completing this course: Students will expand their Arabic vocabulary; will develop their ability to read, listen to, and discuss Arabic sources, as well as to express themselves accurately and fluently in spoken and written Arabic; will acquire a broad understanding of the history of Christian communities in the Middle East; will develop the ability to critically read and analyze both historical and contemporary Arabic sources written by Christians, as well as texts about them produced by their Muslim counterparts.
Literatur:
- Angold, Michael (ed.). The Cambridge History of Eastern Christianity. Cambridge: Cambridge University Press, 2006.
- Barhebraeus. Tārīḫ muḫtaṣar ad-duwal, ed. Anṭūn Ṣāliḥānī. Bairūt: al-Maṭbaʿa al-Kāṯūlīkīya, 1958.
- Graf, Georg. Geschichte der christlichen arabischen Literatur. 5 Vols. Vatican: Biblioteca Apostolica Vaticana, 1944–53.
- Negoiță, Octavian-Adrian. Eastern Christians’ Engagement with Islam and the Qur’ān: Texts, Contexts and Knowledge Regimes. Berlin: De Gruyter, 2025.
- Samir, Samir Khalil and Wafik Nasry (eds.). The Patriarch and the Caliph: An Eighth-Century Dialogue between Timothy I and al-Mahdi. Provo, Utah: Brigham Young University Press, 2018.
Arbeitsaufwand: 1,5 Stunden/Woche Präsenz, 4,5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (= 3 ECTS-Punkte)
Prüfungsform: Klausur
xxx Studienkurs Judaistik 2: Das meistübersetzte Buch: Bibelübersetzungen vom Mittelalter bis heute - Lea Gzella
Do. 10:15 bis 12:00
Die Bibel ist das am häufigsten übersetzte Buch der Menschheitsgeschichte. Die Sprachen, in die sie übersetzt wurde, sind ebenso vielfältig wie die dafür verwendeten Übersetzungsmethoden. Ausgehend vom Originaltext der Hebräischen Bibel werden in diesem Kurs verschiedene Übersetzungsansätze vorgestellt und im Detail diskutiert. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf mittelalterlichen arabischen Bibelübersetzungen (frühe judäo-arabische Bibelübersetzungen, Saadia Gaon, Ibn Ganaḥ und karäische Exegeten wie Yefet ben Eli und Yeshuʿah ben Yehudah), später gehen wir zu modernen jüdischen Übersetzungen über (Jiddisch, Buber-Rosenzweig). Ansonsten richten sich Übersetzungen und Schwerpunkte nach den Sprachkenntnissen und Interessen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Kenntnisse des Hebräischen (modern oder Bibelhebräisch) sind von Vorteil, aber keineswegs erforderlich. Kenntnisse der Übersetzungssprachen sind ebenfalls nicht erforderlich.
Kompetenzen: In diesem Kurs untersuchen Sie verschiedene Bibelübersetzungen und lernen, unterschiedliche Übersetzungsmethoden zu analysieren.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur:
Literaturauswahl:- Meira Polliack. The Karaite Tradition of Arabic Bible Translation. A Linguistic and Exegetical Study of Karaite Translations of the Pentateuch from the Tenth and Eleventh Centuries C.E. Leiden: Brill, 1997.
- Idem. “Arabic Bible Translations.” EHLL 1:128–137.
- Ronny Vollandt. “Whether to Capture Form or Meaning. A Typology of Early Judaeo-Arabic Pentateuch Translations.” Seiten 58–83 in A Universal Art. Hebrew Grammar Across Disciplines and Faiths. Herausgegeben von Nadia Vidro, Irene E. Zwiep, und Judith Olszowy-Schlanger. Leiden: Brill, 2014.
- Idem. “Translations as Linguistic Commentaries? On the Interpretative Dimension of Early Bible Translations into Judaeo-Arabic.” Philological Encounters 3 (2018): 253–274. Inka Sauter, Christoph Kasten und Ansgar Martins, Hrsg., Die Bibelübersetzung von Buber-Rosenzweig. Geschichte eines Projekts. Berlin: Jüdischer Verlag/Suhrkamp Verlag, 2025.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
xxx Sprachpraxis Judaistik 2: Mizrahische Medien: Geschichte, Identität und Diskurs - Dr. Yossi Brill
Di. 10:15 bis 12:00
Der Kurs bietet einen Überblick über die Entwicklung mizrahischer Medien in Israel. Im Verlauf des Kurses werden Texte aus unterschiedlichen journalistischen Gattungen gelesen und diskutiert. Besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie die Sprache mizrahischer Medien gesellschaftliche und kulturelle Prozesse widerspiegelt und zugleich aktiv mitgestaltet. Dabei werden Dynamiken von Identität, politischer Zugehörigkeit und sozialem Wandel beleuchtet, um ein vertieftes Verständnis für die Rolle mizrahischer Medien in der gegenwärtigen israelischen Öffentlichkeit zu entwickeln.
Die Studentin / der Student erwirbt analytische Werkzeuge zur Untersuchung von journalistischen Texten, um unterschiedlicher Gattungen kritisch zu lesen zu können, und diskursanalytisch zu Texten sowohl in Printmedien als auch in elektronischen Medien. Darüber hinaus entwickeln Sie ein vertieftes Verständnis dafür, wie Sprache mediale Identitätskonstruktionen, politische Zugehörigkeiten und Prozesse sozialen Wandels widerspiegelt und aktiv mitgestaltet.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur:
- Arie Kizel, The new Mizrahi narrative in Israel. Tel Aviv: Resling, 2014.
- Hannan Hever, Yehouda Shenhav, Pnina Motzafi-Haller (Hgg.). Mizrahim in Israel: A Critical Observation into Israel’s Ethnicity. Jerusalem: The Van Leer Jerusalem Institute, 2002.
- Yigal Nizri. Eastern Appearance / Mother Tongue: The Present that Moves in the Thickets of Its Arab Past. Tel Aviv: Babel Publishing, 2004.
Arbeitsaufwand: 1,5 Stunden/Woche Präsenz, 3 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (= 3 ECTS-Punkte)
Prüfungsform: Hausarbeit
12533 Studienkurs Persisch 2, Gruppe 1: Selected Readings in Iranian History: Modern Iranian History through the Eyes of Women - Gastprof. Dr. Leila Rahimi Bahmany
Mi. 12:15 bis 14:00
This course offers a close reading of prose and poetry written by women authors in Iran across some of the most turbulent periods of the country’s modern history. Focusing on writers writing within Iran rather than in the diaspora, the course examines how women have responded to political upheavals, social transformations, and cultural pressures through powerful literary expression. All texts will be read in the original Persian, allowing students to engage directly with the language, stylistic nuance, and expressive voice of the authors. Through memoirs, essays, fiction and poetry, the course explores how Iranian women writers articulate their views in moments of crisis, change and resistance. These works serve as important sites of convergence for gender, politics and identity. They are mirrors vividly reflecting experiences and critiques.
By engaging closely with these texts, students will gain insight not only into the historical and social realities reflected in women’s writing but also into the distinctive literary strategies through which Iranian women authors have voiced their experiences, critiques, and aspirations.
Literature: The relevant Persian prose and poetry texts will be provided.
Arbeitsaufwand: 2 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
12532 Studienkurs Persisch 2, Gruppe 2: Sprachen der türkischen und iranischen Welten - Dr. Christl Catanzaro
Di. 16:15 bis 18:00
Natürlich gibt es nicht DIE “persische Welt” und auch nicht DIE “türkische Welt”, auch wenn wir diese Bezeichnungen für unsere Studienschwerpunkte gewählt haben und uns vor allem mit dem Osmanischen Reich und der Türkischen Republik respektive den neupersischen Reichen der Safaviden, Kadscharen und Pahlaviden sowie der Islamischen Republik Iran beschäftigen. Selbst Begriffe wie “persophone Welt”, die immerhin Mittelasien, Afghanistan, teilweise Kleinasien und den Kaukasus sowie Nordindien miteinbeziehen, greifen zu kurz, um die Vielfalt an Sprachen und Schriften zu beschreiben, die in der Region, die wir behandeln, gesprochen und/oder geschrieben wurden und werden.
In dieser Veranstaltung möchte ich den zugegebenermaßen gewagten Versuch unternehmen, anhand geeigneter Beispieltexte nicht nur in die anderen türkischen und iranischen Sprachen wie Osmanisch, Uzbekisch, Dari oder Kurdisch einzuführen, sondern auch in das Griechische, Armenische und Georgische sowie die Balkansprachen (inklusive des Italienischen). Arabisch und Hebräisch dürfen natürlich nicht ganz außen vor bleiben, werden aber nur ganz am Rande vorkommen.
Entsprechend der Vorkenntnisse und Interessen der Teilnehmer können einzelne Sprachen vertieft behandelt oder auch zusätzliche Sprachen aufgenommen werden.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur: Texte und weiterführende Literatur werden im gleichnamigen moodle-Kurs zur Verfügung gestellt
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfungsform: Hausarbeit
12531 Studienkurs Persisch 2, Gruppe 3: Die Vierzeiler von Omar Khayyam - Dr. Mehr Newid
Di. 14:15 bis 16:00 - online und in Präsenz
Der Zeltmacher Khayyam (ca. 1048-1131) ist nicht nur als Dichter, sondern auch als Mathematiker, Astronom und Philosoph bekannt. Er lebte in der Herrschaftszeit der Groß-Seldschuken in der chorasanischen Kreisstadt Nischapur bei Maschhad. Der Seldschuke Malik Schah I (reg. 1071-1092) beauftragte Khayyam, ein Observatorium errichten zu lassen, und dieses stand bis 1072 unter seiner Leitung.
Sowohl in seiner philosophischen Weltanschauung als auch in seinen Vierzeilern geht er auf islamkritische Themen ein, weswegen er von Mystikern wie Schams-e Tabrizi (die Sonne von Täbris), dem spirituellen Führer von Rumi, abgelehnt wurde.
Die Vierzeiler des Khayyam, von denen wir nicht wissen, ob alle von ihm selbst stammen, vermitteln traditionelle und folkloristische Bräuche durch eine einfache Sprache, die für jeden verständlich ist. Im Westen wurden sie durch die Übersetzung des englischen Gelehrten Edward FitzGerald bekannt. Ebenso in Deutschland, hier wurden sie von Friedrich Bodenstedt, Graf von Schack und Friedrich Rosen übersetzt.
In dieser Veranstaltung werden die Vierzeiler des Khayyam nicht nur aus dem Persischen übersetzt, sondern es wird auch die Weltanschauung des Dichters durch den Inhalt seiner Verse im Vergleich mit anderen Dichtern wie Hafiz und Saadi erläutert. Während die Vierzeiler des Khayyam im chorasanischen Stil verfasst wurden, dichteten Saadi und Hafiz im sogenannten irakischen Stil, der für komplizierte Ausdrucksformen und seine vielen arabischen Wörter und Wendungen bekannt ist.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Arbeitsaufwand: 2 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Hausarbeit, Klausur oder mündliche Prüfung, wenn gewünscht
12535 Sprachpraxis Persisch 2: Musik - Dr. Christl Catanzaro
Do. 12:15 bis 14:00
In dieser Übung lesen und übersetzen wir Liedtexte (von den diversen Nationalhymnen Irans über traditionelle Lieder bis hin zu Rock, Pop und Rap) sowie Texte über Musik und Musiker:innen. Sie werden sehen: über Geschmack lässt sich zwar nicht streiten, aber wunderbar auf Persisch diskutieren. Gerne dürfen die Teilnehmer:innen dabei Liedtexte einbringen, die sie gerne singen - und von denen sie schon immer einmal wissen wollten, was sie da eigentlich genau singen...
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur: wird im gleichnamigen moodle-Kurs zur Verfügung gestellt
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
12495 Studienkurs Türkisch 2, Gruppe 1: Osmanisch 2: Grammatik - Dr. Nevra Lischewski
Mi. 10:15 bis 12:00
Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer zu befähigen, ältere türkische Texte in arabischer Schrift Texte zu entziffern, zu analysieren und forschungsnah zu diskutieren.
Im ersten Schritt vermittelt der Kurs einen Überblick über die Schriftkultur im Osmanischen Reich ab der Mitte des 19. Jahrhundert. Im zweiten Schritt liegt der Schwerpunkt auf dem Lesen von osmanischen Texten, wie z.B. ältere Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Dokumenten oder Briefe. Weiterhin werden im Kurs die Besonderheiten der Grammatik, der Wortstellung und des Wortschatzes sowie arabische und persische grammatikalische und lexikalische Elemente, die die osmanischen Texte prägen, behandelt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Kurses ist es, die Studenten mit der Verwendung der Hilfsmittel vertraut zu machen, damit sie selbständig mit diesen Texten umgehen können.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur:
Die Dozentin stellt die Unterrichtsinhalte und abwechslungsreiche Lehrmaterialien zur Verfügung. Folgende Quellen, die in der Institutsbibliothek vorhandeln sind, werden als Hilfsmittel empfohlen:
- Redhouse Türkçe / Osmanlica /ingilizce Sözlük
- Türkçe-Almanca / Almanca Türkçe Sözlük von Karl Steuerwald
- Develioglu, Ferit. Osmanlica Türkçe Ansiklopedik Lûgat
Arbeitsaufwand: 1,5 Stunden/Woche Präsenz, 3 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)
12534 Studienkurs Türkisch 2, Gruppe 2: Osmanische Diplomatik - Prof. Dr. Mehmet Hacisalihoglu
Do. 12:15 bis 14:00
Im Kurs werden osmanische Urkunden gelesen, übersetzt und kommentiert. Es handelt sich hauptsächlich um handschriftliche Dokumente aus verschiedenen Behörden des Osmanischen Reiches in den Handschriftarten rika/riqa und divani/diwani. Der überwiegende Anteil der osmanischen Urkunden, deren Anzahl im Osmanischen Archiv in Istanbul 90 Millionen übersteigt und welche für die Erforschung der neuzeitlichen Geschichte der südosteuropäischen, nahöstlichen und nordafrikanischen Länder unerlässlich sind, ist in rika und divani-Schriftarten.
Ziel des Studienkurses ist, dass die Teilnehmer:innen die osmanischen Handschriften lesen können und dadurch in der Lage sind, die zahlreichen osmanischen Archivquellen für die Geschichtsforschung zu benutzen.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Quellen für Texte und Grammatik:- Yilmaz Kurt, Osmanli Türkçesine Giriş, 2. Auflage, Ankara: Akçag, 2013.
- Yilmaz Kurt, Osmanlica Dersler, 2 Bände, 28. Auflage, Ankara: Akçag, 2022.
- Recep Karacakaya, İsmail Yücedag, Osmanlı Arşiv Vesikaları, 6. Auflage, Istanbul: İdeal, 2019. Faruk K.
- Timurtaş, Osmanlı Türkçesine Giriş 1, 41. Auflage, Istanbul: Alfa, 2021
- Ludwig Fekete, Einführung in die osmanisch-türkische Diplomatik der türkischen Botmäßigkeit in Ungarn, Budapest: Ungarische Universität, 1926, S. I-LXVIII. M.
- Tayyib Gökbilgin, Osmanlı Paleografya ve Diplomatik İlmi, Istanbul: Enderun Kitabevi, 1992.
- Mübahat Kütükoglu, Osmanlı Belgelerinin Dili (Diplomatik), 2. Auflage, istanbul: Kubbealti, 1998.
- Mehmet Hacisalihoglu, “Osmanische Quellen zur Balkangeschichte. Eine Übersicht über die Bestände des Zentralarchivs in Istanbul und weiterer osmanischer Archive", in: Südosteuropa von der vormodernen Vielfalt und nationalstaatlicher Vereinheitlichung. Festschrift für Edgar Hösch, ed. Konrad Clewing, Oliver Jens Schmitt, München: R. Oldenbourg Verlag, 2005, S. 35-85. Basbakanlık Osmanlı Arşivi Rehberi
- Zenker, Julius Theodor, Türkisch-Arabisch-Persisches Handwörterbuch, Hildesheim: Georg Olms Verlagsbuchhandlung, 1967.
Prüfung: Klausur
12560 Studienkurs Türkisch 2, Gruppe 3: Weltkriege, Blockaden, Slow Violence und humanitäre Hilfe im östlichen Mittelmeerraum - PD Dr. Talin Suciyan
Fr. 10:15 bis 14:00 - This seminar will take place as a block seminar starting from June, 5th Fridays, four hours.
Das Seminar untersucht den Ersten Weltkrieg im Nahen Osten aus der Perspektive von Seeblockade, Hungersnot und der Entstehung des modernen Humanitarismus. Im Mittelpunkt stehen der östliche Mittelmeerraum und die osmanischen Provinzen im Nahen Osten. Analysiert wird, wie wirtschaftliche Kriegsführung zu massiver ziviler Not und hoher Sterblichkeit beitrug und wie diese Erfahrungen politische Herrschaft sowie internationale Normen nach 1918 nachhaltig veränderten.
In Auseinandersetzung mit zentralen Arbeiten diskutieren die Studierenden das Verhältnis von Blockade, „slow violence“ und der Institutionalisierung humanitärer Hilfe. Der Krieg wird dabei als andauernder Ausnahmezustand verstanden, der außergewöhnliche Maßnahmen – wirtschaftliche Strangulierung, Bevölkerungsregulierung und organisierte Hilfsregimes – normalisierte und die politische Ordnung der folgenden Jahrzehnte prägte.
Das Seminar fördert vertiefte Fähigkeiten im kritischen Lesen und Denken, die eigenständige Einordnung historiographischer Debatten sowie die analytische Argumentation in Diskussion.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur:
Cabanes, Bruno. The Great War and the Origins of Humanitarianism, 1918-1924. Cambridge University Press, 2014, https://doi.org/10.1017/CBO9781139105774
- Kramer, Alan. Dynamic of Destruction: Culture and Mass Killing in the First World War. Oxford University Press, 2023.
- Jones, Heather. “A Forgotten Front? The Mediterranean Blockade in the First World War.” International History Review [Toronto], vol. 46, no. 4, 2024, pp. 426–43, https://doi.org/10.1080/07075332.2024.2344831.
- Nixon, Rob. Slow Violence and the Environmentalism of the Poor. 1st ed., Harvard University Press, 2011, https://doi.org/10.4159/harvard.9780674061194
- Scherner, Jonas. “Germany, Blockade and Strategic Raw Materials in the Era of the Two World Wars.” International History Review [Toronto], vol. 46, no. 4, 2024, pp. 515–34, https://doi.org/10.1080/07075332.2024.2323497.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Referat und/oder Hausarbeit.
12536 Sprachpraxis Türkisch 2, Gruppe 1: Osmanisch 2: Historische Textlektüre und Sprachstruktur - Dr. Ergün Özsoy
Do. 10:15 bis 12:00 in Präsenz
In dieser Übung liegt der Schwerpunkt auf der Einführung in das grundlegende Osmanische Türkisch sowie auf der gemeinsamen Lektüre und Analyse ausgewählter osmanisch-türkischer Texte. Ziel ist es, den Studierenden einen ersten systematischen Zugang zur osmanischen Schriftsprache zu ermöglichen und ihre Lesekompetenz schrittweise aufzubauen.
Anhand einfacher Texte aus unterschiedlichen historischen und thematischen Kontexten werden zentrale sprachliche Strukturen, Wortschatz sowie grundlegende Besonderheiten des Osmanischen Türkisch erarbeitet. Die Übung verbindet dabei Sprachpraxis mit textnaher Arbeit und dient zugleich der Vertiefung und Erweiterung der in vorhergehenden Türkischkursen erworbenen Kenntnisse.
Die Studierenden entwickeln ein besseres Verständnis für den historischen Sprachwandel des Türkischen sowie für die Beziehung zwischen modernem Türkisch und dem Osmanischen. Durch regelmäßige Lektüre- und Übersetzungsübungen werden sowohl sprachliche Genauigkeit als auch philologisches Arbeiten geschult
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur:
- Kurt, Yilmaz: Osmanlıca Dersleri 1–2.
- Ergin, Muharrem: Osmanlıca Dersleri.
- Ak, Mahmut / Basar, Fahamettin: Osmanı Türkçesi.
- Timurtas, Faruk Kadri: Osmanlı Türkçesine Giriş.
- Timurtas, Faruk Kadri: Osmanlı Türkçesi Metinler 2.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Klausur (90 Minuten)
12559 Sprachpraxis Türkisch 2, Gruppe 2: Türkische historische und literarische Texte - Dr. Ergün Özsoy
Di. 16:15 bis 18:00
In dieser Übung steht die Lektüre, sprachliche Analyse und kontextuelle Deutung historischer türkischsprachiger Texte im Mittelpunkt. Es werden ausgewählte Quellen aus verschiedenen Epochen – z. B. osmanische Prosa, politische Reden, Reiseberichte, juristische oder literarische Texte – im Original gelesen und gemeinsam erschlossen. Dabei sollen sowohl sprachliche Strukturen und stilistische Besonderheiten als auch die kulturhistorischen Kontexte der Texte untersucht werden. Die Studierenden entwickeln so ein vertieftes Verständnis für den historischen Wandel türkischer Textformen sowie für ihre Funktion innerhalb gesellschaftlicher Diskurse. Durch textbasierte Diskussionen, schriftliche Kommentare und analytische Aufgaben wird zugleich die Ausdrucksfähigkeit im Türkischen gestärkt.
Kompetenzen, die erworben werden: Fähigkeit zur Analyse und Interpretation historischer türkischer Texte im Original; Verständnis der kulturhistorischen Kontexte und ihrer Wirkung auf Textformen; Verbesserung der schriftlichen und mündlichen Ausdrucksfähigkeit im Türkischen.
*Im Hauptfach BA müssen Sie Studienkurs und Sprachpraxis zusammen belegen.
Literatur:
- Tanpinar, A. H.: 19. Asir Türk Edebiyati Tarihi
- Atay, Falih Rifki: Zeytindagi
- Karaosmanoglu, Y. K.: Yaban
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfungsform: Hausarbeit (schriftliche Analyse eines ausgewählten Textes)
1.2.3. DIE EINZELNEN WELTEN: GRUNDLAGEN UND VERTIEFUNG/EIGENSTÄNDIGE LEKTÜRE (STUFE III-IV)
12498 Vertiefungsmodul Arabische Welt (Proseminar) - Hocharabisch als gesprochene Sprache - Prof.Dr. Andreas Kaplony, Dr. Julia Singer
Di. 14:15 bis 16:00
Wer prägnant redet, überzeugt – das ist auch auf arabisch so. Abhängig vom Kontext spielt hier das Hocharabische, die Sprache des kulturellen Erbes der Islamischen Welt (The Islamicate World) eine sehr wichtige Rolle. In diesem Proseminar beginnen wir mit den Predigten von Ephrem dem Syrer und den im Koran gesammelten Predigten von Muḥammad und machen weiter mit den Schock-Freitagspredigten, mit denen al-Ḥaǧǧāǧ b. Yusuf die muslimischen Soldaten kleinmachte, und den Weingedichten von al-Aḫṭal gegen politische Gegner. Wir schauen uns die erbaulichen Predigtsammlungen an und die Ǧihād-Propaganda von Nūr ad-dīn gegen die Kreuzfahrer. Und landen bei den panarabistischen Radiosendungen von Nassers „Stimme Kairos“ (Ṣawt al-Qāhira) und bei den mit religiösen Formeln gespickten Aufrufen des Säkularisten Ṣaddām Ḥusayn an das amerikanische Volk, bei den allwöchentlichen Lehrsendungen von Yūsuf al-Qaraḍāwī, wie die (religiöse) Tradition und Alltagsleben (aš-Šarīʿa wa-l-ḥayāt) zusammengehen kann, beim heutigen Pop-Islam – und bei der aktuellen Diskussion, ob das Hocharabische als verbindende Sprache und geteiltes kulturelles Erbe verschwinden wird.
In diesem Proseminar erhalten Sie einen Einblick in die Bedeutung und Vielfalt der arabisch-muslimischen Predigten und Reden. Sie üben den Umgang mit den wichtigsten (digitalen) Nachschlagewerken und Datenbank und lernen, Texte zu kontextualisieren und auszuwerten.
*Im Hauptfach müssen Sie Proseminar und Übung zusammen belegen.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Modulprüfung: Hausarbeit
12497 Vertiefungsmodul Arabische Welt (Übung) - Palästinensisch 2 - Dr. Sarah El Bulbeisi
Di. 16:15 bis 18:00
Inhalt: Der Kurs „Palästinensisch-Arabisch“ vermittelt den Dialekt von Jerusalem, seine grammatischen Strukturen, seinen Wortschatz und seine Besonderheiten. Es steht weniger die philologische Auseinandersetzung mit der Sprache, sondern vielmehr ihre konkrete Anwendung im Vordergrund. Jede Woche behandeln wir eine Lektion des Lehrbuches.
Voraussetzung: Für den Besuch des Dialektkurses empfehlen wir, mindestens zwei Semester den Hocharabischkurs besucht zu haben. Inhaltlich bauen die Kurse nicht aufeinander auf, doch werden u.a. bestimmte grammatikalische Strukturen und ein gewisser Wortschatz als bekannt vorausgesetzt.
Anforderung: Neben dem Kursbesuch setzen wir voraus, dass Sie sich entsprechend vor- und nachbereiten. Hierunter fällt auch die Bereitschaft, sich aktiv in den Kurs einzubringen und diesen inhaltlich mitzugestalten.
Der Kurs vermittelt die Fähigkeit, einfache Unterhaltungen im Dialekt zu führen.
*Im Hauptfach müssen Sie Proseminar und Übung zusammen belegen.
Lehrbuch: Halloun, Moïn, Lehrbuch des Palästinensisch-Arabischen: Band 1, Bethlehem 2016, ISBN: 978-9659161010.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte).
Modulprüfung: Die Prüfungsform wird noch bekannt gegeben
12501 Vertiefungsmodul Persische Welt (Proseminar)/ Vertiefungsmodul Judentum im Nahen Osten (Proseminar): Jüdischer Iran: eine Geschichte in Artefakten - Dr. Sarah Kiyanrad
Do. 14:15 bis 16:00
In diesem Seminar folgen wir den Spuren der über 2700 Jahre zurückreichenden Geschichte des iranischen Judentums. Beginnend mit dem Zylinder des Kyros lernen wir jede Woche ein Artefakt kennen, das uns etwas über jüdisch-iranisches Leben erzählt − bis in die Gegenwart hinein. Ausgehend vom jeweiligen Artefakt nähern wir uns seiner Entstehungszeit und seinem gesellschaftlich-kulturellen Kontext. Bereichert werden die Einblicke durch Beiträge von Forscherinnen und Forschern, die uns aktuelle Erkenntnisse zur materiellen Kultur des iranischen Judentums präsentieren. Im Kontext des Seminars besteht zudem die Möglichkeit, an einem zweitägigen Workshop zum Jüdisch-Persischen teilzunehmen. Weiterhin ist eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau geplant, wo wir uns unter anderem mit den Biographien einzelner iranischer Gefangener beschäftigen.
In dieser Lehrveranstaltung verbinden wir zwei der am Institut verankerten ‚Welten‘ und Disziplinen, Iranistik und Judaistik und lernen, an deren Schnittstelle Forschungsfragen zu konzipieren und zu bearbeiten. Außerdem üben wir den Umgang mit material culture ein.
*Im Hauptfach müssen Sie Proseminar und Übung zusammen belegen.
Literatur: Fachliteratur zu den einzelnen Sitzungen und Themen wird auf Moodle bereitgestellt.
Arbeitsaufwand: 1,5 Stunden/Woche Präsenz, 4,5 Stunden pro Woche für Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte).
Modulprüfung von Proseminar und Übung zusammen: Hausarbeit im Umfang von 20000 Zeichen inklusive einer Übersetzung aus dem Persischen oder Hebräischen im Umfang von einer DIN A4 Seite.
12499 Vertiefungsmodul Judentum im Nahen Osten (Übung) - Übung zum Proseminar Jüdischer Iran – Hanna Trauer, M.A.
Do. 10:15 bis 12:00
Anschließend an das Proseminar Jüdischer Iran werden wir in der Übung gemeinsam Primärliteratur studieren, die in den jeweiligen im Seminar behandelten Epochen von Juden im Iran verfasst wurde oder von ihnen handelt. Die Texte werden in aller Regel in hebräischer Sprache vorliegen; Texte oder Textteile in anderen Sprachen
(bspw. Aramäisch) werden in Übersetzung zur Verfügung gestellt. Die Übung wird flexibel an das Hebräisch-Niveau der Teilnehmenden angepasst. Es wird ggf. auch Raum geben, die Texte aus dem Seminar eingehender zu besprechen und Fragen zu klären, die im Seminar nicht gestellt werden konnten.
Sie üben in dieser Lehrveranstaltung den wissenschaftlichen Umgang mit Primärquellen, hauptsächlich in hebräischer Sprache und aus dem iranischen Kontext (mit großer zeitlicher Vielfalt); sowie gelegentlich den Umgang mit Handschriften, Drucken und. schrifttragenden Objekten. Außerdem wird eine kritische Auseinandersetzung mit Sekundärliteratur sowie das Abfassen wissenschaftlicher Texte trainiert. Anhand des Themas des Seminars (jüdischer Iran) erwerben Sie einerseits Wissen über Juden im iranischen Kontext; andererseits üben Sie an diesem Beispiel auch den Umgang mit hebräischen (Primär-)Quellen im Allgemeinen.
*Im Hauptfach müssen Sie Proseminar und Übung zusammen belegen.
Literatur: Siehe die Literatur des dazugehörigen Seminars. Die darüber hinaus behandelten Primärtexte werden in der jeweiligen Sitzung zur Verfügung gestellt.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte).
Modulprüfung von Proseminar und Übung zusammen: Hausarbeit.
12504 Vertiefungsmodul Persische Welt (Übung) - Übung zum Proseminar Jüdischer Iran - Dr. Christl Catanzaro
Mo. 16:15 bis 18:00
In der Übung zum Proseminar übersetzen wir zu den Themen des Seminars passende Texte aus dem Persischen ins Deutsche.
*Im Hauptfach müssen Sie Proseminar und Übung zusammen belegen.
Literatur: im gleichnamigen Moodle-Kurs
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Modulprüfung von Proseminar und Übung zusammen: Proseminararbeit von ca. 20'000 Zeichen unter Einbeziehung eines persisch-sprachigen Quelltextes.
Voraussetzungen: Persischkenntnisse mindestens auf dem Niveau von Persisch 2.
12506 Vertiefungsmodul Türkische Welt (Proseminar): Das Osmanische Reich in der frühen Neuzeit: Macht, Gesellschaft und Ordnung - Zeynep Öztürk, M.A.
Di. 14:15 bis 16:00
Das Seminar untersucht das Osmanische Reich vom späten Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts im Rahmen der Frühneuzeitforschung. Anstelle einer linearen Aufstiegs- und Niedergangserzählung orientiert sich die Veranstaltung an neueren historiographischen Ansätzen, die Dynamiken von Herrschaft, sozialen Beziehungen, Umweltbedingungen, Mobilität, Wirtschaft, Religion und kultureller Produktion beschreiben. Ziel ist es, das Osmanische Reich als integralen Bestandteil der frühneuzeitlichen Welt zu verstehen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt strukturellen Transformationsprozessen wie den klimatischen Herausforderungen der Little Ice Age, der Preisrevolution infolge des Imports von spanischem Silber, den Celali-Aufständen, der Rolle des Mittelmeerraums im Kontext globaler Handelsnetzwerke sowie religiösen Reform- und Moralisierungsbewegungen wie den Kadizadeli. Darüber hinaus werden Prozesse der Urbanisierung, Geschlechterverhältnisse, konfessionelle Koexistenz, wirtschaftliche Neuordnungen, Provinzeliten (Ayanlar) und das Malikane-System diskutiert. Durch die Verbindung klassischer Werke der Osmanistik mit neueren Ansätzen aus Umweltgeschichte, Globalgeschichte und politischer Ökologie reflektiert das Seminar imperiale Transformation als Aushandlungsprozess zwischen Zentrum und Provinz, Staat und Gesellschaft. Unterrichtssprachen sind Englisch und Deutsch.
Die Teilnehmer:innen werden durch die Besprechung der Forschungsliteratur, selbständige Forschung, Referat und Hausarbeit über ein Thema im Rahmen des Seminars in der Lage sein, die Grundfragen der osmanischen Geschichte zu verstehen, die wichtigsten Quellenarten einzuordnen und selbständig über eine historische Frage wissenschaftlich zu arbeiten.
*Im Hauptfach müssen Sie Proseminar und Übung zusammen belegen.
Literatur:
- Halil Inalcik, The Ottoman Empire, The Classical Age, 1300-1600, London: Phoenix, 1973.
- Klaus Kreiser, Christoph K. Neumann, Geschichte des Osmanischen Reiches und der modernen Türkei, 2. Auflage, Stuttgart: Reclam, 2008.
- Quataert, Donald. The Ottoman Empire, 1700–1922. 2nd ed. Cambridge: Cambridge University Press, 2005.
- Tezcan, Baki. The Second Ottoman Empire. Cambridge: Cambridge University Press, 2010.
- Barkey, Karen. Empire of Difference: The Ottomans in Comparative Perspective. Cambridge: Cambridge University Press, 2008.
Eine ausführliche Literaturliste wird zu Beginn des Semesters im Moodle-System bereitgestellt.
Arbeitsaufwand: Arbeitsaufwand: 1,5 Stunden/Woche Präsenz, 4,5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte).
Modulprüfung von Proseminar und Übung zusammen: Hausarbeit
12505 Vertiefungsmodul Türkische Welt (Übung): Das Osmanische Reich in der frühen Neuzeit: Macht, Gesellschaft und Ordnung - Sarp Kalay, M.A.
Di. 16:15 bis 18:00
*Im Hauptfach müssen Sie Proseminar und Übung zusammen belegen.
Literatur:
- Halil Inalcik, The Ottoman Empire, The Classical Age, 1300-1600, London: Phoenix, 1973.
- Klaus Kreiser, Christoph K. Neumann, Geschichte des Osmanischen Reiches und der modernen Türkei, 2. Auflage, Stuttgart: Reclam, 2008.
- Quataert, Donald. The Ottoman Empire, 1700–1922. 2nd ed. Cambridge: Cambridge University Press, 2005.
- Tezcan, Baki. The Second Ottoman Empire. Cambridge: Cambridge University Press, 2010.
- Barkey, Karen. Empire of Difference: The Ottomans in Comparative Perspective. Cambridge: Cambridge University Press, 2008.
Eine ausführliche Literaturliste wird zu Beginn des Semesters im Moodle-System bereitgestellt.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Modulprüfung von Proseminar und Übung zusammen: Hausarbeit
2. MA-MODULE
2.1. MA-SPRACHKURSE (STUFE I-VI)
Arabisch 2, Hebräisch 2, Persisch 2, Türkisch 2: siehe oben unter BA
Arabisch 4, Hebräisch 4, Persisch 4, Türkisch 4: siehe oben unter BA
12558 Kasachisch 2 - Dr. Gulsum Massakowa
Do. 16:15 bis 18:00
Die Veranstaltung gibt einen sprachlichen und kulturell orientierten Überblick zur Vielfalt Zentralasiens. Das Schwergewicht liegt auf Kasachstan, Kirgistan, Turkmenistan und Usbekistan. Das Grundlagenwissen über die jeweiligen historischen Entwicklungen und kulturellen Besonderheiten der Turkvölker und der Minderheiten in Zentralasien wird mit Blick auf sprachliche sowie soziokulturelle Aspekte vermittelt.
Diese Übung ist für BA und MA-Studierenden vorgesehen.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
nach oben 2.2. MA-SEMINARE UND -SEMINARÜBUNGEN
12648 Studienseminar B und 12646 Großes Forschungsseminar B (Arabistik, Islamwissenschaft): Mamluk Jerusalem: the City and the Countryside - Prof. Dr. Andreas Kaplony
12649 Begleitübung zum Studienseminar B und 12647 Begleitübung zum Großen Forschungsseminar B (Arabistik, Islamwissenschaft): Mamluk Jerusalem: The City and the Countryside - Prof. Dr. Andreas Kaplony
Mo. 14:15 bis 16:00 (Seminar) und Mo. 16:15 bis 18:00 (Übung)
We mostly perceive Jerusalem through the eyes of those imagining, and possibily visiting, the city. In this course, however, we will use original documents, marginal notes in manuscripts, inscriptions, architecture and archaeology to understand the life of those actually living in the city and in the villages.
We will learn how to read and use these sources for historical research on Mamluk Jerusalem, and we will understand the complex interplay in between sources from very different backgrounds.
*Im Hauptfach müssen Sie Seminar und Seminarübung zusammen belegen.
Literatur:
- Lutfi, Huda, Al-Quds al-Mamlûkiyya: A History of Mamlûk Jerusalem Based on the Haram Documents, Berlin 1985 (Islamkundliche Untersuchungen 113)
- Richards, Donald S., Jerusalem under the Mamluks, in: Burgoyne, Michael Hamilton; Richards, D.S., Mamluk Jerusalem: An Architectural Study, Jerusalem 1987 ([Publications of the] World of Islam Festival Trust), 57-76
- Friedman, Yvonne; Drori, Yosef (eds.), The History of Jerusalem: The Mamluk Period (1260-1517) (Hebr.), Jerusalem 5773/2012 (The History of Jerusalem)
- Gil, Moshe, A History of Palestine, 634-1099, Cambridge 1992. Reprint Cambridge 199
- Hirschler, Konrad, Syrien-Palästina. Regionale, dann von Kairo, dann von Istanbul abhängige Haushalte, in: Kaplony, Andreas (ed.), Geschichte der arabischen Welt, München 2024, 367-381; 788-790
Arbeitsaufwand: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte).
Modulprüfung: bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur
xxx Studienseminar B und xxx Großes Forschungsseminar B (Judaistik): Von der Bibel bis Hannah Arendt. Was ist jüdische Philosophie? - Dr. Peter Tarras
xxx Begleitübung zum Studienseminar B und xxx Begleitübung zum Großen Forschungsseminar B (Judaistik): Von der Bibel bis Hannah Arendt. Was ist jüdische Philosophie? - Hanna Trauer, M.A.
Di. 14:15 bis 16:00 (Seminar) / Di. 16:15 bis 18:00 (Übung)
Sie erhalten in dieser Lehrveranstaltung einen ersten Überblick über die Geschichte der jüdischen Philosophie von der Bibel bis Hannah Arendt. Ziel ist ein Überblick über die Geschichte der jüdischen Philosophie, geleitet zugleich von der Metareflexion, was jüdische Philosophie ausmacht, d. h. warum ein bestimmter philosophischer Text als ‚jüdisch‘ verstanden wurde, wie er mit anderen philosophischen Traditionen zusammenhängt und inwiefern er sich innerhalb der jüdischen Religion/Kultur/Literatur einordnen lässt.
Der Überblick beinhaltet (vorläufig) biblische Bücher, die rabbinische Literatur, Philon von Alexandria, die jüdische Philosophie in der arabischen Welt (bspw. Saadia Gaon, Jehuda ha-Levi, Maimonides), die arabisch-hebräische Übersetzungsbewegung in Europa im 13. Jahrhundert, jüdische Philosophie in der Renaissance (Schwerpunkt Italien), jüdische Philosophie an der Schwelle zur Moderne und in der Moderne (Schwerpunkte bspw. Spinoza, Mendelssohn, Cohen) und im 20. Jahrhundert (bspw. Buber/Rosenzweig, Scholem, Benjamin, Adorno/Horkheimer, Arendt). Einzelne Denker*innen können dabei auch je nach Interesse der Gruppe ausgewählt werden. Je nach Kompetenzen der Teilnehmer*innen können Teile der Primärtexte auch im Original gelesen werden (idealerweise wird jeweils ein kleines Stück Primärliteratur in Originalsprache, ein längerer Abschnitt Primärliteratur in Übersetzung, sowie ein deutscher/englischer Sekundärliteraturtext vorbereitet).
Kompetenzen, die erworben werden: Kenntnis von Grundfragen jüdischer Philosophie in unterschiedlichen Epochen; Umgang mit philosophischen Primärquellen (falls Sprachkompetenzen vorhanden auch in hebräischer Sprache; falls Sprachkompetenzen vorhanden darüber hinaus je nach Epoche auch in aramäischer, altgriechischer, arabischer, judäo-arabischer oder lateinischer, jiddischer Sprache); kritischer Umgang mit der Frage danach, was jüdische Philosophie ausmacht, welche Rolle jüdische Religion/Kultur/Literatur für jüdische Philosophie spielt und wie jüdische Philosophie mit verschiedenen philosophischen Strömungen wechselwirkte bzw. Teil davon war oder sie begründete.
*Im Hauptfach müssen Sie Seminar und Seminarübung zusammen belegen.
Literatur:
Die Texte werden in den jeweiligen Sitzungen zur Verfügung gestellt. Überblickswerke, falls Sie sich vorab informieren möchten:
- History of Jewish Philosophy (ed. Frank, Leaman), 1997.
- The Cambridge History of Jewish Philosophy: From Antiquity through the Seventeenth Century (ed. Nadler, Rudavsky), 2008.
- Colette Sirat: A history of Jewish philosophy in the Middle Ages, 1990.
- The Cambridge History of Jewish Philosophy. The Modern Era (ed. Kavka, Braitermann, Novak), 2012.
- The Cambridge Companion to Modern Jewish Philosophy (ed. Morgan, Gordon), 2007.
Arbeitsaufwand: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)
Modulprüfung: bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur
12652 Studienseminar B und 12650 Großes Forschungsseminar B (Iranistik): Millat-i ʿishq: Rumi and His Religion of Love - Gastprof. Dr. Leila Rahimi Bahmany
Do. 14:15 bis 16:00
This is the theoretical part of a two-part course (Seminar und Seminarübung).
The thirteenth-century Muslim mystic and Persian poet Jalal al-Din Rumi became one of the greatest poets of human civilization. As the most famous exponent of the mystical tradition in Islam, he has been venerated as “Mawlana” (our master). His masterpiece and longest work, the Mathnavi, has held its reputation in the eastern lands of the Islamic world as the most recited and venerated text after the Qurʾan. It is often referred to as the “Persian Qurʾan”. In this course, we will begin by sketching major landmarks in Rumi’s life, his educational background, the influences, and the historical, religious, and cultural environment. Then we will engage in an in-depth and critical examination of his philosophical and mystical teachings, cosmology, and metaphysics through a close reading of his texts, mainly the Mathnavi.
The students are expected to read the assigned texts and follow the discussions in English; however, they are welcome to discuss, write their papers, and correspond with me in German.
By the end of the course, students will gain a close familiarity with Rumi and his philosophy and teachings, and thereby with Persian as well as Sufi culture.
*Im Hauptfach müssen Sie Seminar und Seminarübung zusammen belegen.
Literatur: The necessary materials will be provided during the course. Provisional:
- Alexander Knysh, Islamic Mysticism: A Short History (Leiden and Boston: Brill, 2000).
- Franklin Lewis, Rumi - Past and Present, East and West: The Life, Teachings, and Poetry of Jalâl al-Din Rumi (Oneworld Publications, 2007).
- Jalâl al-Din Rumi, Mathnavi, English Translation
Arbeitsaufwand für Seminar und Seminarübung: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden
Modulprüfung: bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur
12653 Begleitübung zum Studienseminar B und 12651 Begleitübung zum Großen Forschungsseminar B (Iranistik): Readings from Rumi’s Mathnavi - Gastprof. Dr. Leila Rahimi Bahmany
Do. 16:15 bis 18:00
This is an exercise class complementing the Seminar Millat-i ʿishq: Rumi and His Religion of Love. In this class, we will closely read the original Persian excerpts, mainly from Rumi’s Mathnavi. We will pay close attention to philological, linguistic, literal and aesthetic aspects of the text. Understanding the text’s religious, cultural, and political background will also be achieved through this focused reading.
Through careful analysis and interpretation of their figurative, allegorical, and esoteric language, students will develop the skills to read and understand classical Persian texts. More importantly, the course aims to cultivate an appreciation for the literary, spiritual, and cultural richness of Persian Sufi literature.
*Im Hauptfach müssen Sie Seminar und Seminarübung zusammen belegen.
Literatur: Excepts from Jalal al-Din Rumi, Mathnavi, in original Persian
Arbeitsaufwand für Seminar und Seminarübung: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)
Modulprüfung: bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur
12005 Studienseminar B und 12004 Großes Forschungsseminar B (Turkologie): Stiftungswesen und Stadt im Osmanischen Reich - Prof. Dr. Mehmet Hacisalihoglu
12009 Begleitübung zum Studienseminar B und 12007 Begleitübung zum Großen Forschungsseminar B (Turkologie): Stiftungswesen und Stadt im Osmanischen Reich - Prof. Dr. Mehmet Hacisalihoglu
Mi. 14:15 bis 16:00 (Seminar) / Mi. 16:15 bis 18:00 (Übung)
Im Masterseminar wird das osmanische Stiftungswesen und seine Bedeutung für die osmanische Stadtgeschichte vom 15. bis ins 20. Jahrhundert behandelt. Die Aspekte wie das Stiftungswesen im islamischen Recht, die Bedeutung der Stiftungen in der Urbanisierung am Beispiel von osmanischen Zentren wie Istanbul, Bursa und Edirne, unterschiedliche Kategorien von Stiftungen, die Rolle der Frauen als Vakf-Stifterinnen, das Vakf-System und die städtische Infrastruktur und Wirtschaft, die christlichen und jüdischen Stiftungen, die Entwicklung der Verwaltung des Stiftungswesens im 19. Jahrhundert und der Umgang der osmanischen Nachfolgestaaten, vor allem der Türkei, mit den osmanischen Stiftungen werden im Rahmen des Seminars behandelt. In der Begleitübung werden Quellentexte gelesen und diskutiert. Die Teilnehmer:innen werden über ein Thema im Rahmen des Seminars forschen und darüber ein Referat halten und eine Hausarbeit schreiben.
Die Teilnehmer:innen des Seminars werden am Ende des Semesters in der Lage sein, das osmanische muslimisch-christlich-jüdische Stiftungswesen, seine Bedeutung für die multi-ethnische osmanische Stadt zu verstehen und Forschungsfragen darüber zu formulieren.
*Im Hauptfach müssen Sie Seminar und Seminarübung zusammen belegen.
Literatur:
- Barnes, John Robert. An Introduction to Religious Foundations in the Ottoman Empire. Leiden: E.J. Brill, 1986.
- Klaus Kreiser, Christoph K. Neumann, Geschichte des Osmanischen Reiches und der modernen Türkei, 2. Auflage, Stuttgart: Reclam, 2008.
Arbeitsaufwand für Seminar und Seminarübung: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte),
bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)
Prüfungsform für Seminar und Seminarübung: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: Research Proposal, Referat und Hausarbeit,
bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung Referat und Klausur
3. WEITERE VERANSTALTUNGEN
12016 Promotionsworkshop Arabistik/Islamwissenschaft – Prof. Dr. Andreas Kaplony
(Datum wird noch mitgeteilt)
12017 Promotionskolloquium Judaistik – Prof. Dr. Ronny Vollandt
Di. 10:15 bis 12:00 - online
12014 Oberseminar: Forschungsprobleme der Turkologie und Iranistik - Prof. Dr. Mehmet Hacisalihoglu und Gastprof. Dr. Leila Rahimi Bahmany
Mo. 18:00 bis 20:00 (nach Absprache alle zwei Wochen oder als Blockseminar), in Präsenz und online
Im Oberseminar werden die Master- und Promotionsstudierenden unseres Faches über ihre Forschungsarbeit berichten. Auf der Grundlage der Themen, die vorgestellt werden, wird über die Methode und Bearbeitung der Quellen sowie über die verschiedenen Forschungsprobleme diskutiert. Außerdem werden auch WissenschaftlerInnen aus den benachbarten Fachrichtungen eingeladen, über ihre Forschungen zu berichten. Dadurch wird den TeilnehmerInnen ermöglicht, die Arbeitsweise anderer Forscherinnen und Forscher zu sehen und mit ihnen darüber auszutauschen.
Literaturhinweise:
- Suraiya Faroqhi, Approaching Ottoman History. An Introduction to the Sources, Cambridge: Cambridge University Press, 2009.
- Writing History. Theory and Practice. Eds. Stefan Berger, Heiko Feldner, Kevin Passmore, London: Arnold, 2003.
- Skinner, Quentin. "Meaning and Understanding in the History of Ideas". History and Theory 8, no.1 (1969): 3-53.
- Hallaq, Wael B. Restating Orientalism: A Critique of Modern Knowledge. New York: Columbia University Press, 2018.
Arbeitsaufwand: 2 Stunden jede zweite Woche Präsenz, 3 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung
Keine Prüfung
12492 arabisch.digital - Dr. Julia Singer
Mo. 16:00 bis 18:00 - online
Die Projektgruppe "arabisch.digital" beschäftigt sich (erstens) mit der Gestaltung digitaler Lernbausteine. Diese werden vorwiegend über H5P erstellt und in Moodle eingebunden. (Zweitens) mit der Konzeption und Ausgestaltung digitaler Lehrformate und neuen digitalen Möglichkeiten (Unterfunktionen von Zoom, Quizlet, Anki) und (drittens) mit einer systematischen Verbesserung bereits bestehender digitaler Lern- und Lehrmaterialien. Die Projekte, Arabisch+ und die "Erstellung digitaler Lerneinheiten für die Virtuelle Hochschule Bayern und „Nasmaʿ“ sind Teil dieser Projektgruppe.
Teilnahme: Studierende, die sich in die Gestaltung von (digitaler) Lehre (auch gerne mit eigenen Ideen) einbringen wollen, sind herzlich willkommen! Bitte schreiben Sie mir dazu eine E-Mail (julia.singer@lmu.de)
12571 Wortschatz-Werkstatt - Sabrina Deininger, M.A.
Di. 16:15 bis 17:00 - online
In der Wortschatzwerkstatt lernen Sie zum einen Strategien und Methoden zum Aufbau und zur Festigung Ihres arabischen Wortschatzes kennen und zum anderen arbeiten Sie ganz praktisch an Ihrem eigenen Arabisch-Wortschatz. Sie legen sich eigene Vokabelsets (digital) an, üben und erweitern diese während der Werkstattzeit. Kurzum: Arbeit, die Sie in Vor- oder Nachbereitung auf die Arabischkurse machen müssten, erledigen Sie zu einer festen Zeit und gemeinsam mit anderen Studierenden online.
Ziel der Wortschatzwerkstatt ist es, dass Sie eine Routine in der Vokabel- und Wortschatzarbeit entwickeln, mit deren Hilfe Sie auch künftig Ihren arabischen Wortschatz kontinuierlich erweitern und festigen können.
Literatur:
- Nation, Paul, Learning Vocabulary in Another Language, Cambridge 2022.
- Bakker, Barbara, Learning Arabic Vocabulary: The Effectiveness of Teaching Vocabulary and Vocabulary Learning Strategies, Journal of Higher Education Theory and Practice 20 (2020), 190-202.
Arbeitsaufwand: 2 Stunden/Woche. Die Veranstaltung ist nicht verpflichtend für das Curriculum, daher sind keine ECTS-Punkte anrechenbar und die Veranstaltung nicht direkt über das LSF belegbar.
Für eine Anmeldung schreiben Sie mir daher bitte direkt per E-Mail (sabrina.deininger@lmu.de)
12525 Persisch I (Farsi) - Für Hörer aller Fakultäten - Angela Parvanta M.A.
Do. 16:15 bis 18:00
Neben einer Einführung in die persische Schrift werden in diesem auf zwei Semester angelegten Kurs grundlegende grammatische Strukturen, ein Basisvokabular sowie kommunikative Aspekte vermittelt.
Auf Wunsch werden auch die Unterschiede zwischen Farsi und Dari thematisiert.
Anmeldung NICHT über das LSF, sondern direkt bei Angela Parvanta unter parvanta.lmu@gmail.com
Literatur:
- Sedighi, Anousha: Persisch Aktiv. Eine Einführung in Sprache und Kultur. Wiesbaden 2022.
xxx Hebräisch-Konversation - Dina Lombardi, B.A.
Fr. 10:15 bis 12:00
Im Neuhebräisch-Konversationskurs liegt der Schwerpunkt auf dem gesprochenen Hebräisch, wobei gleichzeitig auch die wichtigsten Grammatikgrundlagen im Hintergrund wiederholt werden. Der Konversationskurs soll Studierende durch aktive Teilnahme an vielfältigen Gesprächssituationen eine selbständige Kommunikation in Alltagssituationen ermöglichen. Dem Anlass entsprechend werden somit Wortschatz und Grammatik intensiv wiederholt. Als Basis für den Konversationskurs dient unterschiedliches Originalmaterial aus der hebräischsprachigen Aktualität: Kultur, Politik, Medien, Literatur, Zeitungen, Lieder, Filme usw. Die Auswahl der Gesprächsthemen im Konversationskurs lässt sich allerdings nach den Wünschen der Studierenden gestalten.
- Lesegruppe MAJLIS - Prof. Dr. Ronny Vollandt, Dr. Gregor Schwarb
Do. 10:15 bis 12:00
In der MAJLIS-Lesegruppe lesen wir Texte, die mit dem MAJLIS-Forschungsprojekt in Verbindung stehen. Dazu gehören die Vorwörter zentraler karäischer Texte, aus bestehenden Editionen sowie Handschriften. Auch lesen wir Paratexte aus Handschriften, wie etwa Besitzvermerke und Kolophone.
B. Lehrstuhl für spätantike und arabische Philosophie (LMU)
10163 Fortgeschrittenenseminar: Al-Farabi on Plato΄s Laws - Prof. Dr. Peter Adamson und Dr. Rotraud Hansberger
Di. 10:15-12:00
In this seminar we will read Plato in Arabic translation, referring to the Greek original for the sake of comparison; facility in classical Arabic is thus necessary for participation and Al-Farabi, one of the most prominent philosophers of the Islamic world, is well known for his engagement with Plato and Aristotle. He wrote short works providing overviews of their thought and also produced paraphrases and commentaries of their works, in addition to drawing on them throughout his corpus. This seminar will be devoted to one of the paraphrases, which is devoted to Plato’s Laws, which he probably knew through an earlier paraphrase by Galen. We will read and discuss it in relation to the original Platonic work and consider how it relates to al-Farabi’s own political philosophy.
This is an Arabic reading seminar, so some facility in classical Arabic is necessary for participation. We will however provide an English translation of the sections to be read, as well as the relevant parts of the Arabic text.
Literatur:
• C.E. Butterworth, Alfarabi: Political Writings, Political Regime and Summary of Plato’s Laws (Ithaca NY: 2020).
• T.-A. Druart, “Le sommaire du livre des Lois de Platon (Gawamiʿ Kitab al-Nawamis li-Afaṭun) par Abu Naṣr al-Farabi: Édition critique et introduction,” Bulletin d’études orientales 50 (1998), 109-55.
• D. Gutas, “Galen’s Synopsis of Plato’s Laws an Farabi’s Talḫiṣ,” in R. Kruk and G- Endress, The Ancient Tradition in Christian and Islamic Hellenism (Leiden: 1997), 101-19.
• S. Harvey, “Did Alfarabi Read Plato’s Laws?” Medioevo 27 (2003), 51-68.
• M. Mahdi, “The Editio Princeps of Farabi’s Compendium legum Platonis,” Journal of Near Eastern Studies 20 (1961), 1-24.
• J. Parens, Metaphysics as Rhetoric: Alfarabi’s Summary of Plato’s Laws (Albany: 1995).
Leistungsnachweis: Term paper [9 ECTS].
10086 Spezialvorlesung: Philosophie in der islamischen Welt - Prof. Dr. Peter Adamson
Mi. 14:15-16:00
Zu der philosophischen Tradition in der islamischen Welt gehören solche bedeutenden Denker wie al-Kindi, al-Farabi, Avicenna, al-Ghazali, Averroes, und Maimonides. In dieser Vorlesung werden diese und viele andere Philosophen besprochen, mit Blick auf den Hintergrund der Debatten in der islamischen Theologie (kalam) und der Überlieferung der altgriechischen Philosophie in der arabischen Sprache. Philosophische Themen, die besonders im Mittelpunkt stehen: Freiheit, Ewigkeit des Universums, Intellektstheorie, göttliche Attribute.
Textgrundlage (zur Anschaffung empfohlen):
- Abu-Hamid Muhammad al-Ghazali, Der Erretter aus dem Irrtum, aus dem Arab. übersetzt, mit einer Einleitung, mit Anmerkungen und Indices herausgegeben von ʿAbd-Elṣamad ʿAbd-Elḥamid Elschazli, Hamburg 1988.
Literatur zur Einführung:
- P. Adamson and R.C. Taylor (eds), The Cambridge Companion to Arabic Philosophy (Cambridge: 2005).
- P. Adamson, Philosophy in the Islamic World: a Very Short Introduction (Oxford: Oxford University Press, 2015).
- P. Adamson, A History of Philosophy Without Any Gaps: Philosophy in the Islamic World (Oxford: 2016).
- P. Adamson, Ibn Sina (Avicenna): a Very Short Introduction (Oxford: Oxford University Press, 2023).
- H. Eichner and M. Perkams (eds), Handbuch der islamischen Philosophie (Darmstadt: 2013.
- J. McGinnis and D.C. Reisman (ed. and trans.), Classical Arabic Philosophy: an Anthology of Sources (Indianapolis: 2007).
- U. Rudolph, Islamische Philosophie (München: 2008).
- U. Rudolph (hrsg.) Grundriss der Geschichte der Philosophie. Philosophie in der islamischen Welt, Bd.1 und 2.1 (Basel: 2012, 2023).
- History of philosophy podcast: www.historyofphilosophy.net
Leistungsnachweis: BA-Haupt- und Nebenfach Philosophie von 2018, Masterstudiengang Philosophie (Modul P 1), Master-Profilbereich (Module WP Phil 2/4): wissenschaftliches Protokoll, ca. 10 S. (6 ECTS-Punkte) - nach den Detailvorgaben des/r Dozierenden.
10166 Fortgeschrittenenseminar: Seelen- und Intellektlehre der Ikhwan al-Ṣafaʾ / The Ikhwan al-Ṣafaʾ on Soul and Intellect - Dr. Rotraud Hansberger
Do. 12:15-14:00
Hinter dem Pseudonym “Ikhwan al-Ṣafaʾ” (traditionell übersetzt als die “Lauteren Brüder”) verbirgt sich ein in Basra und Baghdad angesiedelter Gelehrtenzirkel, dessen Mitglieder aus politischen oder gesellschaftlichen Gründen ihre Anonymität wahren wollten. Im Laufe des 9. und 10. Jahrhunderts CE verfassten Vertreter dieser Gruppierung eine umfangreiche Enzyklopädie, in der sie wissenschaftliche, philosophische und theologische Fragen verhandelten. Die Ikhwan al-Ṣafaʾ griffen dabei auf unterschiedlichste Quellen zurück, darunter v.a. auch auf Texte der antiken griechischen Philosophie und Wissenschaft, die sie unter den Vorzeichen ihrer eigenen philosophischen und religiösen Anschauungen verarbeiteten.
In unserem Seminar werden wir uns auf Texte der Ikhwan zur Seelen- und Intellektlehre konzentrieren. Dabei wird es um die Funktionen der menschlichen Seelenkräfte und epistemologische Fragen genauso gehen wie um Allseele und Intellekt als Prinzipien des Seins, oder um die Vorstellung, dass zwischen Mensch und Kosmos eine Beziehung der Analogie herrscht, die den Menschen als Mikrokosmos bzw. die Welt als Makroanthropos ausweist.
Teilnahmevoraussetzungen: Vorkenntnisse in antiker Philosophie, insbesondere Seelenlehre und Epistemologie, sind von Vorteil. Arabischkenntnisse sind nicht erforderlich; die Primärtexte liegen in deutscher und/oder englischer Übersetzung vor. Von den Teilnehmenden wird aktive Mitarbeit erwartet.
Leistungsnachweis: Term paper OR (presentation+essay/record), according to the lecturer's specification [9 ECTS].
10170 Übung zu "Philosophical Arabic” - Dr. Rotraud Hansberger
Do. 16:15-18:00
In dieser Übung werden wir Texte aus dem Fortgeschrittenenseminar „Seelen- und Intellektlehre der Ikhwan al-Ṣafaʾ“ im arabischen Original lesen. Die Übung ist aber nicht nur für Teilnehmer des Fortgeschrittenenseminars gedacht, sondern steht allen Interessierten offen, die sich im Lesen arabischer philosophischer Texte üben wollen. Je nach den Präferenzen der Teilnehmenden wird die Übung auf Deutsch oder Englisch abgehalten werden.
Teilnahmevoraussetzung: Kenntnisse der klassischen arabischen Sprache.
10034 Seminar - Moral Psychology: Historical Foundations and Contemporary Debates - Husayn Ibrahim, M.A.
Do. 12:15-14:00
This seminar explores the nature of moral thought, feeling, and action through the lens of both classical and contemporary moral psychology. It traces the historical foundations of moral psychology through the works of philosophers such as Plato, Aristotle, Galen, al-Razi, al-Kindi, Miskawayh, Ibn Sina, Hume, Kant, and Nietzsche, examining their views on moral character, virtue, emotion, reason, and moral motivation. Building on these foundations, the course connects historical ideas to contemporary debates in moral psychology at the intersection of philosophy, psychology, and cognitive science—on topics such as empathy and altruism, moral judgment and intuition, character and situationism, free will and moral responsibility, moral emotions, and the evolution of morality.
The seminar examines how philosophers have sought to understand the moral mind: what motivates moral action, how emotions shape moral judgment, and whether morality arises from reason, habit, or human nature itself. Throughout the seminar, we will ask: Why do individuals sometimes fail to act in accordance with their moral beliefs? What drives moral behavior—reason, sentiment, or social conditioning? Is moral knowledge possible, and if so, what is its basis?
Students will engage critically with primary and secondary texts, integrate normative and descriptive perspectives, and develop their own positions on key issues in moral psychology. By the end of the seminar, students will be able to explain major historical approaches to moral psychology and their philosophical contexts, analyze and evaluate contemporary debates concerning moral cognition, emotion, and motivation, and assess philosophical arguments regarding moral agency and responsibility.
C. Professur für Islamische Kunstgeschichte (LMU)
09352 Seminar: Das Bild in der islamischen Kunst - Prof. Dr. Charlotte Bank
Do. 12:15 bis 14:45
Das Seminar gibt eine Einführung in verschiedene Arten von Bildern und Bildproduktionen in der islamischen Welt von den Anfängen bis in die Gegenwart, darunter Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Film. Auch das sogenannte „Bilderverbot“, das immer wieder besonders in Nicht-Fachkreisen erwähnt wird, wird diskutiert und sein Ursprung erkundet.
Kompetenzen: Diskurse um Bilder, Bildproduktion und vermeintliche Bilderverbote in der islamischen Welt einordnen.
Literatur: Wird im Seminar gegeben
Prüfungsform: Referat und Hausarbeit
09375 Seminar: Kunst als Widerstand - Prof. Dr. Charlotte Bank
Mi. 12:15 bis 14:45
Das Seminar befasst sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten, durch künstlerische Praktiken Widerstand gegen verschiedene Formen von Repression zu leisten. Besonders geschieht dies in Kontexten eingeschränkter Meinungsfreiheit, wie sie in autoritären Staaten zu finden sind. Repression kann dabei sowohl durch staatliche Instanzen wie offizielle Zensur geschehen aber auch durch gesellschaftlichen Druck, um Diskurse zu beeinflussen.
Kompetenzen: Die Mechanismen staatlicher und gesellschaftlicher Kontrolle und Einflussnahme auf künstlerische Produktion erkennen, verstehen und einordnen.
Literatur: Wird im Seminar gegeben
Prüfungsform: Referat und Hausarbeit
D. Lehrstuhl für Kirchenrecht, insbesondere für Theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Allgemeine Normen und Verfassungsrecht sowie für Orientalisches Kirchenrecht (LMU)
01116 Vorlesung: Orientalisches Kirchenrecht (Einführung in den CCEO) - Prof. Dr. Burkhard Josef Berkmann
Mo. 16:15 bis 18:00
Diese Vorlesung dient als obligatorische Einführung in den CCEO und vermittelt exemplarisch Grundkenntnisse in einigen ausgewählten Regelungsbereichen. Sie bietet einen einführenden Überblick über die katholischen und nicht-katholischen orientalischen Kirchen, die Quellen des Orientalischen Kirchenrechts, die Charakteristika des CCEO (z.B. Rechtssprache, leitende Prinzipien) und seine Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten mit dem CIC und die Beziehungen der beiden Gesetzbücher und Rechtskreise zueinander. Vertiefend werden einzelne Bereiche aus dem Verfassungsrecht und dem Sakramentenrecht herausgegriffen.
Sie lernen in dieser Lehrveranstaltung Grundkenntnisse des Rechts der katholischen Ostkirchen.
Literatur: Wird zu Beginn der Vorlesung bekannt gegeben.
Arbeitsaufwand: 3 ECTS-Punkte
Prüfungsform auf Anfrage
01119 Seminar: Recht der katholischen Ostkirchen - Prof. Dr. Burkhard Josef Berkmann
Vorbesprechung 22.04.2026, 16:00 bis 18:00 s.t. online Seminarblöcke: 26./.27.06. (München), 10./11.07. (Eichstätt)
Die Bedeutung der katholischen Ostkirchen wächst auch in Deutschland. Die Teilnehmenden befassen sich in ihren Referaten mit einem breiten Spektrum von Themen des katholischen Ostkirchenrechts. Das Seminar, das in Kooperation mit der Professur für Kirchenrecht der KU Eichstätt stattfindet, schließt Exkursionen zu zwei wichtigen Zentren in Bayern ein: der Sitz der Exarchie der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche in München und das Collegium Orientale in Eichstätt.
Kompetenzen: Sie lernen in dieser Lehrveranstaltung die eigenständige Bearbeitung eines ausgewählten Themas aus dem katholischen Ostkirchenrecht.
Literatur: Literatur wird in der Vorbesprechung bekannt gegeben.
Arbeitsaufwand: 3 ECTS-Punkte
Prüfungsform: Hausarbeit
E. Historisches Seminar (LMU)
09006 Übung: The Late Antique Eastern Mediterranean at the Time of the Islamic Expansion - Prof. Dr. Zachary Chitwood und Jun.-Prof. Dr. Matthias Stern
Do 10:15 bis 12:00
The Arab-Islamic conquests of the seventh century CE mark a major watershed in the history of Asia, Africa, and Europe. This course examines the transitional period from late Roman, Byzantine, and Sasanian rule to early Islamic rule, with a particular focus on the Eastern Mediterranean world. Rather than treating the Islamic expansion as a sudden civilizational rupture, the course explores processes of continuity and transformation in administration, society, religion, and everyday life before and after the conquests.
Jointly taught from the perspectives of Byzantine Studies and Ancient History, the course adopts a comparative and regionally differentiated approach. After introductory sessions, each class meeting is devoted to a specific region, including Constantinople, the Balkans, Asia Minor, Egypt (two sessions), Palestine and Syria, and Mesopotamia and the Sasanian world. This regional structure not only highlights the diversity of historical experiences across the Eastern Mediterranean, but also draws attention to the ways in which the local availability of source material, as well as disciplinary traditions, shape modern scholarship. Thus, the relative scarcity of written sources for the Balkans has encouraged archaeologically oriented approaches, while the exceptionally rich papyrological documentation from late antique Egypt allows for unusually detailed studies of social and economic history and even microhistorical analyses based on individual archives, including perspectives from marginalized social groups that are rarely visible elsewhere. In other regions, such as Constantinople, Palestine, and Syria, the prominence of hagiographical sources has directed scholarly attention toward “holy men,” monasticism, and religious life, often in combination with documents relating to Byzantine and early Islamic administration and legal history.
Thematically, the course addresses issues such as: provincial administration, governance, and law in late Roman, Byzantine, and early Islamic contexts; religious life, including Christian communities, monasticism, and interreligious dynamics; social and economic practices of everyday life under changing political regimes; and– imperial rule and its local manifestations before and after the conquests.
Methodologically, the course introduces students to working with both literary sources and documentary papyri of the period in translation, with other source types complementing these foci. Participants will learn how to contextualize late antique source material, use editions, commentaries, and online databases, and engage critically with current scholarship on Late Antiquity and the early Islamic world.
The course will be taught in both English and German; students may use either language as they prefer.
No knowledge of ancient languages is required, though such skills can be put to good use.
Nach dieser Übung verfügen die Studierenden über vertiefte Kenntnisse zur Geschichte und Gesellschaft der spätantiken Welt im Ostmittelmeerraum am Vorabend der arabisch-islamischen Eroberungen.
Literatur:
• R. S. Bagnall (Hg.), Roman Egypt. A History, Cambridge 2021.
• R. S. Bagnall (Hg.), Egypt in the Byzantine World, 300–700, Cambridge 2007.
• R. S. Bagnall (Hg.), The Oxford Handbook of Papyrology, Oxford 2009.
• E. S. Bolman, Scott Fitzgerald Johnson and J. Tannous (Hg.), Worlds of Byzantium: Religion, Culture, and Empire in the Medieval Near East, Cambridge 2024.
• G. Fowden, Before and after Muhammad: The First Millennium Refocused, Princeton, NJ 2014.
• G. Fowden, Empire to Commonwealth: Consequences of Monotheism in Late Antiquity, Princeton, NJ 1993.
• J. Haldon, The Empire That Would Not Die: The Paradox of Eastern Roman Survival, 640–740, Cambridge, MA / London 2016.
• B. Palme (Hg.), Halbmond über dem Nil: Wie aus dem byzantinischen das arabische Ägypten wurde, Vienna 2022.
Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
Prüfung: Essay: Each participant will be asked to prepare a 15–20-minute oral presentation on a selected monograph and its contribution to scholarship, accompanied by a handout summarizing the main arguments with supporting quotations and a discussion of a key source or source cluster. Presenters will meet with the instructors one week in advance to discuss their prepared presentation.
In addition to their own presentation, students are expected to prepare the sources assigned for each session and to participate actively in discussion.
F. Institut für Ägyptologie und Koptologie (LMU)
G. Institut für Kulturwissenschaften (UniBW)
Die Universität der Bundeswehr unterrichtet in Trimestern (nicht in Semestern) und sie hat besondere Zugangsberechtigungen. Bitte, nehmen Sie rechtzeitig mit den Dozierenden Kontakt auf.
H. Juristische Fakultät (LMU): Honorarprofessur für Antike Rechtsgeschichte, insbesondere das Recht des Christlichen Orients
I. Evangelisch-Theologische Fakultät: Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte
02265 Vorlesung: Religion findet statt. Religion und Raum - Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati
Di. 16:00–18:00 Uhr
In dieser Vorlesung wird der Raum als zentrales Thema der Religionswissenschaft erkundet. In einem ersten Teil vertiefen wir unterschiedliche Raumkonzepte entlang zentraler Linien der europäischen Religionsgeschichte. In einem zweiten Teil werden aktuelle Zugänge zu Raum als einer sozialen Praxis diskutiert. Diese religionshistorische und systematische Reflexion dient als Grundlage für die Analyse ausgewählter Fallbeispiele. Dabei werden wir uns mit räumlichen Praktiken in den Alpen, in Friedhöfen und in urbanen Kontexten beschäftigen. Sitzungen an der Uni werden mit „wandernden Vorlesungen“ in der Stadt München verbunden.
Literatur: Die Literatur wird im Laufe der Vorlesung vorgestellt.
02266 Seminar: Familienbilder im Kultur- und Religionsvergleich: Geschichte, Konstellationen und ethische Debatten - Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati, Reiner Anselm
Mi. 16:00–18:00 Uhr
Familie gilt in vielen Kulturen und Religionen als zentrale soziale Institution, gewissermaßen als Keimzelle des sozialen Miteinanders. Zugleich ist sie historisch wandelbar, normativ umkämpft und gesellschaftlich hochgradig plural. In (medial vermittelten) Bildern verdichten sich solche normativen Konstruktionen, entweder als Idealvorstellung oder aber auch als Kontrastfolie. Sie lassen entscheidende Rückschlüsse darauf zu, welche Vorstellungen in Gesellschaften aussagbar und auch lesbar sind.
Das interdisziplinäre Hauptseminar untersucht Familienbilder im Kultur- und Religionsvergleich aus religionswissenschaftlicher und ethischer Perspektive. Im Fokus stehen historische Entwicklungen von Familienkonzepten, unterschiedliche familiale Konstellationen (u. a. Kernfamilie, Großfamilie, Patchwork-, Ein-Eltern- und Wahlfamilien) sowie ihre religiösen Deutungen und kulturellen Rahmungen.
Anhand ausgewählter religiöser Traditionen, kultureller Kontexte und theoretischer Zugänge werden normative Vorstellungen von Familie analysiert und kritisch reflektiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf gegenwärtigen ethischen Debatten, etwa zu Geschlechterrollen, Elternschaft, Verantwortung, Macht und Vulnerabilität, Reproduktion und Care-Arbeit.
Literatur: Wird in der ersten Sitzung des Seminars besprochen.
Studierende, die eine Hausarbeit schreiben möchte, sollen Folgendes berücksichtigen: Die Hausarbeit ist eine Weiterführung der Themen, die in der Veranstaltung behandelt werden. Aus diesem Grund stellt die regelmäßige Teilnahme am Seminar eine wesentliche Voraussetzung für das Schreiben der Hausarbeit dar. Darüber hinaus wird im Laufe des Semesters ein Exposé vorbereitet und vorgestellt. Dies ist eine verbindliche Bedingung, um eine Hausarbeit schreiben zu dürfen.
02273 Forschungsseminar: Medien und Religion: Das Bild als Praxis - Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati und PD Dr. Katharina Schüppel (Universität Bamberg)
Do. 16.04., 10–12, online; Do. 23.04., 10–12, online
Der Link zur Veranstaltung wird nach der Anmeldung an die Teilnehmenden verschickt.
Blockteile mit Exkursionen: Do. 21.05., 9–19 in Bamberg; Do. 11.06., 9–14 Uhr im Museum, 14-16 Uhr an der LMU
Was machen Bilder mit ihren Betrachtenden? Wie wirkt ihre Materialität auf sie? Welche Kommunikationsprozesse entstehen um Bilder im Laufe ihrer Tradierung von einer Generation zur nächsten? Wie beeinflusst der Raum visuelle Kommunikation? Das sind einige der Fragen, die im Zentrum dieses Austausches zwischen Forschenden und Studierenden der Universität Bamberg und der LMU stehen. In diesem Forschungsseminar, das allen Interessierten der Religionswissenschaft, Kunst-und Bildwissenschaft, Theologie und anderer Disziplinen offensteht, möchten wir Bilder vor Ort erfahren und uns über theoretische Ansätze und methodische Vorgehensweisen in einem interdisziplinären, konstruktiven Ambiente austauschen.
Literatur: Wird in der ersten Sitzung des Seminars besprochen.
02271 Blockseminar: Macht und Religion - Dr. Marie-Therese Mäder
Fr. 17.04., 14–16 (online); Fr. 15.05., 14–18; Sa. 16.05., 9:30–13:30; Fr. 12.06., 14–18; Sa. 13.06., 9:30–13:30; Fr. 03.07., 14–18
Religion und Macht sind auf vielfältige Weise miteinander verflochten. Dieses Seminar untersucht die Dynamiken, in denen religiöse Institutionen und Akteur:innen mit Machtstrukturen in Gesellschaft, Politik und Kultur interagieren. Im Zentrum stehen Fragen wie: Wie wird religiöse Autorität legitimiert? Welche Rolle spielt Religion bei der Stabilisierung oder Infragestellung von Machtverhältnissen? Wie äußert sich religiöse Macht im Vergleich zu politischer Macht? Und welche Bedeutung kommt dabei Medien und genderspezifischen Dimensionen zu?
Anhand theoretischer Texte, historischer wie aktueller Fallbeispiele setzen wir uns mit den Formen, Funktionen und Folgen von Macht in religiösen Kontexten auseinander. Ziel des Seminars ist es, ein kritisches Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Religion und Macht zu entwickeln und eigene Fragestellungen im Spannungsfeld von Religion, Autorität, Gesellschaft und Kultur zu formulieren.
Das Seminar umfasst die Lektüre theoretischer Texte sowie die Analyse von Fallbeispielen und medialen Darstellungen.
02270 Blockseminar: Religion, Media and Crime. Seminar mit Tagungsbesuch – Dr. Verena Eberhardt
Do. 28.05., 14–16; Blockteil: 18.06.–19.06; Do. 25.06., 14–16
Ob TikTok-Videos, die Massentötungen zeigen, die Inszenierung von Detektiven als allwissend oder brennende Kirchen und geschändete Gräber: Religion und Verbrechen können in enger Wechselwirkung stehen, die durch mediale Darstellungen auf verschiedene Weise geformt wird. In diesem Seminar mit Tagungsbesuch steht das Verhältnis zwischen Religion, Medien und Kriminalität im Mittelpunkt: Was wird als gut und böse, richtig und falsch, schuldig und unschuldig verstanden? Wie werden Vergehen religiös legitimiert? Wie wird Verbrechen medial gezeigt? Wie wirken religiöse Deutungsmuster und Prozesse der Kriminalisierung zusammen bei der Konstruktion von Ordnung, Schuld und Unschuld? Welche Machtmechanismen werden durch das Zusammenspiel von Religion, Medien und Kriminalität stabilisiert oder herausgefordert, und welche politischen Implikationen ergeben sich daraus?
In der vorbereitenden Sitzung, die die Grundlage für die Teilnahme am Blockteil bildet, wird die wesentliche Literatur zum Thema diskutiert. Der Blockteil besteht aus einer internationalen, englischsprachigen Tagung, an der sich die Studierenden aktiv an den Diskussionen beteiligen.
02269 Seminar: „Critical knowledge has to be ahead of traditional knowledge”: Stuart Hall als Klassiker der Religionswissenschaft – Dr. Verena Eberhardt
Do. 14:00-16:00; Beginn Mo 4.5.
Stuart Halls Werk hat die Kultur- und Religionswissenschaft nachhaltig beeinflusst und zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Machtdiskursen in der Gesellschaft, aber auch explizit in der Wissenschaft geführt. In diesem Seminar lesen wir seine Arbeiten als Klassikertexte und reflektieren die theoretischen Grundlagen seines Denkens. Wir beschäftigen uns auch mit der Kritik an seinen Konzepten und diskutieren, ob und wie Halls Ansatz für die heutige Forschung weiterentwickelt werden kann.
J. Gemeinsamer Forschungstag des Münchner Mittelost-Mittelmeeer-Mittelasiens-Zentrums (4MZ)
Fr. 12.06.2026, 9-17 Uhr
Vollständiges Programm unter: https://www.naher-osten.uni-muenchen.de/wasistlosaminstitut/veranstaltungen/4mz_forschungstag/index.html