Institut für den Nahen und Mittleren Osten
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Studienreise nach Tunesien - ein Rückblick in Bildern

Tunis - Karthago - Sidi Bou Saïd - Sousse - Kairouan - Monastir - Mahdia - La Goulette

04.09.2017 – 13.09.2017

organisiert von Dr. des Amir Hamid

 nadine loehr tunesien 1

 

Im September und damit noch in einem der heißeren Sommermonate Tunesiens bildete die Unterkunft „Dar Ya“ in der Altstadt der Hauptstadt Tunis den Ausgangspunkt unserer Studienreise. Mit arabesken Fliesen verziert und zentral im alten Stadtteil und damit nah zum traditionellen Sūq gelegen, war sie ideal, um die interessantesten Sehenswürdigkeiten Tunis’ zu besichtigen. Mit zahlreichen Informationen und geschichtlichen Hintergründe begleitete uns am zweiten Tag ein Professor der Hochschule für Touristik durch die Altstadt und zeigte uns nicht nur die große Moschee (Ǧāmiʿ az-Zaytūna), die Qaṣba und das Bāb al-Baḥr (Porte de France), sondern gewährte uns ebenso einen Einblick in die koloniale Vergangenheit und in die damit verbundene Stadtentwicklung, die bis heute in der Architektur und in der Stadtgestaltung sichtbar ist.

juli singer tunesien 2

Ein Tagesausflug in die Vorstadt Karthago, bedeutendes Zentrum der Antike insbesondere im Hinblick als strategisch gelegener Hafen, stand ebenso auf dem Programm wie ein Besuch Sidi Bou Saïds (nicht zu verwechseln mit Sidi Bouzid als Ausgangspunkt der tunesischen Revolution 2010/2011). Als Künstlerdorf mit seinen pittoresken weiß-blau gehaltenem Stadtbild fasziniert es nicht nur seine heutigen Besucher, sondern bereits den berühmten Maler August Macke, welcher das „Café des Nattes“ in einem seiner Werke festhielt.

juli singer tunesien 3

Mit dem Bus ging es am dritten Tag weiter nach Sousse, wo wir durch unsere Unterkunft im „Marhaba Royal Salem“ eine ganz andere Seite Tunesiens kennenlernen „durften“. Direkt am Strand gelegen diente es insbesondere russischen und algerischen Gästen als günstige Unterkunftsmöglichkeit, um ein paar ausgelassene Tage unter der tunesischen Sonne zu verbringen. Für uns war Sousse jedoch ein Ausgangspunkt um sowohl das dortige Ribāṭ und das archäologische Museum zu besichtigen, als auch die Universität, um mit dem Dekan über diverse Studienmöglichkeiten zu sprechen.

juli singer tunesien 4

Günstig gelegen nutzen wir unseren Aufenthalt in Sousse, um auch in die nahegelegenen Städte Kairouan, Mahdia und Monastir zu fahren. Insbesondere die Stadt Kairouan, welche neben Mekka, Medina und Jerusalem zu den heiligen Stätten des Islams zählt, wusste mit ihrer großen Hauptmoschee und den nach Zünften geordneten Sūq zu beeindrucken.

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Monastir hingegen blieb uns durch das Mausoleum Habib Bourguibas in Erinnerung. Natürlich besichtigten wir auch die beiden dortigen Rubuṭ (von denen eines zu den ältesten noch erhaltenen zählt, während die Grundfeste des anderen nur noch zu erahnen sind). Nach Mahdia brach hingegen nur ein Teil der Gruppe auf, während andere es vorzogen die engen Gassen des Sūq in Sousse zu erkunden. Zwei Tage vor unserem Rückflug kehrten wir schließlich wieder nach Tunis zurück und beendeten unsere Reise dort, wo wir sie begonnen hatten. Natürlich durfte auch zum Abschluss der obligatorische süße Pfefferminztee mit Pinienkernen nicht fehlen.

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Juli Singer