Institut für den Nahen und Mittleren Osten
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Die palästinensischen Universitäten und ihre besondere Beziehung zu Deutschland: eine Vortragsreihe

Workshop 1: Der Sehnsuchtsort Palästina

06.05.2026 16:15 Uhr – 20:00 Uhr

In Deutschland redet es sich heute schwer über Palästina: unfassbar die Brutalität der Kriegsführung dort, ebenso unfassbar die Einseitigkeit der Stellungnahmen und die Ritualität des öffentlichen Redens hier. Dementsprechend schwer redet es sich auch in Palästina über Deutschland. - Thema dieser Vortragsreihe ist die hierzulande kaum bekannte palästinensische Universitätslandschaft und ihre besondere Beziehung zu Deutschland. Eigentlich geht es um die große Frage, wie die palästinensischen Universitäten es schaffen, ihren Dozierenden und Studierenden jenseits von Flucht, Verzweiflung und Gewalt einen vierten Weg zu eröffnen. – (Parallel zur palästinensischen Universitätslandschaft, aber nahezu unverbunden mit ihr, gibt es auch eine israelische. Auch diese ist stark vom Krieg geprägt, auch diese hat eine lange und starke Beziehung zu Deutschland. Aber die dreizehn israelischen Universitäten funktionieren anders als die palästinensischen und die deutsche Öffentlichkeit redet über sie ganz anders. Daher sind sie nicht Thema dieser Vortragsreihe.)

WORKSHOP 1: DER SEHNSUCHTSORT PALÄSTINA - Mittwoch, 6. Mai 2026, 16:15-20:00 Uhr, LMU München, Schellingstraße 3, 80799 München, Hörsaal S006.

Das Land zwischen Jordan und Mittelmeer ist ein globaler Sehnsuchtsort. Christlich gesprochen ist es das Land von Geburt, Leiden und Auferstehung Christi, jüdisch das Land der Verheißung und das Land Israels, muslimisch das Land von Nachtreise und Himmelfahrt, für alle drei das Land der Auferstehung am Ende der Zeit, säkular besonders auch das Land sozialer Gerechtigkeit. Seit langem für immer weitere Kreise ein Sehnsuchtsort, ist es heute global omnipräsent und doch seltsam unbekannt. Dementsprechend unklar, ja undefiniert sind die gerade genannten Konzepte. - Für alle dort und von dort ist die globale Sehnsucht nach ihrem Land sowohl vielversprechende Chance als auch schwerlastende Hypothek.

  • 1 Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU München, Arabistik und Islamwissenschaft): „Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, soll meine Rechte verdorren“: 2500 Jahre Sehnsuchtsort Palästina.
  • 2 Prof. Dr. Tamar Novick (Technische Universität München, Technikgeschichte): “Palestine is a Natural Garden and Must Be Restored to Its Original Condition”: Colonial Visions and Settler Technologies in the 20th Century.
  • 3 PD Dr. Stephan Milich (Universität zu Köln, Islamwissenschaft): „Bewohne, mit mir, meinen Körper“: Heimatbestimmungen in der zeitgenössischen palästinensischen Lyrik.

Organisation: Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU München, Arabistik und Islamwissenschaft).

Das Programm der ganzen Vortragsreihe finden Sie hier.

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