Institut für den Nahen und Mittleren Osten
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Wintersemester 2019/20 BA und MA: Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

0. ALLGEMEINES: 0.1. Einführungsveranstaltung - 0.2. Raumangaben

1.BA-MODULE: 1.1. BA-PFLICHTMODUL: Gesamtschau - 1.2. BA-WAHLPFLICHTMODULE - 1.2.1. BA-Sprachkurse: 1.2.1.1. Grundkurse (Stufe I und II) - 1.2.1.2. Aufbaukurse (Stufe III und IV) - 1.2.2. BA-Grundlagen- und Anwendungsmodule: 1.2.2.1. Grundlagenmodule (Stufe III) - 1.2.2.2. Anwendungsmodule (Stufe V) - 1.2.2.3. Eigenständige Lektüre - 1.2.3. BA-Praktikum - 1.2.4. BA-Tutorien

2. MA-MODULE: 2.1. MA-SPRACHKURSE: 2.1.1. Grundkurse (Stufe I und II) - 2.1.2. Aufbaukurse (Stufe III und IV) - 2.1.3. Studienkurse und Sprachpraxis für Fortgeschrittene (Stufe V und VI) - 2.2. MA-SEMINARE UND SEMINARÜBUNGEN

3. WEITERE (AUCH EXTERNE) VERANSTALTUNGEN (ohne Anrechnung)

0.Allgemeines

0.1.EINFÜHRUNGSVERANSTALTUNG für StudienanfängerInnen BA und MA:

Do, 10.10.2019, 14.15 Uhr: Eröffnung des Studienjahres 2019/20 für alle BA- und MA-Studierenden und alle Mitarbeitenden im Institut für den Nahen und Mittleren Osten, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum A 214 mehr

0.2. RAUMANGABEN sind über LSF zu erfahren.

1. BA-MODULE

1.1. BA-PFLICHTMODUL: Gesamtschau

12003 Vorlesung: Mittelasien, Mittlerer Osten, Mittelmeer: Turk-Gesellschaften von etwa 600 bis 1500 - Prof. Dr. Christoph Neumann

Di. 10:15 bis 12:00

Die Vorlesung ist der erste Teil einer Einführung in die Türkischen Studien, kann aber auch unabhängig besucht werden. Dabei ist "Einführung" in einem doppelten Sinne zu verstehen. Zum einen geht es um die Geschichte, Sprache, soziale Organisation und Kultur von turk-sprachigen Gesellschaften, wie sie seit etwa dem 6. Jahrhundert fassbar werden. Steppenreiche, die Seidenstraße, die Islamisierung Zentralasiens, die turkische Präsenz im Nahen und Mittleren Osten des "Mittelalters", die langsame (und unvollständige) Turkifizierung von Kleinasien und auch Teilen Südosteuropas, die Reiche Dschingis Chans, der Seldschuken und der frühen Osmanen sind dabei genauso Thema wie Merkmale der Turksprachen oder früher literarischer Produktion. Andererseits führt die Vorlesung, die sich vor allem an Studierende der ersten beiden Studienjahre wendet, in grundlegende geisteswissenschaftliche Probleme und Begriffe ein: Was ist ein Faktum? Was Sprache? Was ein Text? Wie verhält sich das erkennende Subjekt (z.B. "der Wissenschaftler") zu seinem Erkenntnisobjekt (einem beliebigen Thema)? Was geschieht, wenn man über etwas nachdenkt, was als "anders" betrachtet wird, etwa als etwas "Orientalisches"? Die Vorlesung wird von der Lektüre ausgewählter wissenschaftlicher Beiträge in Aufsatzlänge begleitet, die die Studierenden in geisteswissenschaftliche Argumentationspraxis einführen.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

Prüfung: Klausur

12487 Vorlesung: Der Islam aus allgemeinhistorischer, kulturhistorischer und religionshistorischer Sicht - Prof. Dr. Andreas Kaplony

Mi. 08:15 bis 10:00

Diese Vorlesung bietet eine Einführung in die Islamwissenschaft (die Kulturwissenschaft von der Vergangenheit und Gegenwart der Islamischen Welt). Einleitend denken wir darüber nach, wo die Möglichkeiten und Grenzen einer Kulturwissenschaft liegen. Anschließend lernen wir die vier Perioden und etwa fünfzehn Großräume der islamischen Vergangenheit und Gegenwart kennen. Das Schwergewicht liegt auf den muslimischen Gesellschaften rund um das Mittelmeer (Nordafrika, Ägypten und Syrien-Palästina), ohne die weitere Islamische Welt (die Arabische Halbinsel, Iran und Zentralasien) zu vernachlässigen. Wir behandeln ausgewählte Fallbeispiele wie den ersten islamischen Staat der Umayyaden von Damaskus, das Weltbild der schiitischen Fāṭimiden Ägyptens und die Gelehrtengesellschaft der 12er Schiiten Irans. Nach der Vorlesung können Sie aktuelle und historische Phänomene räumlich und zeitlich einordnen.

Die einzelnen Vorlesungen haben je einen längeren Vorlesungsteil, und einen kürzeren Vertiefungsteil mit Diskussion in Kleingruppen. Die Kenntnis orientalischer Sprachen wird nicht vorausgesetzt.

Literatur zur Anschaffung und zur Vorbereitung der Prüfung:

  • Krämer, Gudrun, Geschichte des Islam, 5. Auflage München 2016
  • Elger, Ralf (Hg.) Kleines Islam-Lexikon. Geschichte, Alltag, Kultur, 6. Auflage München 2018 (Beck'sche Reihe 1430)
  • Brunner, Rainer (Hg.), Islam: Einheit und Vielfalt einer Weltreligion, Stuttgart 2016.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

Prüfung: Probeklausur in Sitzung 9, Klausur in der letzten Stunde

12488 Vorlesung Iranistik: Einführung in die iranische Geschichte – von großen Wendepunkten und Kontinuitäten - Dr. Sarah Kiyanrad

Fr. 10:15 bis 12:00

Die Vorlesung lädt dazu ein, sich mit den großen Linien der Geschichte Irans seit der Islamisierung auseinanderzusetzen und diese Linien einerseits immer wieder an konkreten Beispielen zu vertiefen, andererseits aber auch kritisch zu reflektieren. Beginnend mit der Frage, inwiefern das Ende der Sasanidenherrschaft auch das Ende spätantiker iranischer Kultur bedeutete, werden wir uns weitgehend chronologisch durch die Geschichte bewegen, dabei zentrale Forschungsbereiche der Iranistik kennenlernen und uns u. a. mit aktuellen Forschungstrends und -ergebnissen befassen. Dabei wird uns auch das Thema Multiperspektivität, die Frage nach dem Vergessen, 'subalternen' Akteur*innen und die Deutungshoheit um Geschichte wie Geschichtsschreibung beschäftigen.

Ziel ist, grundlegende Kenntnisse zur Kulturgeschichte Irans, schwerpunktmäßig vom 6. bis 20. Jh. zu vermitteln und zugleich für die Perspektive, Implikationen und mögliche Ambivalenzen historischer Narrative zu sensibilisieren.

In der Vorlesung werden zu den einzelnen Epochen und Themen Literaturhinweise bekanntgegeben. Um sich vorab einen Überblick zu verschaffen, bieten sich z. B. folgende Werke an:

  • Abbas Amanat, Iran. A Modern History, New Haven: Yale University Press, 2017.
  • Michael Axworthy, A History of Iran: Empire of the Mind, New York: Basic Books, 2008.
  • Richard Foltz, Iran in World History, New York: Oxford University Press, 2016.
  • Monika Gronke, Geschichte Irans: Von der Islamisierung bis zur Gegenwart, 5. Auflage, München: Beck, 2016.
  • Hans Robert Roemer, Persien auf dem Weg in die Neuzeit. Iranische Geschichte von 1350-1750, Würzburg: Ergon, 2003 [Nachdruck der Ausgabe von 1989].

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

Prüfung: Klausur

12489 Vorlesung: Grundzüge des rabbinischen Judentums - Prof. Dr. Ronny Vollandt

Do. 08:15 bis 10:00

Die Vorlesung behandelt inhaltlich die Entwicklung des Judentums im Vorderen Orient in der Zeit von der Zerstörung des Zweiten Tempels bis zur islamischen Eroberung, teils unter römisch-byzantinischer, teils unter persischer Herrschaft. Lernziele sind neben der allgemeinen, gegebenenfalls auch detaillierten Erfassung des historischen Rahmens die Kenntnis von Grundzügen der jüdischen Religion in rabbinischer Zeit und die überblickshafte Kenntnis des Aufbaus und Inhalts wichtiger Literaturwerke jener Epoche (Mischna, Talmud, Midraschim)-

Literatur (zur Anschaffung empfohlen):

  • Schäfer, Peter, Geschichte der Juden in der Antike (Tübingen: Mohr Siebeck, 2010)
  • Stemberger, Günter, Einleitung in Talmud und Midrasch (München: Beck, 2011)

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

Prüfung: Klausurnach oben

1.2. BA-WAHLPFLICHTMODULE

 1.2.1. BA-Sprachkurse

 1.2.1.1. Grundkurse (Stufe I) (alphabetisch nach Sprachen geordnet)

12246 Sprachunterricht: Arabisch I, Gruppe A - Prof. Dr. Andreas Kaplony/Dr. Mohamed Abd el-Rahim/Julia Singer M.A.

12247 Sprachunterricht: Arabisch I, Gruppe B - Prof. Dr. Andreas Kaplony/Dr. Mohamed Abd el-Rahim/Julia Singer M.A.

Gruppe A: Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / 
Do. 10.15 bis 12:00

Gruppe B: Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / 
Do. 12.15 bis 14:00

Der Arabischkurs I wird wegen der großen Teilnehmerzahl doppelt geführt.

  • Kurs A: Studierende, deren Nachname mit den Buchstaben A-M beginnt.
  • Kurs B: Studierende, deren Nachname mit den Buchstaben L-Z beginnt.

Bitte melden Sie sich entsprechend an.

Ziel des Arabischkurses ist es, den Studierenden das Grundgerüst und die Prinzipien der arabischen Sprache zu vermitteln. Sie werden befähigt, einfache Texte zu verstehen und ein einfaches Gespräch zu führen, sodass sie sich etwa auf einer Reise in einem arabischen Land zu orientieren wissen.

Der Arabischsprachkurs des ersten Semesters beginnt mit dem Erlernen der arabischen Schrift sowie der Lautlehre. Weitere Schwerpunkte sind die Substantive und Adjektive, ihr jeweiliger Numerus und Genus sowie ihre Deklination. Darüberhinaus erlernen Sie die Konjugation der Verben in der Gegenwart, die Grundstruktur arabischer Wörter, die Zahlen von 1 bis 100 und die Verwendung der Pronomen. Da in jeder zweiten Woche eine Lektion abgeschlossen wird, erfordert dies zusätzliches und selbständiges Arbeiten der Studierenden, insbesondere betreffs des Vokabulars und der Repetition der Grammatik.

Zur Bewältigung des anspruchsvollen und umfangreichen Stoffs bieten wir jedoch wöchentlich ein zweistündiges Tutorium an. Zudem besteht die Möglichkeit, selbst gelöste Übungen den TutorInnen zur Korrektur zu geben.
Es wird eine Präsenzliste geführt.

Lehrmittel:

  • Arabisch intensiv Grundstufe (2017). In Kommission für das Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität Bochum. 6., durchgesehene und erweiterte Auflage, ISBN 978-3-87548-834-0
  • Fischer, Wolfdietrich: Grammatik des klassischen Arabisch. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag. 4. Auflage: 2006.
  • Wehr, Hans: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart: Arabisch-Deutsch. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag. 5. Auflage: 2011. (Ältere lizenzierte Auflagen sind im Librairie du Liban Verlag erschienen und in den arabischen Ländern günstiger beziehbar als die aktuelle Auflage des Harrassowitz-Verlags)

Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)

12472 Sprachunterricht: Hebräisch I - Yossi Brill, M.A.

Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00

Der Kurs Hebräisch I bietet einen Einstieg in die hebräische Sprache und vermittelt die grundlegenden Grammatikstrukturen und typologischen Merkmale der hebräischen Sprache. Die Zielgruppe dieser Lehrveranstaltung sind Studierende, die keine oder sehr geringe Vorkenntnisse in der hebräischen Sprache haben. Im ersten Schritt werden der allgemeine Sprachaufbau, die Struktur der Sprache, das hebräische Alphabet und die Aussprache behandelt. Ziel des Hebräischkurses ist es, den Studierenden das Grundgerüst und die Prinzipien der hebräischen Sprache zu vermitteln, damit sie diese für ihre Studien oder auch für Auslandsaufenthalte in Israel nutzen können. Sie werden befähigt, einfache Texte zu verstehen und kurze Dialoge zu führen. Zu den Texten und Übungen aus dem Lehrbuch werden sie sich sowohl mit Midrashim, hebräischer Lyrik und israelischen Liedern als auch mit häufigen Begriffen und gegenwärtigen Ausdrücken des Alltags beschäftigen. Die regelmäßige Teilnahme an den Lehrverstaltungen ist für den erfolgreichen Abschluss des Kurses ebenso Voraussetzung, wie die Nacharbeitung des Unterrichtsstoffs und die Erledigung von Hausaufgaben.

Lehrmittel: Shlomit Chayat et. al.: Hebrew from Scratch - Part 1. Academon 2004.

Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)

12359 Sprachunterricht: Persisch I - Dr. Christl Catanzaro / Martin Naimi, M.A.

Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 16:00 / Do. 10:15 bis 12:00

Lehrmittel: Behzad, Faramarz und Soraya Divshali, Sprachkurs Persisch (Farsi), 5. Auflage 2004 oder neuere Auflage

Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)

12474 Sprachunterricht: Türkisch I, Gruppe 1 - Dr. Özgür Savaşçı

Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / Do. 10:15 bis 12:00

Der Kurs Türkisch 1, Gruppe 1 vermittelt die grundlegenden Grammatikstrukturen und typologischen Merkmale der türkischen Sprache. Parallel dazu werden kurze Dialoge und Texte behandelt, die den Studierenden das Türkische als kommunikative Sprache nahe bringen sollen. Unterrichtssprache: Türkisch-Deutsch.

Lehrmittel: Inhalt dieses Kurses sind die Lektionen 1 – 5 im Lehrbuch Türkisch mit System von Langenscheidt Verlag. Zu Art und Durchführung der Klausur in der letzten Semesterwoche lesen Sie bitte „Informationen zu Türkischkursen“.

Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)

12473 Sprachunterricht: Türkisch I, Gruppe 2 - Nevra Lischewski, M.A.

Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00

Der Kurs Türkisch 1, Gruppe 2 vermittelt die grundlegenden Grammatikstrukturen und typologischen Merkmale der türkischen Sprache. Parallel dazu werden kurze Dialoge und Texte behandelt, die den Studierenden das Türkische als kommunikative Sprache nahe bringen sollen. Unterrichtssprache: Türkisch-Deutsch.

Arbeitsaufwand: 4.5 Stunden/Woche Präsenz, 7.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte

1.2.1.2. Aufbaukurse (Stufe III) (alphabetisch nach Sprachen geordnet)

12475 Aufbaukurs Arabisch I (= Arabische Philologie III) - Dr. Mohamed Abd El-Rahim / Dr. Ursula Bsees

Di. 12:15 bis 14:00 / Fr. 12:15 bis 14:00

Aufbauend auf den Kursen Arabisch I und II führt der Aufbaukurs Arabisch I (= Arabisch III) den Sprach- und Grammatikunterricht der letzten beiden Semester fort. Der Kurs besteht aus 4 Wochenstunden, es werden also keine Parallelkurse (mehr) geführt. Für im Hauptfach-Studierende gilt Präsenzpflicht!

Basis des Unterrichts bildet das Lehrbuch von Eckehard Schulz (Modernes Arabisch); ergänzt wird es jedoch verstärkt durch die Nutzung eigentlicher Grammatiken (Fischer; Brockelmann) und separater Wörterbücher (Wehr), deren Anschaffung den Studierenden ausdrücklich empfohlen wird (mehr dazu im Unterricht).

Fokus des Unterrichts ist in der Grammatik vermehrt die Syntax, ergänzt durch die fehlenden Teile der Morphologie. Parallel dazu werden unter Berücksichtigung der aktuellen Medien komplexere arabische Texte gelesen sowie die aktivsprachliche Kompetenz der Studierenden gefördert.

Lehrmittel:

  • Eckehard Schulz: Modernes Arabisch, Lehrbuch & e-Edition mit einer Einführung in Hauptdialekte. Leipzig: Edition Hamouda. 2011. (Bezug über http://www.modern-standard-arabic.com)
  • Fischer, Wolfdietrich: Grammatik des klassischen Arabisch. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag. 4. Auflage: 2006.
  • Wehr, Hans: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart: Arabisch-Deutsch. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag. 5. Auflage: 2011. (Ältere lizenzierte Auflagen sind im Librairie du Liban Verlag erschienen und in den arabischen Ländern günstiger beziehbar als die aktuelle Auflage des Harrassowitz-Verlags)

Arbeitsaufwand: 3 Stunden/Woche Präsenz, 3 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12476 Aufbaukurs Hebräisch I (= Hebräisch III) - Yossi Brill, M.A.

Di. 12:15 bis 14:00 / Fr. 12:15 bis 14:00

Der Aufbaukurs Hebräisch I (= Hebräisch III) setzt den Sprachkurs Hebräisch I fort und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf komplexere Satzkonstruktionen. Im Aufbaukurs erhalten die Studenten die gramatikalischen Mittel, die sie bei der Arbeit mit komplizierteren Texten über wissenschaftliche Themen nutzen können. Anhand von Texten und Dialogen wird der Fachwortschatz erarbeitet und ausgebaut. Die aktiven und passiven Sprachfertigkeiten in mündlicher und schriftlicher Form (Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen und Übersetzen) werden weiter ausgebaut. Um die Übungen aus dem Lehrbuch zu ergänzen, werden Sie sich mit alltäglichen Phrasen und Midrashim, hebräischer Lyrik und israelischen Liedern beschäftigen. Für den Lernerfolg ist es wichtig, dass die Studenten die gestellten Hausaufgaben machen und sich aktiv an den sprachlichen Übungen im Unterricht beteiligen.
 Für die Teilnahme am Aufbaukurs wird das Absolvieren des Sprachkurses Hebräisch I oder das eigeninitiative und vollständige Studium mit dem Lehrbuch Hebrew from Scratch – Part I vorausgesetzt.

Lehrmittel: Shlomit Chayat et. al.: Hebrew from Scratch - Part 2. Academon 2004.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12493 Aufbaukurs Persisch I (= Persisch III) Gruppe 1 - Dr. Mehr Newid

Di. 14:15 bis 16:00

Bei diesem Aufbaukurs werden die Teilnehmer zunächst mit der Mediensprache vertraut gemacht. Es werden Auszüge aus aktuellen persischsprachigen Tageszeitungen gelesen und übersetzt. In der zweiten Phase werden Texte aus verschiedenen Epochen der persischen Literatur besprochen.

Empfohlene Literatur für die 2. Phase:

  • Browne, Edward: A literary history of Persia, vol. I-IV, 1956
  • Newid, Mehr & Mumm, Peter-Arnold: Persisches Lesebuch, Wiesbaden, Reichert 2007
  • Rypka, Jan: Iranische Literaturgeschichte, Leipzig, 1959

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12492 Aufbaukurs Persisch I (= Persisch III) Gruppe 2 - Dr. Christl Catanzaro

Di. 12:15 bis 14:00

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

Aufbaukurs Türkisch I (= Türkisch III) - Dr. Özgür Savaşçı

Di. 14:15 bis 16:00 und Fr. 14:15 bis 16:00

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

 1.2.2. Grundlagen- und Anwendungsmodule (Stufe III)

1.2.2.1. Grundlagenmodule (alphabetisch nach Sprachen geordnet)

12428 GM Arabistik (PS): Arabische Welt Grundlagen: Migration - Leonora Sonego, lic. phil.

Mi. 14:15 bis 16:00

Im Proseminar üben wir den Umgang mit verschiedenen arabischen Quellengattungen wie Koran, Hadith, Fatwas, Grammatik, Dichtung, schöner Literatur (Adab), Reiseberichten, vorosmanischen Archiven etc. Ein Thema, das uns dabei immer wieder begegnen wird, ist Migration. Denkbare Unterthemen sind der Trennungsschmerz in der vorislamischen Liebesdichtung, Sklavenhandel, Studienreisen und gelehrte Netzwerke, der Exodus im Koran, usw. Ganz im Sinne von Thomas Bauer (Kultur der Ambiguität) wollen wir dabei den Koran und die religiösen Texte nicht überbewerten, sondern uns auch mit der Lyrik und ihrem Platz in der Populärkultur beschäftigen.

Zum Einlesen:

  • Edward Said, Orientalism, 1978
  • Hartmut Bobzin: Koran. Lesebuch, 2005
  • Thomas Bauer: Kultur der Ambiguität, 2011
  • Graf, Matthias: Mazzika! Eine arabistisch-ethnomusikologische Exkursion in die Text- und Klangwelten der Popmusik Ägyptens und des Libanons von ihren Anfängen bis heute, Würzburg 2012 (Kultur, Recht und Politik in muslimischen Gesellschaften 22)

Arbeitsaufwand: 1,5 Stunden/Woche Präsenz, 6.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (4 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung

12426 GM Arabistik (Ü): Palästinensisch I/Werkzeuge der Arabistik und Islamwissenschaft - Prof. Dr. Andreas Kaplony

Mi. 16:15 bis 18:00

In dieser Lehrveranstaltung lernen Sie einerseits das Handwerk der Arabistik und Islamwissenschaft. Sie üben Thesen aufzustellen und zu beweisen bzw. zu widerlegen, Bücher und Artikel zum aktuellen Stand der Forschung zu beschaffen, Grammatiken und Wörterbücher zu benutzen, arabische Texte in lateinischen Buchstaben zu transkribieren, in den Handbüchern schnell präzise Informationen zu fast jedem Thema zu finden und Zeit- und Massangaben umzurechnen. All dies wenden Sie dann an, um zuerst die erste Skizze Ihrer Hausarbeit zu schreiben, dann die Vollversion.

Andererseits beginnen wir (auf Wunsch der älteren Studierenden) schon in dieser Drittsemester-Übung mit dem Dialekt. Praktisch werden Sie von der ersten Stunde an fleissig Palästinensisch-Arabisch sprechen. Theoretisch gehen wir kontrastiv vor: ich erkläre Ihnen, wie Sie von der Hochsprache zum Dialekt kommen.

Lehrmittel:

  • Halloun, Moïn und Seeger, Ulrich, Lehrbuch des Palästinensisch-Arabischen, 2 Bände [mit CD] Bethlehem 2016 [Band 1 ist anzuschaffen, ich rate aber zur Anschaffung beider Bände].
  • Seeger, Ulrich, Lehrbuch des Palästinensisch-Arabischen. Der Dialekt der Städter, Wiesbaden 2013 (Semitica viva. Series Didactica 4) [Entgegen dem Titel kein Lehrbuch, sondern eine Grammatik und Landeskunde; zur Anschaffung empfohlen].
  • Seeger, Ulrich, Wörterbuch Palästinensisch-Deutsch. Unkorrigiertes und unvollständiges Manuskript Stand Juni 2018 [Bitte registrieren Sie sich kostenlos bei www.academia.edu, affiliieren Sie sich dabei als Undergraduate Students mit unserem Institut, und downloaden Sie das Wörterbuch].

Der Bezug von Halloun/Seeger 2016 und Seeger 2018 über den normalen Buchhandel ist schwierig. Ich rate zur Bestellung bei der Buchhandlung Avicenna, mail at buchhandlung-avicenna.de. Bitte schreiben Sie bei der Bestellung dazu, dass Sie die Bücher für den Kurs bei mir benötigen, dann bringt die Buchhandlung Ihnen die Bücher in die erste Stunde. Bestellen Sie bei Halloun/Seeger 2016 die Ausgabe 2016!

Weiterführende Literatur:

  • Diem, Werner, Hochsprache und Dialekt im Arabischen. Untersuchungen zur heutigen arabischen Zweisprachigkeit, 2. Auflage Wiesbaden 2006 (Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes 41,1).
  • Vieweger, Dieter, Streit um das heilige Land. Was jeder vom israelisch-palästinensischen Konflikt wissen sollte, 6. Auflage Gütersloh 2013

Arbeitsaufwand: 1,5 Stunden/Woche Präsenz, 6.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (4 ECTS-Punkte).

Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung

12432 GM Judentum (PS): Die neuere Forschung zum rabbinischen Judentum - Prof. Dr. Ronny Vollandt

Di. 14:15 bis 16:00

Als rabbinisches Judentum bezeichnet man die nach den Rabbinen, den Lehrern und Tradenten der in Mishna, Talmud, Midrasch und Targum erhaltenen jüdischen Überlieferung, benannte Epoche der jüdischen Geschichte. Bis vor etwa fünfzig Jahren gab es ein weithin einheitliches Bild von der Entwicklung des Judentums, vor allem jenes Palästinas, im Jahrhundert nach der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung seines Tempels im Jahr 70 n.Chr. Von diesem consensus ist heute fast nichts übriggeblieben In Seminar und Übung widmen wir uns insbesondere den neueren Forschungsansätzen, wie etwa institutioneller Geschichte, Oralität und dem Material Turn (Archäologie, Handschriftenkunde). Auch soll in die verschiedenen Aspekte des rabbinischen Judentums (Judentum und Hellenismus, Mystik und Liturgie, Auslegungstraditionen, die verschiedenen rabbinischen Literaturgattungen und deren Charakteristiken) eingeführt werden. Dabei soll auch der Umgang mit den wichtigsten (bibliographischen) Hilfsmitteln eingeübt, sowie auch Fragen zur Abfassung einer Seminararbeit behandelt werden.

Vorbereitende Lektüre:

  • Stemberger, Günter, „Das Judentum in frührabbinischer Zeit. Zu neuen Entwicklungen in der Forschung“ in Historische Zeitschrift 300 (2015) (1), 1-32.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 8.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (5 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung

12431 GM Judentum (Ü) - Die neuere Forschung zum rabbinischen Judentum - Prof. Dr. Ronny Vollandt

Di. 10.15 bis 12:00

Als rabbinisches Judentum bezeichnet man die nach den Rabbinen, den Lehrern und Tradenten der in Mishna, Talmud, Midrasch und Targum erhaltenen jüdischen Überlieferung, benannte Epoche der jüdischen Geschichte. Bis vor etwa fünfzig Jahren gab es ein weithin einheitliches Bild von der Entwicklung des Judentums, vor allem jenes Palästinas, im Jahrhundert nach der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung seines Tempels im Jahr 70 n.Chr. Von diesem consensus ist heute fast nichts übriggeblieben In Seminar und Übung widmen wir uns insbesondere den neueren Forschungsansätzen, wie etwa institutioneller Geschichte, Oralität und dem Material Turn (Archäologie, Handschriftenkunde). Auch soll in die verschiedenen Aspekte des rabbinischen Judentums (Judentum und Hellenismus, Mystik und Liturgie, Auslegungstraditionen, die verschiedenen rabbinischen Literaturgattungen und deren Charakteristiken) eingeführt werden. Dabei soll auch der Umgang mit den wichtigsten (bibliographischen) Hilfsmitteln eingeübt, sowie auch Fragen zur Abfassung einer Seminararbeit behandelt werden.

Vorbereitende Lektüre:

  • Stemberger, Günter, „Das Judentum in frührabbinischer Zeit. Zu neuen Entwicklungen in der Forschung“ in Historische Zeitschrift 300 (2015) (1), 1-32

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 6.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (4 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung

12429 GM Iranistik (PS ): Persische Welt Grundlagen Proseminar A: Iran im 20. Jahrhundert  - Dr. Christl Catanzaro

Mo. 14:15 bis 16:00

Im Proseminar werden wissenschaftliche Texte über Iran im 20. Jahrhundert gelesen und diskutiert.

Die begleitende Übung bietet eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 8.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (5 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung.

12430 GM Iranistik (Ü), Persische Welt Grundlagen Übung A: Werkzeuge der Iranistik: Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten - Dr. Christl Catanzaro

Mi. 10:15 bis 12:00

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 6.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (4 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung.

12433 GM Turkologie (PS): Türkische Welt Grundlagen: Das Osmanische Reich im 19. Jahrhundert - Prof. Dr. Christoph Neumann

Do. 14:15 bis 16:00

We believe that every student has the right to know the history of the field that s/he studies. Therefore we started to teach the institutionalisation of Oriental Studies after the Second World War in Germany, as well as history of Turkish and Ottoman Studies in Munich. Parallel to this, we organized a workshop entitled "Deconstructing Oriental Studies" with our colleagues from various German universities in 2015, where we discussed the main issues of this field. In this course we discuss concepts like power, knowlegde, orientalism, colonialism, racism, knowledge production, structures of disciplines, objectivity, subjectivity, cultural studies, Kulturwissenschaft, archive, traveller's accounts and so on. Knowledge of Turkish language is not a prerequisite for participating the course. Readings will be both in German and in English.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 8.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (5 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung.

12435 GM Turkologie (Ü): Türkische Welt Grundlagen: Das Osmanische Reich im 19. Jahrhundert - Prof. Dr. Christoph Neumann

Do. 16:15 bis 18:00

Das 19. Jahrhundert war für den östlichen Mittelmeer-Raum, das Territorium des Osmanischen Reiches, eine ambivalente, oft traumatische Zeit tiefer Veränderungen. Diese lassen sich am besten als Phänomene der Modernität fassen, deren Zweischneidigkeit das Osmanische Reich besonders heftig erlebte. Auf der einen Seite all das, was Zeitgenossen als "Fortschritt" verstanden, also technischen, administrativen, kulturellen und sozialen Wandel, der als rational, ermächtigend und bereichernd empfunden wurde. Andererseits sahen sich Osmanen aller gesellschaftlichen Gruppen wie auch als Gesellschaft in einer Position, in der die gleiche Dynamik sie als irrational ihrer Macht beraubte und ausbeutete. Der osmanische Staat selbst war seinerseits sowohl imperialistisch und kolonialistisch aktiv, aber auch Opfer von Imperialismus und Kolonialismus. Säkularistische und nationalistische Vorstellungen führten zu kulturellen und politischen Konflikten, die zum Teil bis heute nicht ausgetragen sind. Themen sind unter anderem die Staatskrise am Anfang des 19. Jahrhunderts, die tanẓimat und die Zeit ʿAbd ül-Ḥamids II., der Wandel osmanischer Städte, das Entstehen der modernen türkischen Literatur, neue soziale Beziehungen zwischen verschiedenen ethno-religiösen Gruppen, gender relations, die Frage einer spezifisch osmanischen Modernität und die Reaktionen auf orientalistische Zuschreibungen. Begleitend wird eine Übung mit Quellenlektüre für BA-Studierende im Fach "Naher und Mittlerer Osten" angeboten.

Mögliche Einführungslektüren:

  • M. Sükrü Hanioglu, A Brief History of the Late Ottoman Empire (Princeton: Princeton University Press, 2008)
  • Donald Quataert, The Ottoman Empire, 1700-1922, New Approaches to European History, 2nd ed (Cambridge, New York NY: Cambrige University Press, 2005).

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 8.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (5 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Hausarbeit, wahlweise im Proseminar oder in der Übung.

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1.2.2.2. Anwendungsmodule (Stufe V)

12436 / 12437 Studienkurs Arabisch: Prägende Persönlichkeiten der modernen Geschichte in arabischen Kurzfilmen und Musik, - Dr. Rocio Daga Portillo / Sprachpraxis Arabisch: Persönlichkeiten der arabischen Welt in der Moderne – Dr. Mohamed Abd El-Rahim

Mo. 10:15 bis 12:00 / Do. 10:15 bis 12:00

Anhand von Liedern und Kurzfilmen werden wir die wichtigsten Persönlichkeiten der arabischen Moderne kennenlernen. Persönlichkeiten und Themen der Nahḍa, der feministischen Bewegung, des politischen Islam sowie des Theaters und der Welt der Musik -besonders aus Ägypten- werden behandelt.

Wichtiges Ziel des Kurses ist der Erwerb von neuem Vokabular und Redewendungen, das aktive Erleben der Sprache mit Dialogen und die Verbesserung des Hörverständnisses durch das Behandeln von Liedern und Videos in Unterricht.

Literatur:

  • Kassab, Elisabeth S., Contemporary Arab Thought, Columbia University Press, N.Y., 2010.
  • Damir-Geilsdorf, Sabine, Herrschaft und Gesellschaft: Der islamistische Wegbereiter Sayyid Qutb und seine Rezeption (Mitteilungen zur Sozial- und Kulturgeschichte der islamischen Welt (MISK)). Würzburg: Ergon, 2003
  • Armbrust, Walter, Mass Culture and Modernism in Egypt, Cambridge: Cambridge University Press, 1996.

Arbeitsaufwand für beide Veranstaltungen zusammen: 3.0 Stunden/Woche Präsenz, 9.0 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte)

12486 Studienkurs Hebräisch: Jehuda Halevi: Der Kuzari - Peter Tarras

Do. 12:15 bis 14:00

Jehuda Halevi (1075-1141) ist mit Abstand der wichtigste hebräische Dichter des Mittelalters, seine liturgische Poesie findet bis heute im synagogalen Gottesdienst Verwendung. Dieser Studienkurs legt hingegen den Fokus auf sein philosophisches Oeuvre. Mit dem Sefer ha-Kuzari - im arabischen Original trägt es den Titel Beweis des Triumphes der verachteten Religion (Kitāb al-ḥuǧǧa wa-d-dalīl fī naṣr ad-dīn aḏ-ḏalīl) - verfasste Halevi eines der wichtigsten Werke der jüdischen Philosophie, dem rezeptionsgeschichtlich eine ähnlich große Bedeutung wie Maimonides’ Moreh Nevuchim zukommt. Der Kuzari ist in der Form eines Dialogs zwischen einem Rabbi und dem mythologischen König der Chasaren (von dem sich der Titel herleitet) verfasst und verhandelt die zentralen Themen der zeitgenössischen arabisch-islamischen und jüdischen Philosophie. Im Gegensatz zum Moreh formuliert er aber eine harsche Kritik vor allem der aristotelisch geprägten Philosophie und wird bis heute als antirationalistische Zurückweisung des Projektes einer jüdischen Philosophie gelesen. Gerade aufgrund seiner kritischen Distanz zum zeitgenössischen Denken eignet sich der Kuzari als einführende Lektüre in die jüdische Philosophie. Im Kurs werden ausgewählte Abschnitte der aus dem 12. Jh. stammenden hebräischen Übersetzung Jehuda Ibn Tibbons (1120 - ca. 1190) gelesen. Je nach Kenntnisstand der Kursteilnehmer*innen werden wir diese auch mit dem judäo-arabischen Text und einer modernen hebräischen Übersetzung vergleichen.

Zur Anschaffung empfohlen: Judah Halevi, The Kuzari: An Argument for the Faith of Israel, New York 1988 (Reprint der englischen Übersetzung Hartwig Hirschfelds von 1905).

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen: Adam Shear, The Kuzari and the Shaping of Jewish Identity, 1167-1900, Cambridge 2008.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12441 Sprachpraxis Hebräisch, Gruppe 1: Die Weltschöpfung in der frühen synagogalen Poesie - Sarah Lemaire, M.A.

Do. 10:15 bis 12:00

Jose ben Jose – ein Avantgardist der synagogalen Poesie aus dem 4.Jahrhundert n. Chr. - lässt uns in seinem Pijut Atah konanta ʿOlam in die schillernde Welt der Schöpfungsmythen eintauchen. Ausgehend von den biblischen Schöpfungsberichten im Buch Genesis und Psalm 104 werden wir versuchen, den enigmatischen Pijut-Code zu entschlüsseln. Dabei wird eine erste Einführung in das Biblisch-Hebräische mit den nötigen Hilfsmitteln (Wörterbücher, Konkordanzen, Quellentexte) geben.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12440 Sprachpraxis Hebräisch Gruppe 2: Einführung in die israelischen Medien - Yossi Brill, M.A.

Di. 10:15 bis 12:00

Dieser Kurs bietet einen Überblick über die israelischen Medien. Die Studentin / der Student erwirbt Mittel zur Analyse von Texten in Printmedien ebenso wie in elektronischen Medien. Gelesen werden Texte verschiedener journalistischen Gattungen. Veranschaulicht werden soll, wie die Sprache der israelischen Medien gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen widerspiegelt, aber auch beeinflusst.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12439 Studienkurs Persisch 1: Paläographie – Dr. Christl Catanzaro und Dr. Mehr Newid

Di. 10:15 bis 12:00

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12438 Studienkurs Persisch 2: Persische Literatur – Hafiz und die Anderen - Dr. Mehr Newid

Di. 12:15 bis 14:00

Die Ghaselen des weltberühmten Dichters Hafiz (ca. 726-792/1325-1390) zählen zu den besten lyrischen Versen persischsprachiger Zunge. Sie zu verstehen und interpretieren ist für jeden Kenner eine Herausforderung. Bedeutende deutsche Orientalisten wie Rückert, Schimmel, Bürgel setzten sich mit den Ghaselen des Hafiz auseinander.

Über sein Leben ist wenig bekannt. Sein Titel Hafiz (einer, der den Koran im Gedächtnis aufbewahrt) und seine herausragenden Kenntnisse des Arabischen, der Islamkunde und der persischen Literatur, die sich in seinen Gedichten widerspiegeln, deuten darauf hin, dass er eine solide traditionelle Ausbildung erhielt. Er soll Lehrer für Koranexegese gewesen sein. Sein besonderer Verdienst liegt darin, die Gedichtform der Ghasele zur Perfektion gebracht zu haben - eine Tatsache, die Goethe so sehr faszinierte, dass er sich die persische Schrift und Sprache aneignete und seinen west-östlichen Diwan als Hommage an Hafiz verfasste. Auf den ersten Blick hängen die einzelnen Verse nur der Form nach zusammen und werden daher gerne mit einzelnen Perlen verglichen, die man zu einer Kette reiht. Bei näherer Betrachtung jedoch erschließt sich dem Leser der kunstvolle poetische Zusammenhang. Seine Gedichte erlauben in gleicher Weise eine mystische wie auch weltliche Deutungsmöglichkeit. Wo das eine anfängt und das andere aufhört, lässt sich oft nicht genau sagen. So hat die Frage, wie denn die Gedichte von Hafiz zu verstehen seien, die Gemüter immer wieder erhitzt. Der bedeutende deutsche Hafiz-Kenner seiner Zeit, Friedrich Rückert (1788-1866) kleidet diese Aporie in folgende Verse:

Hafis, wo er scheinet Übersinnliches / Nur zu reden, redet über Sinnliches.
Oder redet er, wo über Sinnliches / Er zu reden scheint, nur Übersinnliches?
Sein Geheimnis ist unübersinnlich, / denn sein Sinnliches ist übersinnlich.

In dieser Veranstaltung werden beispielhafte Ghaselen des Dichters vorgestellt und exegetisch übersetzt. Darüber hinaus werden ihre Vorbilder in Versen anderer Dichter, vor allem denen des Sa’di, gesucht.

Die wichtigste Literatur dazu findet sich bei: Newid, Mehr Ali / Mumm, Peter-Arnold: Persisches Lesebuch. Reichert Verlag, Wiesbaden 2007, S. 145-146.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12496 Sprachpraxis Persisch: Aktuelle Zeitungslektüre - Dr. Christl Catanzaro

Do. 10:15 bis 12:00

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12442 Studienkurs Türkisch 1: Ältere Türkische Texte: Spätes Osmanisch - Dr. Özgür Savaşçı

Di. 10:15 bis 12:00

Ziel dieses Kurses ist die Hinführung der Absolventen von Türkischkursen I-IV zu Texten, die aus gegenwärtiger Sicht als "alt" bzw. "veraltet" gelten. Art und Schwierigkeit der zu behandelnden Texte werden mit den Teilnehmern zusammen festgelegt. Arabisch- und Persischkenntnisse sind zwar nicht Pflicht, aber sehr willkommen. Regelmäßige Teilnahme ist eine der Voraussetzungen zur Leistungserbringung.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)
12495 Studienkurs Türkisch 2: Lektüre osmanischer Urkunden - Prof. Dr. Christoph K. Neumann

Mi. 10:15 bis 12:00

Die meisten Texte, die aus der osmanischen Zeit überliefert sind, gehören in die Rechts- und Verwaltungspraxis des Reiches; es sind türkischsprachige Urkunden. Sie ermöglichen einen einzigartigen Einblick in eine frühmoderne und moderne Gesellschaft des Nahen Ostens und östlichen Mittelmeeres. Sie zu lesen, ist allerdings etwas für Experten; dieser Kurs vermittelt entsprechende paläographische, linguistische, diplomatische, kulturelle und historische Kenntnisse, wobei sich die Auswahl des Stoffes nach dem Interesse der Teilnehmer richtet, die so entweder mit früheren Texten im Duktus dīvānī oder späteren, in rıḳʽa geschriebenen konfrontiert werden.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12006 Studienkurs Türkisch 3: ESG, Für Studierende des Elitestudienganges Osteuropastudien: From West to the East: Ottoman Biolopolitics in the 19th Century Ottoman Empire - Gizem Sivri MA

Mi. 10:15 bis 12:00

This course aims to provide necessary theoretical tools and discussions for the MA Seminar Ottoman Biopolitics. Michel Foucault’s theoretical concepts of power, control, surveillance, population as well as Mamdani’s thesis on domination through local tribal powers, segregation and administration in colonial context will be compared with the Ottoman provinces in the 19th century. Within these theoretical perspectives, administrative and structural changes in the imperial provinces will be comprehensively discussed.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

12495 Sprachpraxis Türkisch I: Übersetzungsübung Türkisch-Deutsch - Dr. A. Vefa Akseki

Fr. 10:15 bis 12:00

In dieser Übung werden türkische Texte aus verschiedenen Bereichen ins Deutsche übersetzt. Berücksichtigt werden dabei neben literarischen Texten wie Kurzgeschichten, Märchen, Tagebücher und Essays auch Zeitungstexte und Gebrauchstexte. In der Übung wird das globale Verstehen der Texte durch das Erkennen von Schlüsselwörtern sowie von textsortenspezifischen Merkmalen eine besondere Rolle spielen. Durch die Suche nach den angemessenen sprachlichen Wiedergabemöglichkeiten im Deutschen - bedingt durch die jeweilige Textsorte und den sprachlichen Kontext - werden kontrastive Aspekte behandelt.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)

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1.2.2.3. Eigenständige Lektüre

Das Modul Eigenständige Lektüre beinhaltet keine Lehrveranstaltungen. Wenn Sie es belegen wollen, kontaktieren Sie bitte spätestens zu Beginn der Vorlesungszeit den Ihrer Hauptsprache zugeordneten Betreuer.

1.2.3. BA-PRAKTIKUM

Ausführliche Informationen hier.

1.2.4. BA-TUTORIEN

Arabisch I Tutorium - Simon Haffner

Arabisch III Tutorium - Johannes von Stieglitz

Hebräisch I Tutorium - N.N.

Persisch I Tutorium - Martin Naimi, Zeit nach Vereinbarung

Persisch III Tutorium - Martin Naimi, Zeit nach Vereinbarungnach oben

2. MA-MODULE

2.1. MA-SPRACHKURSE

2.1.1. Grundkurse (Stufe I) 

12246 Sprachunterricht: Arabisch I, Gruppe 1 / Gruppe 2 - Prof. Dr. Andreas Kaplony/Dr. Mohamed Abd El-Rahim  / Julia Singer M.A.

12247 Sprachunterricht: Arabisch I, Gruppe 1 / Gruppe 2 - Prof. Dr. Andreas Kaplony/Dr. Mohamed Abd El-Rahim / Julia Singer M.A.

Siehe BA-Studiengang.

12472 Sprachunterricht: Hebräisch I - Yossi Brill, M.A.

Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00

Siehe BA-Studiengang.

12359 Sprachunterricht: Persisch I - Dr. Christl Catanzaro / Martin Naimi

Siehe BA-Studiengang.

12474 Sprachunterricht: Türkisch I, Gruppe 1 - Dr. Özgür Savaşçı

Mo. 10:15 bis 12:00 / Mi. 10:15 bis 12:00 / Do. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

12473 Sprachunterricht: Türkisch I, Gruppe 2 - Nevra Lischewski, M.A.

Mo. 12:15 bis 14:00 / Mi. 12:15 bis 14:00 / Do. 12:15 bis 14:00

Siehe BA-Studiengang.

12483 Modernes West-Armenisch - Dr. Talin Suciyan

Di. 14:15 bis 16:00

Western Armenian aims at teaching the Armenian alphabet, both printed and written forms, orthography, basic grammar and enhancing reading abilities. Reading exercises of Armeno-Turkish texts will be included in the course.

Armenian and Armeno-Turkish were languages and language forms actively and commonly used in the Ottoman bureaucracy. The first Ottoman novel, Akabi Hikayesi (1851), by Vartan Pasha (Hovsep Vartanyan) was written in Armeno-Turkish, i.e. in Turkish language with Armenian letters. The same way, Ottoman official newspaper Takvim-i Vekayi was published both in Armenian and in Armeno-Turkish along with its French and Turkish in Arabic script versions.

Arbeitsaufwand: 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 4.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (3 ECTS-Punkte)nach oben

2.1.2. Aufbaukurse (Stufe III und IV)

12475 Aufbaukurs Arabisch I (= Arabische Philologie III) - Dr. Mohamed Abd El-Rahim / Dr. Ursula Bsees

Di. 12:15 bis 14:00 / Fr. 12:15 bis 14:00

Siehe BA-Studiengang.

12476 Aufbaukurs Hebräisch I (= Hebräisch III) - Yossi Brill, M.A.

Di. 12:15 bis 14:00 / Fr. 12:15 bis 14:00

Siehe BA-Studiengang.

12493 Aufbaukurs Persisch I (= Persisch III) Gruppe 1 - Dr. Mehr Newid

Di. 14:15 bis 16:00

Siehe BA-Studiengang.

12492 Aufbaukurs Persisch I (= Persisch III) Gruppe 2 - Dr. Christl Catanzaro

Di. 12:15 bis 14:00

Siehe BA-Studiengang.

Aufbaukurs Türkisch I (= Türkisch III) - Dr. Özgür Savaşçı

Di. 14:15 bis 16:00 und Fr. 14:15 bis 16:00

Siehe BA-Studiengang.nach oben

2.1.3. Studienkurse und Sprachpraxis für Fortgeschrittene (Stufe V und VI)

12436 / 12437 Studienkurs Arabisch: Prägende Persönlichkeiten der modernen Geschichte in arabischen Kurzfilmen und Musik,  - Dr. Rocio Daga Portillo / Sprachpraxis Arabisch: Persönlichkeiten der arabischen Welt in der Moderne –  Dr. Mohamed Abd El-Rahim

Mo. 10:15 bis 12:00  / Do. 10:15 bis 12:00 

Siehe BA-Studiengang.

12486 Studienkurs Hebräisch:  Jehuda Halevi: Der Kuzari -  Peter Tarras

Do. 12:15 bis 14:00

Siehe BA-Studiengang.

12441 Sprachpraxis Hebräisch, Gruppe 1: Die Weltschöpfung in der frühen synagogalen Poesie - Sarah Lemaire, M.A.

Do. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

12440 Sprachpraxis Hebräisch Gruppe 2: Einführung in die israelischen Medien - Yossi Brill, M.A.

Di. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

12439 Studienkurs Persisch 1: Paläographie – Dr. Christl Catanzaro und Dr. Mehr Newid

Di. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

12438 Studienkurs Persisch 2: Persische Literatur – Hafiz und die Anderen - Dr. Mehr Newid

Di. 12:15 bis 14:00

Siehe BA-Studiengang.

12496 Sprachpraxis Persisch: Aktuelle Zeitungslektüre - Dr. Christl Catanzaro

Do. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

12442 Studienkurs Türkisch 1: Ältere Türkische Texte: Spätes Osmanisch - Dr. Özgür Savaşçı

Di. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

12495 Studienkurs Türkisch 2: Lektüre osmanischer Urkunden - Prof. Dr. Christoph K. Neumann

Mi. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

12006 Studienkurs Türkisch 3: ESG, Für Studierende des Elitestudienganges Osteuropastudien: From West to the East: Ottoman Biolopolitics in the 19th Century Ottoman Empire - Gizem Sivri MA

Mi. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

12495 Sprachpraxis Türkisch I: Übersetzungsübung Türkisch-Deutsch - Dr. A. Vefa Akseki

Fr. 10:15 bis 12:00

Siehe BA-Studiengang.

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2.2. MA-SEMINARE UND SEMINARÜBUNGEN

12608/12609 Seminar und Seminarübung A 1 (Arabistik, Islamwissenschaft): al-Ġazālī, Iḥyāʾ ʿulūm ad-dīn - Prof. Dr. Andreas Kaplony und Dr. Sabrina Sohbi

Mo. 14:15 bis 18:00

In diesem Seminar widmen wir uns Abū Ḥāmid al-Ġazālī (gest. 1111), dem großen mystischen Erneuerer des sunnitischen Islam. Einleitend beschäftigen uns anhand seines Werkes "Der Retter aus der Irreleitung“ (al-Munqiḏ min aḍ-ḍalāl) mit seinem Leben, besonders mit seiner Umkehr zurück zu einer (vertieften) Religion. Dann aber geht es um sein Opus Magnum "Die Belebung der Wissenschaften der Religion" (Iḥyāʾ ʿlūm ad-dīn). Wir besprechen markante Passagen aus allen vier Teilen des Werkes, aus den gottesdienstliche Handlungen (ʿibādāt), Gewohnheiten (ʿādāt), rettende Handlungen (munǧiyāt) und verderbliche Handlungen (muhlikāt). Unser eigentliches Ziel ist, der Vielgestaltigkeit von al-Ġazālīs Ansatz nachzuspüren.

Einführende Literatur:

  • Kenneth Garden, The First Islamic Reviver: Abū Ḥamid al-Ghazālī and his revival of the religious sciences, Oxford, 2014.
  • Tamer, Georges (Hg. Band 1) und Griffel, Frank (Hg. Band 2), Islam and rationality. The impact of al-Ghazālī. Papers collected on his 900th anniversary, 2 Bände Leiden 2015-2016 (Islamic Philosophy, Theology and Science. Texts and Studies 94; 98)

Arbeitsaufwand: Bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte).

Modulprüfung: Bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur.

12611/12612 Seminar und Seminarübung A 2 (Arabistik, Islamwissenschaft): Politik und Macht in Ägypten im 20. und 21. Jahrhundert - Prof. Dr. Andreas Kaplony und Dr. Ursula Bsees

Di. 14:15 bis 18:00

In diesem Seminar geht es uns zentral um die Spannung zwischen der offiziellen Politik und anderen Machtstrukturen in Ägypten seit Ende des Ersten Weltkriegs bis heute. Anhand ausgewählter Werke verfolgen wir die entsprechenden intellektuellen Ansätze.

Zum Einlesen:

  • Kepel, Gilles, Le prophète et pharaon. Aux sources des mouvements islamistes, Paris 1993 [mit Belegen]. Deutsche Übersetzung Der Prophet und der Pharao. Das Beispiel Ägypten: Die Entwicklung des muslimischen Extremismus, München und Zürich 1995.

Arbeitsaufwand: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)
 
Modulprüfung: Bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur

12615/12607 Seminar  und Seminarübung A (Iranistik): Die Reise als Thema persischer Literatur: Einblicke in die Geschichte persischer Reiseberichtschreibung - Dr. Sarah Kiyanrad

Do. 14:15 bis 18:00

Reiseberichte erlauben uns, ein Individuum gedanklich auf einem Stück seines Lebensweges zu begleiten. In der Forschung zu persischen Reiseberichten dominieren Studien, die sich mit seit dem 19. Jahrhundert verfassten Texten beschäftigen. Die literarische Praxis persischer Reiseberichtschreibung ist jedoch wesentlich älter und es gibt mehrere Texte, die der Edition harren. In diesem Seminar setzen wir uns mit dem Genre Reisebericht, dessen formalen wie inhaltlichen Charakteristika und Subgattungen – alles bezogen auf den persischen Kontext – sowie der Reise als Topos auseinander. Anschließend lernen wir in jeder Sitzung einen persischen Reisebericht (oder auch Text zum Thema Reise) kennen und analysieren diesen; schwerpunktmäßig befassen wir uns mit frühneuzeitlichen Reisebeschreibungen. Dabei wird eine quellenkritische Position eingenommen, gleichzeitig aber jeder Bericht als Selbstzeugnis ernstgenommen. Damit soll die über lange Zeit verbreitete Vorstellung hinterfragt werden, das Individuum habe in den Literaturen nah- und mittelöstlicher Gesellschaften über viele Jahrhunderte keine Rolle gespielt und dort mithin keinen Ausdruck gefunden. Wie explizit oder implizit das Selbst jedoch thematisiert wird und inwiefern sich mögliche autobiographische Aussagen gelegentlich auch als dem Genre geschuldete Motive darstellen werden wir am Einzelfall eruieren.

Literatur zur Vorbereitung:

  • Birgit Hoffmann, „Reiseliteratur in persischer Sprache“, in: Ludwig Paul, Hg., Handbuch der Iranistik II, Wiesbaden: Reichert Verlag, 2017, 313–321.
  • Tabish Khair et al., eds., Other Routes. 1500 Years of African and Asian Travel Writing, Bloomington and Indianapolis: Indiana University Press, 2005.
  • Nasrin Rahimieh, Missing Persians. Discovering Voices in Iranian Cultural History, New York: Syracuse University Press, 2001.

Arbeitsaufwand für beide Veranstaltungen zusammen: Bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur

12613/12614 Seminar und Seminarübung A (Judaistik): Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Judentum - Prof. Dr. Ronny Vollandt

Mi. 14:15 bis 18:00

Seminar und Übung werden sich mit dem Nebeneinander von Mündlichkeit und Schriftlichkeit besonders in der rabbinischen und geonischen Zeit beschäftigen.

Die mündliche Performanz des rabbinischen Textkorpus ist ein integraler Teil seiner Überlieferung. Er ist aus einem oral-performativen Kontext heraus entstanden, der in direktem Zusammenhang mit einer bestimmten diskursiven Praxis der Gelehrsamkeit stand. Nicht nur bestimmte der von der Mündlichkeit geprägte Sitz im Leben nachhaltig die Kompositionsformen der Mishna, der Midraschim und auch anderer Textgattungen, sondern diese untergingen auch lange Prozesse der Verschrift(lich)ung. Bevor diese die Form annahmen, in der sie bis in die heutige Zeit überliefert sind, wurden sie einem langen Prozess literarischer Redaktion unterzogen. Der Text in seiner endgültigen Form war lediglich der letzte Schritt in diesem Prozess. Darüber hinaus ist die rabbinische Literatur im Kern eine kollektive Literaturproduktion, die keinem einzelnen, identifizierbaren Autor zuzuschreiben ist, sondern die aus vielen Stimmen und Schichten besteht.

Parallel zu der Übernahme der arabischen Sprache in islamischer Zeit entfernte sich die jüdische Literatur von den früheren literarischen Konventionen der rabbinischen Literatur, was durch arabische Modelle literarischer Gestaltung begünstigt wurde. Die neue Art der Konzeption entsprach zu einem großen Teil dem der monografischen Autorschaft, in der beispielsweise Texte von einer Person zu einem bestimmten Zeitpunkt verfasst wurden, die auf eine spezielle Leserschaft abzielten und die von Anbeginn an zur Übertragung durch Abschriften gedacht waren.

Sekundärliteratur (Auswahl):

  • Alexander, Elizabeth Shanks (2006), Transmitting Mishnah: The Shaping Influence of Oral Tradition, New York.
  • Alexander, Elizabeth Shanks (2007), “The Orality of Rabbinic Literary Activity,” in Charlotte Elisheva Fonrobert and Martin S. Jaffee (eds), The Cambridge Companion to the Talmud and Rabbinic Literature, Cambridge, 38–57.
  • Jaffee, Martin S. (1994), “Writing and Rabbinic Oral Tradition: On Mishnaic Narratives, Lists and Mnemonics,” The Journal of Jewish Thought and Philosophy 4, 123–46.
  • Jaffee, Martin S. (2007), “Rabbinic Authorship as a Collective Enterprise,” in Charlotte Elisheva Fonrobert and
  • Martin S. Jaffee (eds), The Cambridge Companion to the Talmud and Rabbinic Literature, Cambridge, 17–37.
  • Elman, Yaakov (2000), Transmitting Jewish Traditions: Orality, Textuality, and Cultural Diffusion, New Haven.

Arbeitsaufwand für beide Veranstaltungen zusammen: bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte)

Modulprüfung: Bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur

12005 Seminar A 1 (Türkische Studien): Ottoman Biopolitics: From Aegean Islands to the Eastern Provinces - Dr. Talin Suciyan / Gizem Sivri, MA

Mi. 14:15 bis 16:00

This course offers a new approach to 19th century Ottoman history looking at both to the westernmost part of the Empire and its easternmost part. Starting from the Aegean Islands including Crete up to the Tiyari (Hakkari) region in the east, Pontus in the noth and Cilicia in the south, the policies of Tanzimat will be analysed from the perspective of biopolitics. Hence, this course aims to understand how Ottoman administrative and structural changes impacted upon its populations. Centralisation, surveillance and discipline, famine, starvation, military operations, conscription, reproduction, incarceration and other methods of control will be discussed in the light of existing secondary literature and the most recently studied archival materials.

12616 Seminarübung A 1 (Türkische Studien): Quellenlektüre zu Seminar A 1 - Gizem Sivri, MA.

Mi. 16:15 bis 18:00

This course is a constitutive part of the MA Seminar Module. It aims at translating, transliterating and discussing primary sources along with the theories of control, power, population, domination, segregation and military conquest in the 19th century Ottoman provinces.

Mindestleistung: Eine mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit.

Modulprüfung: Bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur

Arbeitsaufwand für beide Veranstaltungen zusammen: Bei Belegung als Forschungsseminar und Begleitübung: 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (15 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar und Begleitübung 3 Stunden/Woche Präsenz, 15 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (9 ECTS-Punkte) 

12617 Seminar und Seminarübung A 2 (Türkische Studien) 1: Vergleichende Grammatik der Turksprachen - Dr. Özgür Savaşçı / Dr. Christl Catanzaro

Mo. 14:15 bis 18:00

Mindestleistung: Eine mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit.

Arbeitsaufwand: Bei Belegung als Forschungsseminar 1.5 Stunden/Woche Präsenz, 10.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung, 180 Stunden Hausarbeit (12 ECTS-Punkte), bei Belegung als Studienseminar 1.5 Stunden/Woche Präsenz und 10.5 Stunden/Woche Vor- und Nachbereitung (6 ECTS-Punkte).

Modulprüfung: Bei Belegung als Forschungsseminar Hausarbeit, bei Belegung als Studienseminar Klausur

12004 Methodenseminar: Begriffe, methodische Ansätze und Theorien in den Regional- und Kulturwissenschaften - Dr. Ursula Bsees

Fr. 12:15 bis 14:00

Das Methodenseminar soll den MA-Studierenden helfen, geistes- und kulturwissenschaftliche Methoden und Theorien kennenzulernen, orientwissentschaftliche Forschungen in breitere Diskurse einzuordnen und ein Bewusstsein für methodische Probleme ihrer MA-Arbeiten zu schaffen. Als Leitfaden dienen die Fragen, wie die Studien des Nahen Ostens im Fächerkanon zu verorten sind, was in ihnen wissenschaftlicher Fortschritt ist und wie der Wissenschaftler als Subjekt seine Ergebnisse mitbeeinflusst. In den einzelnen Sitzungen werden wir theoretische Texte zur Fragen von Wissenschaftlichkeit mit ganz normalen Aufsätzen kontrastieren, um deren wissenschaftstheoretische Grundlagen aufzudecken.

Als explizite Vorbereitung auf die - im folgenden Semester abzufassende - MA-Arbeit soll das Methodenseminar dazu dienen, bereits im Vorfeld Thema, Quellen und dazu passende Methoden der MA-Arbeit zu bestimmen. Ein wichtiger Bestandteil des Seminars besteht daher für die Studierenden darin, theoretische und methodologische Ansätze anhand der eigenen Themenvorstellung zur MA-Arbeit durchzuspielen.

Arbeitsaufwand: 1,5 h/Woche Präsenz, 10,5 h/Woche Vor- und Nachbereitung (= 6 ECTS-Punkte). Es wird erwartet, dass die Seminarteilnehmer mindestens eine Sitzung protokollieren.nach oben

3. WEITERE (AUCH EXTERNE) VERANSTALTUNGEN (teilweise anrechenbar)

10134 Fortgeschrittenenseminar: al-Razi, Doubts About Galen - Prof. Dr. Peter Adamson (Spätantike und Arabische Philosophie)

Di. 10:15 bis 12:00

In this seminar we will read selections from Doubts About Galen (Shukūk ʿalà Jālīnūs), on the basis of a recently appeared edition by Pauline Koetschet. This work may at first seem to be a critique of Galen’s medical theories by his fellow doctor, Abū Bakr al-Rāzī (d.925 CE), it is in fact full of philosophical material on topics ranging from the eternity of the world to epistemology, from the nature of vision to atomism. In our seminar we will read selections of the more philosophically intriguing material; participants will take it in turns to read the Arabic and translate into English, so competence in these languages is a prerequisite for participation.

Primary text: Doutes sur Galien, ed. and trans. P. Koetschet (Berlin: De Gruyter, 2019).

Secondary literature:

  • P. Adamson, "Galen and Abu Bakr al-Razi on Time," in Medieval Arabic Thought: Essays in Honour of Fritz Zimmermann, ed. R. Hansberger and C. Burnett (London: Warburg Institute, 2012a), 1-14.
  • P. Adamson, "Abu Bakr Al-Razi," in H. Eichner and M. Perkams (eds), Handbuch der islamischen Philosophie (Darmstadt: 2013), 199-217.
  • A.Z. Iskandar, "Al-Razi al-ṭabīb al-ʾiklīnikī ,” Al-Mashreq (1962), 217–82; English trans. by Z. and P.E. Pormann in P.E. Pormann (ed.), Islamic Medical and Scientific Tradition, Critical Concepts in Islamic Studies, 4 vols (London: 2011), vol. 1, 207–53.
  • P. Koetschet, "Galien, al-Razi, et l’éternité du monde. Les fragment du traité Sur la Démonstration IV, dans les Doutes sur Galien," Arabic Sciences and Philosophy 25 (2015), 167-98.
  • M. Mohaghegh, The Kitab al-Shukuk ʿala Jalinus of Muhammad ibn Zakariyya al-Razi, in W.B. Hallaq and D.P. Little (eds.), Islamic Studies Presented to Charles J. Adams (Leiden: Brill, 1991), 107-116.
  • A.M. Mokhtar, Rhases contra Galenum. Die Galenkritik in den ersten zwanzig Büchern des "Continens" von Ibn [sic] ar-Razi, Bonn PhD, 1969.
  • G. Strohmaier, "Bekannte und unbekannte Zitate in den Zwiefeln an Galen des Rhazes," in K.D. Fischer, D. Nickel and P. Potter (eds), Text and Tradition (Leiden: 1998), 263-89.

12021 Promotionskolloquium Arabistik und Islamwissenschaft / Judaistik  – Prof. Dr. Andreas Kaplony / Prof. Dr. Ronny Vollandt

Di. 10:15 bis 12:00

12621 Oberseminar Forschungsprobleme türkischer und iranischer Studien - Prof. Dr. Christoph K. Neumann / N.N.

Mo. 18:15 bis 20:00

Das Oberseminar richtet sich an Studierende auf MA- und Promotionsniveau und dient der Diskussion von aktuellen Forschungsfortschritten, -problemen und -erkenntnissen der ständigen Teilnehmer sowie deren Diskussion mit Kolleginnen und Kollegen, die ihre Arbeiten vorstellen. In diesem Semester sind bereits Referate von Deniz Yonucu, Ayşe Zeynep Suleri Pamuk (Univ. Zürich), Kristina Milz und Christiane Czygan (Hamburg) eingeplant.

12482 Persisch II (Farsi) – Für Hörer aller Fakultäten - Angela Parvanta, M.A.

Do 16:00 bis 18:00 Uhr

Fortsetzung des im Sommersemester begonnen Kurses, in dem insbesondere die Schrift und im grammatischen Bereich das Präsens eingeführt wurden.

Literatur: Behzad, Faramarz/Divshali, Soraya: Sprachkurs Persisch. Bamberg 52004

12484 Israelischer Filmclub - Prof. Dr. Ronny Vollandt / Yossi Brill, M.A.

Mi. 18:15 bis 20:00

Öffentliche Vortragsreihe: Basiswissen Islam 2019

Di. 18:15 bis 20:00 mehr

Blockseminar – Einführung in die Arabische Papyrologie im Zeitalter der Digital Humanities - Michail Hradek, MA und Sebastian Metz, M.A.

Mo., 10.02.20 - Do., 13.02.20 09:00 bis 18:00

Das Blockseminar richtet sich an Studierende und Interessent*innen der Orientalistik, Islamwissenschaft, Nahoststudien und verwandter Fächer, die erste Erfahrungen im Umgang mit dokumentarischen Quellenzeugnissen des arabischen Sprach- und Kulturraums (v.a. Ägypten, Syrien-Palästina, Granada) vom 7. bis zum 16. Jahrhundert sammeln wollen. Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmer*innen einen grundlegenden Überblick über die wichtigsten Aspekte der arabischen Papyrologie zu vermitteln und Einblicke in die aktuelle Forschung zu gewähren. Dabei sollen u.a. die Genese des Forschungsfeldes, die Einführung in die Herstellung der Beschreibstoffe (Papyrus, Pergament, Papier) sowie die Arbeit und Analyse (Lesung, Edition, Kontextualisierung) der Dokumente mit Hilfe von Werkzeugen der Digital Humanities (Datenbanken, Suchmaschinen, Typologie) behandelt werden. Zur besseren Illustration der Inhalte werden die Teilnehmer*innen im Rahmen des Kurses die Möglichkeit haben, ihr Wissen durch das Bearbeiten einiger ausgewählter Dokumente zu vertiefen.

Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende ab dem 3. BA-Semester und an Studierende des MA. Kenntnisse des Arabischen sind wünschenswert. Vorkenntnisse im Umgang mit handschriftlichen Quellen sind nicht erforderlich.
 
Bei Interesse senden Sie bitte eine Email an michail.hradek at lmu.de. Um eine kurze Beschreibung Ihrer Motivation für eine Teilnahme am Seminar, sowie der Nennung eines bevorzugten Dokumententyps wird gebeten. Eine Aufstellung der möglichen Dokumenttypen finden sie hier: https://www.apd.gwi.uni-muenchen.de/apd/requisits3b.jsp.

Altsyrischer Lektürekurs, Hubert Kaufhold (Juristische Fakultät), 2stündig nach Vereinbarung

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Kenntnisse der (alt-)syrischen Sprache zu vermitteln, die ein Verständnis syrischer Quellen ermöglicht. Es geht dabei weniger um sprachwissenschaftliche Aspekte. Die Veranstaltung kann als Kurs für Anfänger und für Fortgeschrittene angeboten werden.

Lehrbuch: Arthur Ungnad, Syrische Grammatik, mit Übungsbuch, München 1913 (auch als Nachdruck erhältlich und im Internet zugänglich)

Persönliche Anmeldung beim Dozenten: Tel. 089-478074 oder Hubert.Kaufhold at jura.uni-muenchen.de

Seminar: Christlich-orientalisches, jüdisches und islamisches Erbrecht: ein Vergleich (für Juristen), Hubert Kaufhold (Juristische Fakultät), 2stündig nach Vereinbarung

In diesem Seminar werden orientalische erbrechtliche Quellen in Übersetzung gelesen und interpretiert. Neben einer Einführung finden Referate der Teilnehmer statt, die einen Seminarschein erwerben wollen.

Ort: Bibliothek des Leopold-Wenger-Instituts für Rechtsgeschichte, Abteilung A, Juristisches Seminargebäude, 3. Stock.

Zeit: wird in einer Vorbesprechung vereinbar, die am Donnerstag, 17. Oktober, 17:15 Uhr stattfindet.

Das Seminar richtet sich in erster Linie an Jurastudenten. Sonstige Teilnahme ist nur nach persönlicher Anmeldung möglich.

Webinar: The Material Culture of the Caliphate, 2stündig, Mi 16-18 (10.00 to 11.30 am EST, Oct. 2 - Nov. 13), Webinar (Abigail Balbale, Middle Eastern and Islamic Studies, New York University)

Offered as part of the Webinar Initiative in Islamic Material Culture.

The caliphate emerged in the seventh century as a form of political succession to the Prophet Muhammad.
The early caliphs aimed to lead the spiritual community that had united under the Prophet's authority. Within decades, the institution was contested by rival parties with radically different understandings of its parameters. Should the caliph be the arbiter of righteous spiritual activity, or a political ruler on the model of pre-Islamic kings and emperors? Should the caliph inherit his position, or be elected by his peers based on his piety?

These arguments played out differently across the growing territories under Islamic rule and have recently reemerged with the so-called Islamic State, whose minting of Islamic coins echo earlier strategies of caliphal legitimation even as their destruction of Iraq and Syria's cultural heritage departs radically from historical attitudes.

This course examines the visual and material culture of the many groups that have claimed the caliphate, from the first caliphs until the present. We will focus on objects associated with the Prophet Muhammad and the early caliphs (many of which had long afterlives), as well as coins, manuscripts, luxury objects, inscribed textiles, palaces, and mosques made by or for later caliphs. Close examination of these objects and spaces reveals the intersection of religion, political power, and material culture, and sheds light on the emergence of a conception of "Islamic art.

Regular attendance and participation are required. Please email abigail.balbale@nyu.edu in advance if you anticipate missing class. The readings will be available on the course website, and students are expected to have completed the readings before each class. We will be joined by guest lecturers for several classes

Application: All students should apply with a short CV and a motivation letter in English by September 20, 2019. Preference is given to students from universities within the Network Islamic Material Culture: New York University, Universität Hamburg, Ludwig-Maximilians-Universität München and Universität Bonn.

Full information: here.

Vorlesung "Afritecture": Moderne & zeitgenössische Architektur in Afrika - Prof. Dr. Kerstin Pinther, Mi 10-12 Uhr, Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - Große Aula (E120)

Die Vorlesung vermittelt einen Überblick zur Geschichte der modernen und zeitgenössischen Architektur v.a. in Nord- und Westafrika. Dabei wird eine transkulturelle Perspektive eingenommen, die die gebaute Umwelt in ihren historischen und räumlichen Verflechtungen betrachtet. Entlang einer zeitlichen Achse werden im ersten (kürzeren) Teil der Vorlesung ‚traditionelle Architekturen‘ Afrikas in Bezug zu Körperbildern (Anthropomorphismus), als Soziogramme und als Gedächtnisstütze (Mnemosyne) sowie in Hinblick auf ihre Materialität (e.g. Lehm, Holz,
Stein) und auf präkoloniale Stadt- und Herrschaftsformen thematisiert.

Im zweiten Teil der Vorlesung rücken kolonialmoderne Architekturen und Stadtplanungsprojekte in den Mittelpunkt. Vorgestellt werden die historisierenden, neo-maurischen und neo-sudanischen Baustile in den französischen Kolonien, der nicht realisierte Plan Le Corbusiers zur Umgestaltung von Algier sowie spätkoloniale Projekte des ‚Tropical Modernism‘ nach dem 2. Weltkrieg, die sich an einer Synthese zwischen ‚International Style‘ und einer klimagerechten, an regionalen Bedürfnissen orientierten Bauweise versuchten (Aldo van Eyck, Fernand Pouillon, Hassan Fathy et al). Der dritte (längere) Teil der Vorlesung behandelt schließlich die postkoloniale Periode: Städtebau und Architektur im Dienste des Nationbuilding (Universitäten, Schul- und Kulturbauten) einschließlich der sich dabei herausbildenden transnationalen Netzwerke. Aktuelle Debatten und Projekte (David Adjaye, Francis Kéré, die Rolle der Aga Khan Stiftung, Christian Benimana u.a.) werden ausführlich dargestellt; auch das östliche und südliche Afrika finden Beachtung. Auch dieser letzte Teil der Vorlesung rekurriert auf aktuelle Debatten um postkoloniale und verflechtungsgeschichtliche Ansätze als Desiderat einer kritischen Architekturforschung (u.a. Zeynap Çelik, James Holston, Esra Akcan u.a.). Fragen nach dem Architekturerbe („Patrimoine partagé?) sowie künstlerische Positionen zu Architekturen Afrikas (Kader Attia, Angela Ferreira) werden ebenfalls thematisiert.

Fotobuch Afrika. Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt - Prof. Dr. Kerstin Pinther, Niklas Wolf M.A., Di. 15 - 18 Uhr, Zentnerstr. 31 - 510

Obgleich in der Vergangenheit einige Titel zum Fotobuch als Medium ästhetischer Artikulation erschienen sind, existieren keine eingehenden Untersuchungen zum Fotobuch in Afrika als Kategorie autonomer und argumentativer Bildobjekte. Die Ausstellung, die über die Dauer eines Semesters gemeinsam mit Studierenden erarbeitet werden soll, will die materielle Beschaffenheit, die haptischen Qualitäten sowie Formate und die politische wie ästhetische Argumentation ausgewählter Bücher untersuchen und ausstellen. Die Überzeugungskraft fotografischer Bilderbücher liegt vor allem in einer dramaturgischen Nacheinanderschaltung von Abbildungen, die nie dem Zufall, sondern immer einer bestimmten Intention folgt. Sie liegt weiterhin in dem Verhältnis von Text-und Bildbezügen. Fotobücher sind aber keine beliebig durch Fotografien illustrierte Schriften. Ein rhythmisch-sequentieller und strategisch-bildargumentativer Ansatz soll daher auch Kennzeichen der für die Ausstellung ausgewählten Fotobücher sein. Neben einer Auswahl teils kanonisierter Werke der Dokumentar-fotografie im Buch (beispielsweise von Ernest Cole oder David Goldblatt) werden zeitgenössische Arbeiten einer jüngeren – vornehmlich afrikanischer – FotografenInnen-Generation in den Blick genommen, unter ästhetischen und inhaltlichen Gesichtspunkten untersucht und präsentiert werden.

Es ist nicht unser Anliegen, Fotobücher aus dem gesamten afrikanischen Kontinent einzubeziehen. Schwerpunkte liegen vielmehr im nördlichen und südlichen Afrika, das auf eine lange und komplexe Geschichte der Fotografie und somit auch des Fotobuches zurückblieben kann. Entlang thematischer Achsen erfolgt auch der Einbezug von Fotobüchern aus anderen Teilen des Kontinents. Inhaltlich ergeben sich Bezugspunkte zu (jüdischen) Migrationsgeschichten nach Südafrika, Fragen nach Identitäten von Individuum und Gesellschaft. Sie zeigen die quasi archivalische Darstellung von Mensch und Raum, deren wechselseitige Interaktion, und somit die Macht solcher Bücher, historische und / oder gesellschaftliche Narrative im Bild zu bestätigen oder zu widerlegen.
Zahlreiche Arbeiten sind bild-textliche Erkundungen des urbanen Raumes. Gerade rezente Werke lassen Fotobücher als Ort der Verhandlung von Identität und Zugehörigkeit, der Positionierung von Bildautoren, sowie die Einordnung bestimmter Sujets inner- oder außerhalb größerer Fragestellungen offenbar werden.