Institut für den Nahen und Mittleren Osten
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Bibliothek

Die Bibliothek des Instituts für den Nahen und Mittleren Osten der LMU ist eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek, die für die Studierenden und Mitarbeiter des Instituts Literatur bereithält, daneben aber auch als kleine Forschungsbibliothek (gut 40.000 Bände) von Rang ist.

Grundlage der heutigen Bibliothek sind die Bestände der beiden Vorgängerinstitute, des Instituts für Geschichte und Kultur des Nahen Orients sowie Turkologie und des Instituts für Semitistik. Die Anfänge der Sammlung reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, seitdem wurden die Literaturbestände laufend erweitert.

Kernstück des Fachbereiches Arabistik und Islamwissenschaft bildet die Sammlung klassisch-arabischer Texteditionen von vom 8. bis ca. zum Ende des 18. Jahrhunderts verfassten Werken, die in relativer Vollständigkeit folgende Gebiete abdecken:

Die philologische Literatur (Grammatik und Lexikographie, Literaturtheorie), Poesie (Metrik und Reimlehre, Diwane, Anthologien), Unterhaltungsprosa (Adabwerke und -anthologien im weitesten Sinne), Koran und Koranwissenschaften (Exegese, Rezitation etc.), Ḥadīṯ, islamische Theologie (Dogmatik, Ethik, Philosophie), biographische Lexika, historische Werke und Papyrologie sowie zahlreiche Ausgaben aus dem weiten Bereich der arabischen Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Medizin und Astronomie.

Nicht minder wertvoll ist die Sammlung der sprach- und literaturwissenschaftlichen Sekundärliteratur zum Klassisch-Arabischen und zum Mittelarabischen, die Sammlung von Handschriftenkatalogen sowie die umfangreiche Sektion mit Monographien (Textsammlungen wie Studien) zu den modernen arabischen Dialekten.

Der Ausbau vor allem der Bestände zur arabischen Geschichte und Gesellschaft sowie der islamischen Kultur erfolgt zügig, entsprechend dem Profil des neu zusammengeführten Instituts, das kultur- und geschichtswissenschaftliche Forschungen auf philologischer Grundlage betreibt.

Neben den für das Studium unentbehrlichen Einführungs- und Nachschlagewerken, Fachenzyklopädien und Wörterbüchern, hat die judaistische Sammlung drei Schwerpunkte: rabbinische Literatur, Judentum im Nahen Osten
und hebräische Buchkunde. Auch der verwandte Bereich der Samaritanistik wird abgedeckt.

Die Bestände der rabbinischen Literatur umfassen fast vollständig die grundlegenden Textkorpora, wie etwa die kritischen Ausgaben der Mischna, der Tosefta, der Midraschim, der Piyyutim, der Targumim, und beider Talmude.
Komplementiert werden diese mit der relevanten Sekundärliteratur. Verschiedene Gattungen (auf Hebräisch und judäo-Arabisch) bilden mit Studien und Textausgaben den Kern der Sammlung zum Judentum im Nahen Osten:
Bibelauslegung und -übersetzungen, sprachwissenschaftliche Werke (Glossare, Wörterbücher, und Grammatiken), Philosophie und Dichtung. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die vormoderne jüdische Geschichte Nordafrikas dar. Das
jüdische Buchwesen ist mit den wichtigsten Handwerkszeug (Handschriftenkatalogen, hebräische Paläographie und Kodikologie, Geniza-Studien) ein weiterer sich stetig erweiternder Teil der judaistischen Bestände.

Islamische Themen spielen auch bei den Beständen der Fachbereiche Turkologie und Iranistik eine Rolle; im Vordergrund stehen aber neu-iranistische und vor allem turkologische Fachliteratur. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Werken zur Geschichte besonders des Osmanischen Reiches, daneben sind aber auch Literaturwissenschaft, Landeskunde und Sprachwissenschaft vertreten. Kleinere Bestände betreffen Zentralasien und Südosteuropa. Neuerdings konnte mit dem Ankauf neuarmenischer Titel begonnen und der Bestand an Werken zur islamischen Kunstgeschichte erheblich erweitert werden.

Besonders interessant sind die nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem antiquarisch und aus den Nachlässen der Orientalisten Emil Jacob und Theodor Menzel erworbenen osmanischen Drucke (Bücher und Periodika), die umfangreiche, durch einen eigenen, gedruckten Katalog erschlossene Sonderdrucksammlung des Institutsgründers Franz Babinger, die auch einen erheblichen Teil der in nicht-osmanistischen Fachzeitschriften veröffentlichten osmanistischen Aufsätzen bis in die sechziger Jahre enthält, eine Sammlung von Mikrofilmen verschiedener osmanischer Handschriften sowie schließlich eine Sammlung den Nahen Osten betreffender Karten des 20. Jahrhunderts, die durch einen eigenen Zettelkatalog erschlossen ist.

 

Anschrift

Ludwig-Maximilians-Universität

Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Bibliothek

Veterinärstr. 1, Zi. 215

D-80539 München

 

Kontakt

Alexander Morar, M.A., M.L.I.S.

Bibliothekar

E-Mail: Alexander.Morar@lmu.de

Telefon: 0049-89-2180- 3039

Bestandsaufbau

Die Bibliothek des Instituts für den Nahen und Mittleren Osten besitzt eine Sammlung von derzeit ca. 40.000 Bänden, welche durch kontinuierliche Neuerwerbungen auf dem aktuellen Stand gehalten wird. Gesammelt wird Literatur zu den am Institut vertretenen Fächern und Sprachen (Arabistik und Islamwissenschaft,  Judaistik, Turkologie und Osmanistik, Iranistik, Armenisch).

Kataloge

Die neueren Bücher sowie ein Großteil der älteren Bücher sind im Online-Katalog der Universitätsbibliothek der LMU München nachgewiesen:

https://opac.ub.uni-muenchen.de/

Ein Teil der älteren Bücher, Zeitschriften und Landkarten ist durch Kartenkataloge erschlossen und wird laufend in den Online-Katalog der Universitätsbibliothek der LMU München retrokatalogisiert.

WWW-Links

Öffnungszeiten

http://www.naher-osten.uni-muenchen.de/institut/bibliothek/oeffnungszeiten/index.html

Bibliotheksordnung

http://www.naher-osten.uni-muenchen.de/institut/bibliothek/bibliotheksordnung/index.html

Bibliotheksplan

http://www.naher-osten.uni-muenchen.de/institut/bibliothek/bibliotheksplan/index.html

Bücher finden

http://www.naher-osten.uni-muenchen.de/institut/bibliothek/buecher_finden/index.html

Aufsicht

http://www.naher-osten.uni-muenchen.de/institut/bibliothek/aufsicht/index.html

WWW-Seiten

http://www.naher-osten.uni-muenchen.de/institut/bibliothek/internetseiten/index.html

Institutsgeschichte

http://www.naher-osten.uni-muenchen.de/institut/geschichte/index.html

 

 

 


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